Medienbericht

Irans Präsident soll Ayatollah gebeten haben, Israel nicht anzugreifen

Chamenei und Peseschkian am Sarg des Hamas-Chefs Ismail Haniyeh Foto: picture alliance / Anadolu

Beginnen die Abschreckungsmaßnahmen der USA und Israels zu wirken? Der iranische Präsident Massud Peseschkian soll den obersten Führer des Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, darum gebeten haben, Israel nicht anzugreifen. Das berichtet der regimekritische Nachrichtensender »Iran International« unter Berufung auf Quellen, die mit dem Vorgang vertraut sein sollen.

Demzufolge habe Peseschkian gewarnt, dass ein israelischer Gegenangriff der iranischen Wirtschaft und Infrastruktur schweren Schaden zufügen und sogar zum Zusammenbruch des Landes führen könnte. Chamenei habe während des Plädoyers seines Präsidenten nicht durchblicken lassen, wie er auf den Vorschlag reagieren werde.

Nach der Tötung des Hamas-Chefs Ismail Haniyeh in Teheran vergangene Woche, hatten sowohl das Mullah-Regimes als auch die Terroristen selbst Israel beschuldigt und Rache geschworen. Seitdem bereitet sich Israel auf einen möglichen Angriff vor und versucht ihn gleichzeitig mit klaren Botschaften zu verhindern. »Wir werden reagieren und einen hohen Preis für jeden Akt der Aggression gegen uns zahlen, egal von welchem Schauplatz aus«, sagte etwa Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Verteidigungsminister Joav Galant betonte während des Besuchs einer Kommandozentrale der israelischen Armee, dass sie sich auf alle Möglichkeiten vorbereiten müsse, auch auf einen »schnellen Übergang zur Offensive«.

Die Vereinigten Staaten hatten in den vergangenen Tagen immer wieder deutlich gemacht, dass sie im Falle eines Angriffs »eisern« zu ihrem Verbündeten Israel stehen würden und zusätzliche Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Region verlegt. ja

Jerusalem

Ein toter Israeli bei Terroranschlag im Westjordanland

Kurz vor Beginn von Jom Kippur kommt es zu zwei Terroranschlägen im von Israel besetzten Westjordanland. Ein israelischer Zivilist und einer der angreifenden Palästinenser werden getötet

 20.09.2026

Jerusalem

Präsident Herzog begnadigt verurteilten Ex-Soldaten Elor Asaria

Israels Präsident lässt einen Strafregistereintrag des ehemaligen Soldaten löschen, der 2016 einen am Boden liegenden, palästinensischen Attentäter tötete. Die israelische Armee war laut Berichten dagegen

 20.09.2026

Kommentar

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz der Linkspartei mit radikalen Muslimen - und vermisst das Berlin, in dem sie aufgewachsen ist

von Dorothea Schupelius  20.09.2026

Es braucht eine Brandmauer gegen die Linkspartei

Wenn Rassismus von rechts für Regierungsverantwortung disqualifiziert – warum sollte Antisemitismus von links weniger schwer wiegen?

von Nelly Eliasberg  20.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Berliner Linke nennen Hamas-Massaker »Widerstand«

In einer Sitzung wurde die Forderung nach einer »vollen politischen und materiellen Unterstützung des palästinensischen Widerstands in all seinen Formen« erhoben. Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs

 19.09.2026 Aktualisiert

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Jerusalem

NGO Monitor: Umbenennungen sollen Sanktionen gegen Terror-Verbindungen umgehen

Betroffen sind vor allem Organisationen, denen Verbindungen zur Hamas oder zur PFLP vorgeworfen werden. Was bedeutet dies für die Wirksamkeit von Sanktionssystemen?

 18.09.2026

Social Media

Nach weltweiten viralen Song: Hasswelle gegen israelische Band Temper City

Der Song der israelischen Band wird zum Welthit – bis die Herkunft der Musiker bekannt wird. Dann beginnt im Netz der Boykott

von Sabine Brandes  18.09.2026

Luftfahrt

SAS streicht geplante Direktflüge zwischen Kopenhagen und Tel Aviv

Welche Begründung liefert die skandinawische Fluglinie für ihren Kurswechsel?

 18.09.2026