Jerusalem/Gaza

Israel tötet Hamas-Militärchef Dschabari

Israel hat den Chef der zur Hamas gehörenden »Izz al-Din al-Qassam Brigade«, Ahmed al-Dschabari, getötet. Zudem beschoss die israelische Luftwaffe eigenen Angaben zufolge am Mittwoch 20 weitere Ziele im Gazastreifen. Die gezielte Luftattacke sei Teil der Operation »Wolkensäule«, hieß es in Jerusalem, die eine Reaktion auf den zugenommenen Beschuss des Südens durch palästinensische Terroristen war. In den vergangenen fünf Tagen wurden mehr als 100 Geschosse aus Gaza auf Israel abgefeuert.

Dschabari wird für die Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit 2006 sowie zahlreiche weitere Terrorangriffe auf Israel verantwortlich gemacht. Er wurde durch eine Rakete getötet, als er mit seinem Wagen im Gazasreifen unterwegs war. Auch ein Beifahrer kam ums Leben, es soll sich um seinen Sohn gehandelt haben.

Die Hamas warnte sofort vor Vergeltungsschlägen und erklärte, Israel habe damit »das Tor zur Hölle« geöffnet. Der islamische Dschihad sprach von einer Kriegserklärung. Bereits am Mittwochnachmittag gingen Raketen aus dem Gazastreifen auf israelischem Gebiet nieder. Auch in der Nacht und am Donnerstag ging der Beschuss weiter. Eine Armeesprecherin sagte, dass seit Mitternacht etwa 100 Ziele angegriffen worden seien. Militante Palästinenser wiederum feuerten Dutzende Raketen in Richtung Israel ab. Am Morgen heulten in Aschkelon, Aschdod und Beer Sheva wieder die Sirenen, Schulen blieben geschlossen. Die Bewohner wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. In der Stadt Kiryat Malachi starben drei Menschen bei einem palästinensischen Raketenangriff. ja

Israel

Netanjahu: »Es wird keine Hamas-Herrschaft geben«

Bei dem Gedenken der Opfer des Hamas-Massakers vor drei Jahren droht der Ministerpräsident den an dem Überfall beteiligten Terroristen

 05.10.2026

Terroranschlag

Rückholflüge aus den Emiraten haben begonnen

Aktion beginnt nach der Beilegung eines Streits über Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen von Dubai

von Sabine Brandes  05.10.2026

Luftfahrt

Rücktritt von Transportministerin Regev gefordert

Oppositionspolitiker wollen, dass Miri Regev wegen des »Flydubai-Desasters« Verantwortung übernimmt und ihren Posten räumt

von Sabine Brandes  05.10.2026

Fußball

Irischer Fitness-Trainer wirft Israel Spuckattacke vor

Irland gegen Israel war eine Nations-League-Paarung, die seit der Auslosung für viel Unruhe gesorgt hat. Beim Rückspiel gibt es nun Vorwürfe zu einem extrem unsportlichen Verhalten

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Terror

Held von Flug FZ1073: Jetzt spricht erstmals der Flydubai-Pilot

Der bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine von Dubai nach Tel Aviv verletzte Flugkapitän äußert sich zu den Vorgängen im Cockpit. Er berichtet auch, was ihm Mut gegeben hat

 02.10.2026

Nahost

Flydubai-Drama: Auch VAE-Vertreter spricht von Terror

Aus Israel kam schon früh die Einschätzung, dass es sich bei dem Vorfall um einen Anschlagsversuch handelte. Nun äußert sich ein emiratischer Regierungsvertreter ähnlich

 02.10.2026

Kibbuz Nahal Oz

Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff entsteht die Kollektivsiedlung neu

Der 7. Oktober 2023 hat eine tiefe Wunde in die israelischen Gemeinden entlang des Gazastreifens gerissen. Mittlerweile ist der Wiederaufbau in vollem Gange – mit gemischten Gefühlen

von Andrea Krogmann  02.10.2026