Gaza

IDF befehlen Evakuierung von Teilen der Stadt Khan Younis

In Deir al-Balah warten Kinder auf eine Süßigkeitenverteilung. Der Osten der Stadt muss wegen Terroraktivitäten evakuiert werden. Foto: picture alliance / Anadolu

Die israelischen Streitkräfte (IDF) beabsichtigen erneut, gegen den palästinensischen Terror in der Stadt Khan Younis im südlichen Gazastreifen und in der Ortschaft Deir al-Balah in der Mitte des Küstenstreifens vorzugehen, wie aus israelischen Medienberichten hervorgeht.

Eine von den IDF eingerichtete, humanitäre Zone für Zivilisten wurde zeitweilig verkleinert, um die Bewohner zu schützen. Israels Armee warf arabischsprachige Flugblätter mit der Anordnung aus Flugzeugen ab, verschickte SMS-Nachrichten, strahlte Nachrichten über elektronische Medien aus und tätigte Anrufe, um die Bewohner der betroffenen Städte erreichen und warnen zu können.

Die Anordnung zur Evakuierung betrifft Zivilisten im Norden von Khan Younis und im Osten von Deir al-Balah.

Verlegte Terror-Infrastruktur

»Aufgrund von Terrorakten, einem Missbrauch der humanitären Zone für terroristischer Aktivität und den Abschuss von Raketen aus dem Norden von Khan Younis in Richtung Israel ist es gefährlich geworden, in der Gegend zu bleiben«, hieß es von den Streitkräften, die die Bewohner auf diese Weise schützen wollen.

Die »Times of Israel« schreiben, das Militär habe »präzise Geheimdienstinformationen« erhalten, denen zufolge die Hamas Terror-Infrastruktur in die humanitäre Zone verlegt hat.

Laut IDF ist die Evakuierung temporär. Sie gelte, solange das Militär mit Gewalt gegen palästinensische Terrororganisationen in den benannten Gegenden vorgehen müsse. Während die Streitkräfte bereits mehrfach gegen Terroristen in Khan Younis vorgingen, war dies in Deir al-Balah bisher eher nicht der Fall.

Krankenhäuser in den Abschnitten, in denen die Evakuierungsorder gilt, sind von der Anordnung ausgenommen. im

Jerusalem

Netanjahu: Israel hat iranische Bombe verhindert

Israels Premier bezeichnete den Angriff auf den Iran als »größte Luftoperation« in der Geschichte des Landes

 22.06.2026

Bildung

Israel setzt auf Künstliche Intelligenz im Englischunterricht

Der Start des Programms fällt in eine Phase, in der die Schulen des jüdischen Staates mit erheblichen Problemen beim Sprachenunterricht kämpfen

 22.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Süd-Libanon

Israelische Armee entdeckt Hisbollah-Tunnel mit Raketenstellungen

Die Raketenschächte sind durch Luftangriffe nur schwer oder gar nicht vollständig zerstörbar, so die IDF. Die Terroristen hätten den Tunnel für unterschiedliche operative Zwecke genutzt

 22.06.2026

Absichtserklärung

Trumps Frieden – Irans Sieg

Während der US-Präsident das Memorandum mit Teheran als Durchbruch feiert, warnen Experten in Israel vor Zugeständnissen bei der Atomfrage und im Libanon

von Sabine Brandes  21.06.2026

Jerusalem

Umfrage: 92 Prozent der Israelis sehen Iran als Kriegssieger

Nur wenige Israelis halten die Kriegsführung ihrer Regierung für erfolgreich. Die Mehrheit sieht eine geschwächte Sicherheit und unerreichte Ziele.

 21.06.2026

Jerusalem

Israel lehnt Einschränkungen im Kampf gegen Hisbollah ab

Verteidigungsminister Israel Katz kündigt an, dass die israelische Armee auch weiterhin »Maßnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen« im Südlibanon ergreifen könne

 21.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Safed

Festgenommene Hisbollah-Terroristen in zivilem Krankenhaus in Nordisrael behandelt

Im Ziv Medical Center in Safed waren die libanesischen Patienten einem Zeitungsbericht zufolge gefesselt und wurden rund um die Uhr von Soldaten bewacht

 19.06.2026