Gaza

IDF befehlen Evakuierung von Teilen der Stadt Khan Younis

In Deir al-Balah warten Kinder auf eine Süßigkeitenverteilung. Der Osten der Stadt muss wegen Terroraktivitäten evakuiert werden. Foto: picture alliance / Anadolu

Die israelischen Streitkräfte (IDF) beabsichtigen erneut, gegen den palästinensischen Terror in der Stadt Khan Younis im südlichen Gazastreifen und in der Ortschaft Deir al-Balah in der Mitte des Küstenstreifens vorzugehen, wie aus israelischen Medienberichten hervorgeht.

Eine von den IDF eingerichtete, humanitäre Zone für Zivilisten wurde zeitweilig verkleinert, um die Bewohner zu schützen. Israels Armee warf arabischsprachige Flugblätter mit der Anordnung aus Flugzeugen ab, verschickte SMS-Nachrichten, strahlte Nachrichten über elektronische Medien aus und tätigte Anrufe, um die Bewohner der betroffenen Städte erreichen und warnen zu können.

Die Anordnung zur Evakuierung betrifft Zivilisten im Norden von Khan Younis und im Osten von Deir al-Balah.

Verlegte Terror-Infrastruktur

»Aufgrund von Terrorakten, einem Missbrauch der humanitären Zone für terroristischer Aktivität und den Abschuss von Raketen aus dem Norden von Khan Younis in Richtung Israel ist es gefährlich geworden, in der Gegend zu bleiben«, hieß es von den Streitkräften, die die Bewohner auf diese Weise schützen wollen.

Die »Times of Israel« schreiben, das Militär habe »präzise Geheimdienstinformationen« erhalten, denen zufolge die Hamas Terror-Infrastruktur in die humanitäre Zone verlegt hat.

Laut IDF ist die Evakuierung temporär. Sie gelte, solange das Militär mit Gewalt gegen palästinensische Terrororganisationen in den benannten Gegenden vorgehen müsse. Während die Streitkräfte bereits mehrfach gegen Terroristen in Khan Younis vorgingen, war dies in Deir al-Balah bisher eher nicht der Fall.

Krankenhäuser in den Abschnitten, in denen die Evakuierungsorder gilt, sind von der Anordnung ausgenommen. im

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Für den frischgebackenen Leiter des ARD-Studios Nairobi ist die »Jüdische Allgemeine« ein Propaganda-Sprachrohr der israelischen Regierung. Eine Entgegnung

von Michael Thaidigsmann  29.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026

Reisen

(Fast) freie Startbahn für den Sommer

Mehr als 200.000 Flugtickets hätten storniert werden müssen, weil am Flughafen Ben Gurion noch immer amerikanische Militärflieger parken. Jetzt gibt es eine Einigung

von Sabine Brandes  29.06.2026

Nahost

Israel greift Ziele in Südsyrien an

Die Armee hat nach eigenen Angaben »mehrere bewaffnete Terroristen« getötet

 29.06.2026

Südlibanon

Israelische Armee zerstört massiven Hisbollah-Tunnel

Der 25 Meter tiefe und 200 Meter lange Tunnel soll nur 10 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt gewesen sein

 29.06.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  28.06.2026

Interview

»Es braucht eine umfassende Kampagne«

Der israelische Diplomat Akiva Tor beklagt, dass das angeschlagene Image seines Landes die nationale Sicherheit des jüdischen Staates gefährdet

von Sabine Brandes  27.06.2026