Nahost

Israel bestätigt Angriffe in Syrien

Luftverteidigungsrakete am Himmel über Syriens Hauptstadt Damaskus nach einem Angriff Israels auf iranische Stellungen (Archivbild, 2018) Foto: imago

Israel hat bestätigt, dass seine Luftwaffe für die jüngsten Angriffe in Syrien verantwortlich ist. »Allein in den vergangenen 36 Stunden hat die Luftwaffe Lagerhallen des Irans mit iranischen Waffen auf dem internationalen Flughafen in Damaskus angegriffen«, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Sonntag während einer Kabinettssitzung in Jerusalem.

Israel hat in den vergangenen Jahren solche Angriffe im Nachbarland nur sehr selten offen kommentiert. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana hatte zuvor berichtet, israelische Kampfflugzeuge hätten am Freitag Raketen auf Ziele in der Nähe von Damaskus abgeschossen. Eine davon habe eine Lagerhalle am Flughafen der Hauptstadt getroffen, die meisten seien aber von der Luftabwehr abgefangen worden.

Israel habe bereits »Hunderte Male Ziele des Irans und der Hisbollah-Miliz angegriffen«, so Netanjahu.

IRAN Netanjahu sagte am Sonntag: »Die Häufigkeit der jüngsten Angriffe beweist, dass wir entschlossener sind denn je, gegen den Iran in Syrien vorzugehen.«

Der Regierungschef sagte zudem: »Wir sind mit beeindruckendem Erfolg gegen eine militärische Etablierung des Irans in Syrien vorgegangen.« Im Rahmen dieses Einsatzes habe die israelische Luftwaffe »Hunderte Male Ziele des Irans und der Hisbollah-Miliz angegriffen«.

Israel hat in den vergangenen Jahren solche Angriffe im Nachbarland nur sehr selten offen kommentiert.

Die israelische Regierung hat immer wieder betont, sie werde keine dauerhafte iranische Militärpräsenz in Syrien tolerieren. Israels Erzfeind Iran ist neben Russland der engste Verbündete der Regierung von Staatschef Baschar al-Assad und unterstützt ihn in dem seit sieben Jahren andauernden innersyrischen Krieg militärisch.  dpa

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Westjordanland

Schin-Bet-Chef streitet mit Rechtsradikalen

David Zini fordert von Ministerin Orit Strock eine klare Verurteilung jüdischer Siedlergewalt – und droht mit der Rückkehr zur Verwaltungshaft

von Sabine Brandes  06.10.2026

Jahrestag

Israel warnt vor Angriffen auf Juden am 7. Oktober

Am 7. Oktober jährt sich das Massaker von Hamas-Terroristen in Israel. Bei dem Überfall 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet. Israel warnt nun Israelis im Ausland und Juden weltweit vor Angriffen

 06.10.2026

Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht zum Jahrestag des 7. Oktobers den Geiselplatz in Tel Aviv und erhält die Medaille der Stadt

von Sabine Brandes  06.10.2026

Grausamer Plan

Der Professor, der Massenmörder werden wollte

Der Akademiker plante, Hunderte Araber zu töten und viele Unterstützer zu gewinnen. Die Bar-Ilan-Universität zeigt sich »zutiefst entsetzt«

von Sabine Brandes  06.10.2026

Gaza

Hamas: Sinwars »rechte Hand« überlebt israelischen Angriff

Bei einem israelischen Luftangriff in dem Palästinensergebiet sollen am Wochenende mehrere Menschen getötet worden sein. Israel zielte auf den ranghöchsten Hamas-Führer in dem Küstenstreifen ab – doch der hat wohl überlebt

 06.10.2026

Be’eri

»Ich musste ihre Geschichte erzählen«

Dafna Gerstner hat die Hamas-Massaker überlebt und wagt einen vorsichtigen Blick in die Zukunft

von Geneviève Hesse  06.10.2026

Geiseln

Überlebt

505 Tage war Omer Shem Tov in der Gewalt der Hamas in Gaza. Seine Schilderungen zeigen, wie leicht es sich all jene machen, die bei der Bewertung des Krieges die perfide Taktik der Terroristen ausblenden

von Sabine Brandes  06.10.2026

Interview

»Wir haben Angst, dass Shani und Carolin vergessen werden«

Sonja Bohl-Dencker und Ricarda Louk leben seit dem 7. Oktober mit einer unvorstellbaren Wunde – dem Tod ihrer Töchter, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden

von Sophie Albers Ben Chamo  06.10.2026

7. Oktober

»Ich hatte keine Ahnung, wie sehr wir gehasst wurden«

Unsere Autorin ist an der Grenze zu Gaza aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Hier beschreibt sie, wie das Hamas-Massaker ihr Leben verändert hat – und was es mit ihr macht, dass sie und ihr Land plötzlich weltweit als genozidal verleumdet werden

von Adi Kaslasy-Way  06.10.2026