Israel

Identifizierung der Geisel-Leichen könnte dauern

Gesundheitsminister Uriel Busso Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Die Identifizierung der sterblichen Überreste nach deren Übergabe durch die palästinensische Terrorgruppe Hamas am Donnerstag könnte israelischen Berichten zufolge einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Dauer des Prozesses hänge auch vom Zustand der Leichen ab, meldeten mehrere Medien unter Berufung auf Gesundheitsminister Uriel Busso. Er betonte demnach, dass Israel auch die Todesursachen ermitteln wolle.

Am Dienstag hatten die Terroristen aus Gaza mitgeteilt, am Donnerstag vier Geisel-Leichen an Israel übergeben zu wollen. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte ein solches Vorgehen zuvor gefordert. Es bestätigte die Vereinbarung mit der Hamas.

Lesen Sie auch

Im Gegenzug wird Israel Berichten zufolge alle Frauen und Minderjährigen freilassen, die seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 festgenommen wurden und die nicht am bewaffneten Kampf gegen Israel beteiligt gewesen sein sollen.

Shiri, Kfir und Ariel Bibas

Der Hamas zufolge sollen unter den Toten Shiri Bibas und ihre kleinen Söhne Kfir und Ariel sein. Alle drei haben auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Israel bestätigte ihren Tod nicht.

Vier weitere Leichen sollen laut Hamas in der sechsten Woche der Waffenruhe übergeben werden. Zudem sollen am Samstag sechs weitere Geiseln im Rahmen des Abkommens zwischen Israel und den Aggressoren der Hamas, die den Krieg mit ihren Massakern und Verschleppungen am 7. Oktober 2023 begannen, freikommen. dpa/ja

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026 Aktualisiert