Covid-19

Israel erklärt Corona-Hotspots zur Sperrzone

Die Polizei überprüft, ob die Menschen die Corona-Maßnahmen der Regierung einhalten. Foto: Flash 90

Israel hat wegen einer gestiegenen Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus mehrere Orte zur Sperrzone erklärt. Sowohl die zentrale Stadt El’ad sowie einzelne Wohnviertel der nördlichen Stadt Tiberias sollen ab diesem Mittwoch sieben Tage lang nur eingeschränkt zugänglich sein, entschied das zuständige Komitee am Dienstag.

Die Entscheidung folgt einer Empfehlung des Gesundheitsministeriums. Erst am Sonntag hatten die Krankenhäuser des Landes wegen der steigenden Infektionszahlen ihre Corona-Stationen wieder geöffnet. Einschränkungen für weitere Orte würden in Erwägung gezogen, teilte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit.

Der israelischen Regierung zufolge starben bislang insgesamt 308 Israelis infolge einer Covid-19-Erkrankung.

Israel hatte zu Beginn der Corona-Pandemie sehr schnell mit rigorosen Maßnahmen reagiert. Nach einem vergleichsweise glimpflichen Verlauf begann das Land im Mai mit schrittweisen Lockerungen.

Seit Ende Mai ist die Anzahl der Neuinfektionen jedoch wieder deutlich gestiegen. Die Regierung mahnt die Bevölkerung immer wieder, Masken zu tragen und Abstandsregeln einzuhalten. Am Montag gab die Regierung bekannt, Verstöße gegen die Maskenpflicht künftig strenger zu ahnden. Wer es in der Öffentlichkeit versäumt, eine Maske zu tragen, der muss von nun an umgerechnet rund 130 Euro zahlen. Zuvor betrug die Strafe etwa 50 Euro.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren bis zum Dienstagabend 21.247 Menschen in Israel nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Davon sind 15.860 wieder genesen. Dem Ministerium zufolge starben bisher 308 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung. dpa

Naher Osten

Medienbericht: Israel soll geheimen Stützpunkt im Irak gebaut haben

Von dem Außenposten in einem irakischen Wüstengebiet soll Israel seine Angriffe auf den Iran koordiniert haben, berichtet das »Wall Street Journal«

 10.05.2026

Medien

Kristin Helberg, der Hass auf Israel und der urdeutsche Wunsch nach Entlastung

Ein Kommentar von Jan Fleischhauer

von Jan Fleischhauer  10.05.2026

Kommentar

Wenn »schwarz auf weiß« nicht mehr genügt

Eine funktionierende Demokratie braucht freie Medien – aber vor allem glaubwürdige

von Roman Haller  10.05.2026

»Gaza-Flottille«

Israel schiebt zwei Gaza-Aktivisten ab

Der Spanier Saif Abu Keschek und der Brasilianer Thiago Ávil wurden nach der Blockade der Gaza-Flotte nach Israel gebracht – jetzt folgt ihre Abschiebung

 10.05.2026

Terror

Hisbollah greift Israel an: Mehrere Soldaten verletzt

Im Norden des jüdischen Staates werden zwei Soldaten in Krankenhäuser gebracht. Einer von ihnen ist schwer verwundet. Ein weiterer Soldat wird im Süd-Libanon getroffen

 08.05.2026

Vorwurf

»Kult-Rabbi« aus Meron verhaftet

Ein Gemeindeführer der Breslov-chassidischen Bewegung soll seine Autorität für sexuelle Übergriffe missbraucht haben

von Sabine Brandes  08.05.2026

Gesellschaft

Regierung will Rückkehrrecht ändern

Entsprechend des Entwurfs sollen künftig nur noch orthodoxe Übertritte zum Judentum anerkannt werden

von Sabine Brandes  08.05.2026

Tel Aviv

Erster Hantavirus-Fall in Israel registriert

Die betroffene Person soll sich vor mehreren Monaten während eines Aufenthalts in Osteuropa angesteckt haben

 08.05.2026

Jerusalem

Bennett verklagt Ministerin und Fernsehsender wegen Behauptungen über psychische Erkrankung

Der Oppositionspolitiker fordert laut israelischen Medienberichten Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Schekel (0,59 Millionen Euro)

 08.05.2026