Medienbericht

Irans Präsident soll Ayatollah gebeten haben, Israel nicht anzugreifen

Chamenei und Peseschkian am Sarg des Hamas-Chefs Ismail Haniyeh Foto: picture alliance / Anadolu

Beginnen die Abschreckungsmaßnahmen der USA und Israels zu wirken? Der iranische Präsident Massud Peseschkian soll den obersten Führer des Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, darum gebeten haben, Israel nicht anzugreifen. Das berichtet der regimekritische Nachrichtensender »Iran International« unter Berufung auf Quellen, die mit dem Vorgang vertraut sein sollen.

Demzufolge habe Peseschkian gewarnt, dass ein israelischer Gegenangriff der iranischen Wirtschaft und Infrastruktur schweren Schaden zufügen und sogar zum Zusammenbruch des Landes führen könnte. Chamenei habe während des Plädoyers seines Präsidenten nicht durchblicken lassen, wie er auf den Vorschlag reagieren werde.

Nach der Tötung des Hamas-Chefs Ismail Haniyeh in Teheran vergangene Woche, hatten sowohl das Mullah-Regimes als auch die Terroristen selbst Israel beschuldigt und Rache geschworen. Seitdem bereitet sich Israel auf einen möglichen Angriff vor und versucht ihn gleichzeitig mit klaren Botschaften zu verhindern. »Wir werden reagieren und einen hohen Preis für jeden Akt der Aggression gegen uns zahlen, egal von welchem Schauplatz aus«, sagte etwa Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Verteidigungsminister Joav Galant betonte während des Besuchs einer Kommandozentrale der israelischen Armee, dass sie sich auf alle Möglichkeiten vorbereiten müsse, auch auf einen »schnellen Übergang zur Offensive«.

Die Vereinigten Staaten hatten in den vergangenen Tagen immer wieder deutlich gemacht, dass sie im Falle eines Angriffs »eisern« zu ihrem Verbündeten Israel stehen würden und zusätzliche Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Region verlegt. ja

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026 Aktualisiert