Gaza

IDF befehlen Evakuierung von Teilen der Stadt Khan Younis

In Deir al-Balah warten Kinder auf eine Süßigkeitenverteilung. Der Osten der Stadt muss wegen Terroraktivitäten evakuiert werden. Foto: picture alliance / Anadolu

Die israelischen Streitkräfte (IDF) beabsichtigen erneut, gegen den palästinensischen Terror in der Stadt Khan Younis im südlichen Gazastreifen und in der Ortschaft Deir al-Balah in der Mitte des Küstenstreifens vorzugehen, wie aus israelischen Medienberichten hervorgeht.

Eine von den IDF eingerichtete, humanitäre Zone für Zivilisten wurde zeitweilig verkleinert, um die Bewohner zu schützen. Israels Armee warf arabischsprachige Flugblätter mit der Anordnung aus Flugzeugen ab, verschickte SMS-Nachrichten, strahlte Nachrichten über elektronische Medien aus und tätigte Anrufe, um die Bewohner der betroffenen Städte erreichen und warnen zu können.

Die Anordnung zur Evakuierung betrifft Zivilisten im Norden von Khan Younis und im Osten von Deir al-Balah.

Verlegte Terror-Infrastruktur

»Aufgrund von Terrorakten, einem Missbrauch der humanitären Zone für terroristischer Aktivität und den Abschuss von Raketen aus dem Norden von Khan Younis in Richtung Israel ist es gefährlich geworden, in der Gegend zu bleiben«, hieß es von den Streitkräften, die die Bewohner auf diese Weise schützen wollen.

Die »Times of Israel« schreiben, das Militär habe »präzise Geheimdienstinformationen« erhalten, denen zufolge die Hamas Terror-Infrastruktur in die humanitäre Zone verlegt hat.

Laut IDF ist die Evakuierung temporär. Sie gelte, solange das Militär mit Gewalt gegen palästinensische Terrororganisationen in den benannten Gegenden vorgehen müsse. Während die Streitkräfte bereits mehrfach gegen Terroristen in Khan Younis vorgingen, war dies in Deir al-Balah bisher eher nicht der Fall.

Krankenhäuser in den Abschnitten, in denen die Evakuierungsorder gilt, sind von der Anordnung ausgenommen. im

Hintergrund

Kampf um den mächtigen Sessel

Ohana raus, Lapid rein? Die Opposition will den Knessetpräsidenten austauschen. Es geht um weit mehr als einen repräsentativen Posten

von Sabine Brandes  02.11.2026

Regierungsbildung in Israel

Präsident Herzog will erst mit kleinen Parteien sprechen

Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch mit den Konsultationen zur Regierungsbildung

 02.11.2026

Wirtschaft

Wahlkater an der Börse

Die Hoffnung auf einen politischen Wandel in Israel ließen Aktien und Schekel zunächst steigen. Doch das Ergebnis schürt die Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.11.2026

Wahlen

»Wie schwarz muss eine Seele sein …«

Rechte Demonstranten machen am Sonntagabend bei einem Protest vor dem Wohnhaus des Politikers Gadi Eisenkot den Tod seines Sohn zum Gegenstand der Hetze

von Sabine Brandes  02.11.2026

Westbank

Israels Armee zieht aus Hebron ab

Elf Tage nach Beginn des Anti-Terror-Einsatzes haben sich die israelischen Truppen zurückgezogen

 02.11.2026

Krieg

Tanker im Persischen Golf attackiert

Die Golfregion ist für Tanker und Frachtschiffe weiterhin gefährlich. Erneut wird ein Tanker angegriffen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  02.11.2026 Aktualisiert

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026