Jerusalem

Israel widmet Albert Einstein ein eigenes Museum

Albert Einstein (1879–1955) Foto: dpa

Jerusalem

Israel widmet Albert Einstein ein eigenes Museum

Entstehen soll das Museum auf dem Gelände der Hebräischen Universität

 23.10.2022 17:34 Uhr

Israel will dem weltberühmten Physiker Albert Einstein (1879-1955) ein eigenes Museum widmen. Die israelische Regierung billigte am Sonntag das Projekt, das umgerechnet rund 18 Millionen Euro kosten soll. Das Museum werde auf dem Gelände der Hebräischen Universität in Jerusalem entstehen, teilte die Hochschule am Sonntag mit. 

Einstein wurde in Ulm geboren, musste aber als Jude vor den Nazis in die USA fliehen. Seine Schriften und seinen Besitz vererbte er an die Hebräische Universität. Der Physiker gehörte zu den Gründern der 1925 eröffneten Hochschule. Bereits 1921 war Einstein der Physik-Nobelpreis zugesprochen worden.

Geplant ist den Angaben zufolge ein Gebäude, in dem Einsteins gesamtes Archiv untergebracht wird. Das Archiv solle der Öffentlichkeit auch in digitalem Format zugänglich gemacht werden. Das Museum solle der Forschung, den Aktivitäten und dem Vermächtnis des Nobelpreisträgers gewidmet werden, hieß es in der Mitteilung. Es werde auch als »innovativer Raum für wissenschaftliche und technologische Erziehung« dienen. 

»Mit modernsten Ausstellungstechniken, wissenschaftlichen Vorführungen und Originaldokumenten wird das Museum Einsteins Beitrag zur Wissenschaft, die Auswirkungen seiner Entdeckungen auf unser heutiges Leben, seine öffentliche Aktivität und Beteiligung an historischen Schlüsselmomenten darstellen«, teilte die Universität mit. Auch Einsteins »tiefe Verbundenheit mit dem Schicksal des jüdischen Volkes, dem Staat Israel und der Hebräischen Universität« solle gezeigt werden. 

Besucher sollen demnach auch eine Rekonstruktion von Einsteins Bibliothek und Büro betreten und dort verschiedene Originalpapiere anschauen können. 

Universitätspräsident Ascher Cohen beschrieb Einstein als »größten Wissenschaftler unserer Zeit«. Seine Forschungserkenntnisse hätten die Welt der Physik verändert und »weiter Auswirkungen auf unser Leben, von Laser und Atomenergie über GPS bis Raumfahrt«, sagte er. »Diese Entwicklungen, und viele mehr, können zu Einsteins Relativitätstheorie zurückverfolgt werden.« 

Israel hofft demnach, dass sich das Albert-Einstein-Museum, dessen Bau mehrere Jahre dauern soll, in Zukunft als Tourismusmagnet erweist. dpa

Jerusalem

Wahlsieger ohne Mehrheit

Das endgültige Wahlergebnis liegt vor. Benjamin Netanjahus Likud hat mehr Sitze als alle anderen Parteien. Nützt ihm das etwas?

 30.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will Wehrpflichtgesetz und Untersuchung zum 7. Oktober vorantreiben

Der Vorsitzende der zentristischen Partei Yashar erklärt, er arbeite bereits an entsprechenden Gesetzesvorlagen. Ob er wirklich eine Regierung bilden kann, bleibt aber unklar

 30.10.2026

Umfrage

Mehrheit der Oppositionswähler befürwortet Regierungskoalition mit arabischer Partei

Befragt wurden Anhänger von Yashar, B’Yachad, der Demokraten sowie Yisrael Beitenu. Was denken diese Wähler?

 30.10.2026

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl in Israel: Behörden sehen keine Beweise für Betrug

Den Vorwurf der ausländischen Einflussnahme auf die Knesset-Wahl nimmt die Wahlkommission aber ernst

 29.10.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026