Raumfahrt

Israel will neue Sonde zum Mond schicken

Trotz der gescheiterten Mondlandung 2019 treibt Israel sein Weltraumprogramm weiter voran. Foto: Michael Thaidigsmann

Fast zwei Jahre nach der gescheiterten Mondlandung einer israelischen Raumsonde plant Israel nun ein ähnliches Weltraumprojekt. Staatspräsident Reuven Rivlin stellte das Projekt »Beresheet 2« am Mittwoch vor. Die neue Raumsonde mit einem Gesamtgewicht von 630 Kilo soll aus drei verschiedenen Teilen bestehen - einem Orbiter und zwei Landesonden. Es wird jedoch damit gerechnet, dass bis zur nächsten Mondreise mehrere Jahre vergehen werden.

ZERSCHELLT Nach Angaben der israelischen Non-Profit-Organisation SpaceIL, Initiatorin des Projekts, wird ein Start in der ersten Hälfte von 2024 angestrebt. Das Budget betrage umgerechnet gut 82 Millionen Euro. Die Landung von »Beresheet« war im April vergangenen Jahres gescheitert. Nach Angaben von SpaceIL war ein wichtiger Motor der Raumsonde beim Landemanöver ausgefallen. Die Kommunikation mit der Sonde ging verloren. Sie zerschellte auf dem Mond.

Israel hatte damals gehofft, als vierte Nation nach den Großmächten Russland, USA und China, auf dem Mond zu landen. Es war die erste privat finanzierte Mission dieser Art.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Jetzt setzt Israel neue Hoffnungen in »Beresheet 2«. Die Landesonden sollen laut Plan an zwei verschiedenen Orten auf dem Mond landen, um dort verschiedene wissenschaftliche Experimente auszuführen. Der Orbiter soll den Mond mehrere Jahre lang umkreisen. Ziel sind wissenschaftliche Experimente und pädagogische Aktivitäten für Jugendliche in Israel und aller Welt.

EXPERIMENTE An dem Projekt sind auch Israels Ministerium für Wissenschaft und Technologie sowie die Israel Aerospace Industries (IAI) beteiligt. Man plane auch die Beteiligung weiterer Länder, teilte SpaceIL mit.

Israel hoffe auf eine sichere Mondlandung, sagte Präsident Rivlin. »Dieses Projekt wird die Grenzen menschlichen Wissens mithilfe bahnbrechender Experimente erweitern und uns dabei helfen, das Universum besser zu verstehen.« dpa

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  19.04.2026

Gesellschaft

IDF: Drei Wochen Gefängnis fürs Grillen

In der Armee mehren sich Strafen wegen des Nichteinhaltens »religiöser Disziplin«. In der Bevölkerung sorgt dies für Empörung über Ungleichbehandlung

von Sabine Brandes  19.04.2026

Eurovision Song Contest

Mehr als 1000 Prominente verteidigen Israels ESC-Teilnahme

Helen Mirren, Amy Schumer und Co: Internationale Persönlichkeiten unterzeichnen einen offenen Brief

von Sabine Brandes  19.04.2026

Eurovision Song Contest

»Der Künstler aus Israel kann per se natürlich nichts dafür, dass er aus Israel kommt, aber …«

Der deutsche Sänger und frühere ESC-Teilnehmer Michael Schulte ruft Israel zum freiwilligen Verzicht auf seine Teilnahme am Eurovision Song Contest auf

 19.04.2026

Nahost

»Der Iran ist sehr geschwächt«

Wie Experten die Entwicklung und Folgen des Krieges derzeit einschätzen

von Sabine Brandes  19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026

Kommentar

Hätte er doch einfach geschwiegen

Michael Schulte ist der erfolgreichste deutsche Teilnehmer des ESC der letzten Jahre. Und Schulte ist ein geschichtsbewusster Künstler. Umso befremdlicher sind seine Einlassungen zu Israel

von Daniel Killy  18.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026