Medienbericht

Irans Präsident soll Ayatollah gebeten haben, Israel nicht anzugreifen

Chamenei und Peseschkian am Sarg des Hamas-Chefs Ismail Haniyeh Foto: picture alliance / Anadolu

Beginnen die Abschreckungsmaßnahmen der USA und Israels zu wirken? Der iranische Präsident Massud Peseschkian soll den obersten Führer des Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, darum gebeten haben, Israel nicht anzugreifen. Das berichtet der regimekritische Nachrichtensender »Iran International« unter Berufung auf Quellen, die mit dem Vorgang vertraut sein sollen.

Demzufolge habe Peseschkian gewarnt, dass ein israelischer Gegenangriff der iranischen Wirtschaft und Infrastruktur schweren Schaden zufügen und sogar zum Zusammenbruch des Landes führen könnte. Chamenei habe während des Plädoyers seines Präsidenten nicht durchblicken lassen, wie er auf den Vorschlag reagieren werde.

Nach der Tötung des Hamas-Chefs Ismail Haniyeh in Teheran vergangene Woche, hatten sowohl das Mullah-Regimes als auch die Terroristen selbst Israel beschuldigt und Rache geschworen. Seitdem bereitet sich Israel auf einen möglichen Angriff vor und versucht ihn gleichzeitig mit klaren Botschaften zu verhindern. »Wir werden reagieren und einen hohen Preis für jeden Akt der Aggression gegen uns zahlen, egal von welchem Schauplatz aus«, sagte etwa Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Verteidigungsminister Joav Galant betonte während des Besuchs einer Kommandozentrale der israelischen Armee, dass sie sich auf alle Möglichkeiten vorbereiten müsse, auch auf einen »schnellen Übergang zur Offensive«.

Die Vereinigten Staaten hatten in den vergangenen Tagen immer wieder deutlich gemacht, dass sie im Falle eines Angriffs »eisern« zu ihrem Verbündeten Israel stehen würden und zusätzliche Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Region verlegt. ja

Jerusalem

Israel stellt sich auf neue Angriffe gegen den Iran ein

Eine lange Sitzung des Sicherheitskabinetts und kurzfristige Terminabsagen hochrangiger Politiker könnten Hinweise sein, dass eine Wiederaufnahme der Angriffe bevorsteht

 20.05.2026

Tel Aviv

Israel stoppt Gaza-Flottille: Mehr als 400 Aktivisten festgesetzt

Mehr als 50 Boote mit insgesamt 428 Aktivisten aus über 40 Ländern werden nach Aschdod gebracht

 20.05.2026

Nachruf

Holocaust-Überlebender und Journalistenlegende: Raul Teitelbaum gestorben

»Ich war der ranghöchste Kommunist in der israelischen Armee«, sagte der Verstorbene einst

 20.05.2026

Jerusalem

Abstimmung über Auflösung der Knesset geplant

Sollte eine Parlamentsauflösung beschlossen werden, müssten innerhalb von fünf Monaten Wahlen stattfinden

 20.05.2026

Kultur

Wer ist »Michelle«? Das Geheimnis um Israels ESC-Song

Noam Bettans Lied klingt wie eine Trennungsgeschichte – doch viele interpretieren den Text anders: Als die komplizierte Beziehung des jüdischen Volkes zu Europa

von Sabine Brandes  19.05.2026

Israel

Frühstart für Quallen-Saison: Erste große Schwärme vor der Küste

Problem am Badestrand: Zwischen Nahariya und Aschkelon werden bereits zahlreiche glibberige Nesseltiere gesichtet

 19.05.2026

Umfrage

Viele Gaza-Bewohner denken über Auswanderung nach

Laut einer israelischen Erhebung sind fast 80 Prozent der Befragten an Informationen über Möglichkeiten zur Ausreise in Drittstaaten interessiert

 19.05.2026

Jerusalem

Umfrage: Mehrheit der Israelis will Regierung ohne Netanjahu 

Die israelische Regierung wackelt. In jüngsten Umfragen käme die aktuelle Koalition bei weitem nicht auf eine Mehrheit. Auch die politische Zukunft von Regierungschef Netanjahu scheint ungewiss

von Andrea Krogmann  19.05.2026

Gaza

Neue Studie: Hamas plante 7. Oktober über Jahre

Forschungen der Hebräischen Universität zeigen auf, dass das verheerende Massaker Teil einer langfristigen Strategie zur Destabilisierung Israels war

von Sabine Brandes  19.05.2026