Radsport

Hugo Houle vom Team Israel-Premier Tech widmet Sieg totem Bruder

Emotionaler Sieg auf der 16. Etappe Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Im Moment seines größten Erfolges war Hugo Houle in Gedanken nur bei einem - seinem Bruder Pierrick. Nach seiner Alleinfahrt mit dem emotionalen Sieg auf der 16. Etappe der 109. Tour de France reckte der 31-jährige Kanadier seinen rechten Zeigefinger gen Himmel, ehe ihm beim Siegerinterview die Tränen kamen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Ich hatte einen Traum, eine Etappe für meinen toten Bruder zu gewinnen. Das ist für ihn, darauf habe ich Jahre gewartet. Es bedeutet mir viel«, sagte Houle sichtlich bewegt.

Für Houle war es auch der erste Sieg als Radprofi überhaupt und der erste Erfolg eines Kanadiers beim bedeutendsten Radrennen der Welt seit 34 Jahren, als Steve Bauer gewann. »Ich habe noch nie ein Rennen gewonnen, es ist der perfekte Ort für einen Sieg«, sagte Houle.

Aber vor allem war es für ihn eine Herzensangelegenheit mit großem symbolischen Wert. Als Kinder hatten er und sein jüngerer Bruder jedes Jahr die Tour verfolgt, jeden Tag. »Wir haben den Sommer zusammen damit verbracht, uns die Tour de France anzuschauen«, hatte Houle vor dem Tourstart erzählt. »Als wir jünger waren, lebten wir in einem kleinen Dorf und es gab nicht viel zu tun, aber wir waren glücklich, als die Tour kam.«

Doch dann veränderte ein Moment während der Weihnachtstage 2012 alles. Sein Bruder, der eine Polizeiausbildung absolvierte, ging joggen, als er von einem betrunkenen Autofahrer angefahren und getötet wurde. Als er nicht nach Hause kam, suchte Houle ihn und fand ihn allein auf der Straße liegen - der Täter hatte Fahrerflucht begangen. »Ich würde sagen, am Anfang hat es mich mehr zerstört. Aber heute sehe ich es so, dass es mich antreibt, weiter hart zu trainieren, um das zu erreichen«, sagte Houle.

Sein Bruder habe nie die Gelegenheit gehabt, nach Europa zu kommen und die Tour live zu verfolgen. »Für mich ist es schlimm, dass er das alles nie sehen konnte. Deshalb möchte ich das unbedingt erreichen, bevor ich aufhöre«, sagte Houle. Jetzt ist sein großer Lebenstraum Wirklichkeit geworden.

Terror

Hisbollah greift Israel an: Mehrere Soldaten verletzt

Im Norden des jüdischen Staates werden zwei Soldaten in Krankenhäuser gebracht. Einer von ihnen ist schwer verwundet. Ein weiterer Soldat wird im Süd-Libanon getroffen

 08.05.2026

Vorwurf

»Kult-Rabbi« aus Meron verhaftet

Ein Gemeindeführer der Breslov-chassidischen Bewegung soll seine Autorität für sexuelle Übergriffe missbraucht haben

von Sabine Brandes  08.05.2026

Gesellschaft

Regierung will Rückkehrrecht ändern

Entsprechend des Entwurfs sollen künftig nur noch orthodoxe Übertritte zum Judentum anerkannt werden

von Sabine Brandes  08.05.2026

Tel Aviv

Erster Hantavirus-Fall in Israel registriert

Die betroffene Person soll sich vor mehreren Monaten während eines Aufenthalts in Osteuropa angesteckt haben

 08.05.2026

Jerusalem

Bennett verklagt Ministerin und Fernsehsender wegen Behauptungen über psychische Erkrankung

Der Oppositionspolitiker fordert laut israelischen Medienberichten Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Schekel (0,59 Millionen Euro)

 08.05.2026

Jerusalem/Washington D.C./Ankara

Israel und USA wollen neue Gaza-Flottille stoppen, bitten Türkei um Hilfe

Konkret geht es demnach um 15 Boote, die sich in türkischen Häfen befinden und Teil der sogenannten »Global Sumud Flotilla« werden sollen

 08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Tel Aviv

Sirenen und Schlagzeilen

Unsere Israel-Korrespondentin Sabine Brandes über das Arbeiten im Ausnahmezustand

von Sabine Brandes  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026