Türkei

Israelisches Paar in Haft

Eine Frau in Handschellen (Symbolfoto) Foto: Getty Images

Ein israelisches Pärchen ist nach israelischen Angaben in der Türkei festgenommen worden, weil es ein Haus von Präsident Recep Tayyip Erdogan fotografiert haben soll. Eine Sprecherin des Außenministeriums in Jerusalem bestätigte am Donnerstag den Vorgang. Unklar war zunächst, welches der Häuser von Erdogan es fotografiert haben soll. Von türkischer Seite gab es zunächst keine Informationen zu dem Fall.

Laut israelischen Medienberichten soll die Frau der Familie in Israel ein Foto von dem Gebäude geschickt haben mit den Worten: »So ein schönes Haus.« Das Paar war demnach in die Türkei geflogen, um einen Geburtstag zu feiern. Es sei in Istanbul in einem Hotel untergebracht gewesen und habe am Dienstag aus dem Urlaub zurückkommen sollen. Als dies nicht geschah, habe die Familie angefangen, sich Sorgen zu machen.

In der Türkei ist es grundsätzlich verboten, in militärischen und Sicherheitszonen ohne Genehmigung Fotos zu machen.

Im Oktober hatten türkische Medien berichtet, es seien mehrere israelische Agenten verhaftet worden. Türkische Ermittler hätten ein Netzwerk von 15 Menschen entdeckt, die im Auftrag des israelischen Geheimdienstes Mossad Studenten ausgespäht haben sollen, berichtete damals der staatliche Fernsehsender TRT. Ihnen werde internationale Spionage vorgeworfen. dpa

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026