Jerusalem

Israel reagiert auf Bidens Vorschlag für Waffenruhe im Krieg gegen die Hamas

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Foto: Copyright (c) Flash 90 2024

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält an seinem Ziel fest, die Terrororganisation Hamas zu zerstören. Ein von US-Präsident Joe Biden beworbener Vorschlag für eine Waffenruhe werde dieses Ziel erreichen - falls nicht, werde Israel zum Krieg zurückkehren, gab Netanjahu am Montag laut Medienberichten dem Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung des Parlaments zu verstehen.

Biden hatte vergangene Woche ein israelisches Angebot für einen »dauerhaften Waffenstillstand« bekanntgegeben, das den Rückzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen im Gegenzug für die Freilassung aller Hamas-Geiseln beinhalten soll.

Die vom Weißen Haus veröffentlichten Rahmenbedingungen geben nicht explizit vor, dass die Hamas von der Regierung im Gazastreifen entfernt oder abgeschafft würde. Doch laut Biden hat die im Oktober begonnene israelische Offensive bewirkt, dass die Hamas »nicht mehr dazu in der Lage« ist, einen Terrorangriff wie den vom Herbst auf Israel zu verüben.

Netanyahu sagte am Montag laut Medienberichten, dass es bestimmte Lücken in Bidens Ankündigung gebe. »Biden hat über den Rahmen gesprochen, aber nicht über alle Details.« Im Biden-Plan seien Maßnahmen enthalten, um sicherzustellen, dass alle Seiten das Abkommen einhalten, bevor es in die nächste Phase übergehe, sagte Netanjahu.

»Wir behalten uns das Recht vor, in den Krieg zurückzukehren.« In einer Videobotschaft, die sein Büro veröffentlichte, sagte Netanjahu, die Zerstörung der Hamas sei im Abkommensvorschlag enthalten.

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026