Sukkot

Hütten und Heißluftballons

Vorbereitungen zu Sukkot Foto: Flash 90

Es ist die Woche, die Kinder in Israel am meisten lieben: Sukkot ist da. Und mit dem Fest tauchen die Laubhütten an jeder Ecke des Landes auf. Ob mit viel Fantasie und handwerklichem Geschick selbst gebaute oder fertige aus dem Baumarkt: Sieben Tage lang sitzen die Juden in Israel in den provisorischen Hütten mit den Palmdächern und lassen sich Köstlichkeiten der Ernte schmecken.

Schon seit Tagen basteln Kinder die schönsten Dekorationen, mit Vorliebe lange Ketten aus buntem Papier, hängen Granatäpfel und andere Früchte an die Wände. Die Großen sind auf speziellen »Vier- Arten-Märkten« unterwegs, auf der Suche nach dem perfekten Etrog, Lulaw, Arawa und Hadass. Die buckelige Zitrusfrucht, der Palmzweig, Weide und Myrte gehören traditionell zum Fest. Sind die perfekten gefunden, werden sie jeden Tag entsprechend des alten Brauches in alle vier Himmelsrichtungen sowie nach unten und oben geschüttelt.

Unfälle Doch so schön die Zeit in den Sukkas auch ist, die Vorbereitungen sind nicht immer ungefährlich. Der Rettungsdienst Magen David Adom berichtet von mehreren Unfällen, bei denen Menschen beim Aufbau der Sukka von Leitern stürzten. In der vergangenen Woche bereits fiel ein 30-Jähriger aus zwei Metern Höhe und erlitt Kopfverletzungen. Außerdem sind die Blätter der Palmzweige, mit denen die Dächer gebaut werden, spitz wie Dornen. »Beim Bauen also unbedingt dicke Handschuhe anziehen«, rät Magen David Adom.

Die größte Laubhütte steht wie jedes Jahr in Jerusalem. In der Sukka an der Präsidentenresidenz in der Hanassi-Straße lädt Schimon Peres seine Landsleute ein, ihn zu besuchen. Besucher erhalten ein kühles Getränk und die Möglichkeit, sich mit dem Präsidenten fotografieren zu lassen, so sie denn Geduld beim Anstehen haben.

Da in Israel in der Sukkotwoche Schulferien sind, haben die Familien viel Zeit, Ausflüge zu unternehmen. Neben vielen festlichen Veranstaltungen rund um das Fest können im Norden und Süden Besucher bei zwei Heißluftfestivals in die Luft gehen – und die Laubhütten von oben bestaunen.

22. Makkabiade

Zusammenstehen - mehr denn je

Tausende Athletinnen und Athleten aus aller Welt feiern bei der Eröffnung in Jerusalem jüdische Identität, Sport und Solidarität – gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

»Hab viel Spaß in der Hölle, du Hurensohn!«

Die ehemalige deutsch-israelische Geisel Rom Braslavski reagiert auf die Tötung ihres Peinigers. Ein Moment, der für ihn mehr als Rache ist

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nahost

Hat ein Tadschike für den Iran Ziele in Israel ausgespäht?

Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. Er soll für Teheran Orte in Israel ausspioniert und weitere Spione angeworben haben

 02.07.2026

Interview

»Klimaanlagen sind Pflicht«

Keren Agay-Shay erklärt, warum extrem heiße Sommer mehr sind als ein Wetterphänomen – und welche Maßnahmen Leben retten können

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nachrichten

Umwelt, Anerkennung, Bücher

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  02.07.2026

1000 Tage

Tausende Stimmen gegen das Vergessen

Die Hebräische Universität und Edut 710 schaffen ein KI-gestütztes Archiv, das die Zeugnisse des 7. Oktober bewahrt

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

5800 Juden wollen in diesem Sommer Alija machen

Das Interesse, nach Israel überzusiedeln, ist ungebrochen groß: Im Juli und August werden zahlreiche Neubürger erwartet, vor allem aus Frankreich und den USA

 02.07.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Sensationsfund in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  02.07.2026

Zeitgeschichte

Entebbe und kein Ende

Der Historiker Jan Gerber zeigt in seinem neuen Buch, wie aus dem Antizionismus der 68er-Generation radikale antisemitische Praxis wurde

von Ralf Balke  02.07.2026