Ukraine

Israelisches Krankenhaus in Westukraine nimmt Arbeit auf

Israel hat ein Feldkrankenhaus in Mostyska im Westen der von Russland angegriffenen Ukraine eröffnet. Auf einem Live-Video von der Zeremonie am Dienstag waren mehrere weiße langgestreckte Zelte zu sehen. Das 66-Betten-Lazarett soll von insgesamt 65 Ärzten und Pflegekräften aus ganz Israel betrieben werden. Es könne bis zu 150 Patienten gleichzeitig versorgen, teilte das verantwortliche Schiba-Krankenhaus aus der Nähe von Tel Aviv im Vorfeld mit. Für den Aufbau und den Betrieb des Lazaretts bis Mitte April seien umgerechnet knapp 5,9 Millionen Euro veranschlagt.

PERSONAL In dem in einer Schule und in Zelten untergebrachten Lazarett mit dem Namen »Kochav Meir« (»Leuchtender Stern«) wird es sowohl Erwachsenen- als auch Kinderstationen geben. Auch ein Kreißsaal sowie Labore sind vorgesehen. In Zusammenarbeit mit dem Sheba-Krankenhaus in Israel sollen auch Remote-Technologien genutzt werden. Die Kosten von rund fünf Millionen Euro werden von der israelischen Regierung, der Charles and Lynn Schusterman-Familienstiftung sowie dem American Jewish Joint Distribution Committee (JDC) getragen.

Erst vor zwei Wochen hatte die Regierung in Jerusalem angekündigt, man werde das mobile Spital so schnell wie möglich einrichten, um den Menschen in der Ukraine zu helfen. Letzte Woche wurden vor dem Schulgebäude in Mostyska zehn Zelte errichtet. Das Personal des Lazaretts kommt aus verschiedenen israelischen Kliniken sowie von der Hilfsorganisation Magen David Adom. Die meisten Mitarbeiter sprechen offenbar auch ukrainisch und russisch.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Name »Kochav Meir« spielt auch auf Israels ehemalige Ministerpräsidentin Golda Meir (1898-1978) an, die in der Ukraine geboren wurde und Gründerin des Hilfsprogramms der Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit im israelischen Außenministerium war. Diese koordiniert jetzt das Projekt des Feldlazaretts in der Ukraine.

In den vergangenen Wochen haben russische Militäreinheiten mehrfach sowohl Krankenhäuser als andere zivile Einrichtungen angegriffen und so eine riesige Fluchtbewegung ausgelöst. Mindestens 900 Zivilisten sind laut Vereinten Nationen bereits ums Leben gekommen. Es wird jedoch von einer weitaus höheren Dunkelziffer ausgegangen.

FLÜCHTLINGE Millionen von Ukrainern haben ihre Häuser und Wohnungen verlassen, viele sind innerhalb des Landes bei Verwandten und Freunden untergekommen. Rund 3,5 Millionen Menschen sind aber schon außer Landes geflohen, die meisten von ihnen über die Grenze nach Polen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Neben dem Feldlazarett versuchen Hilfsorganisationen in Israel auch, anderweitig humanitäre Hilfe zu leisten. 230 Tonnen an Sachspenden wurden bereits von der Jewish Agency for Israel in die Ukraine gebracht. Die Ausrüstung soll vom JDC und der Vereinigung der Freunde der Ukraine in Israel sowohl an Flüchtende an den Grenzübergängen als auch an die Opfer des Krieges innerhalb der Ukraine verteilt werden.

Der geschäftsführende Vorsitzende der Jewish Agency, Yaakov Haguel, erklärte vergangenene Woche: »Das Volk Israel wird an seiner Fähigkeit gemessen, sich in Zeiten des Friedens und in Zeiten des Krieges für andere einzusetzen.« mth

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  10.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Verteidigung

Israelisches Startup will »Iron Dome gegen Drohnenschwärme« bauen

Israel hat einen hochmodernen Schutz gegen Raketen, doch Drohnen haben die Kriegsführung grundlegend verändert.

 10.07.2026

Maccabia

Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

Für die Schweizer Delegation ist klar, das Spiel ist wichtig, aber neue Freundschaften sind wichtiger

von Nicole Dreyfus  10.07.2026

Opfer der Hamas

Yarden Bibas pflanzt mit Mike Huckabee Baum für seine Familie

Die Ex-Geisel und der US-Botschafter wollen damit die Erinnerung an Kfir, Ariel und Shiri wachhalten, die von Terroristen ermordet wurden

 10.07.2026

Negev

Netanjahu und Armeechef: Israel ist jederzeit zu neuem Militäreinsatz gegen Iran bereit

»Der Krieg ist nicht vorbei«, sagt der israelische Ministerpräsident. »Neben alten Herausforderungen entstehen ständig neue«

 10.07.2026

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026