Nachrichten

Hilfe, Affen, Posten

Demonstration der Armeeveteranen Foto: Flash 90

Hilfe
Hunderte von in Kämpfen verwundeten und behinderten Armeeveteranen haben sich gemeinsam mit ihren Familien vor der Knesset versammelt und Straßen in Jerusalem blockiert. Damit protestierten sie gegen die ihrer Meinung nach unzureichende Unterstützung für ihre Anliegen. Der Veteran Itzik Saidyan hatte das Thema in den Fokus gerückt, als er sich vor einigen Wochen selbst anzündete. Er litt nach der Gaza-Operation von 2019 unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Der 26-Jährige wird noch immer im Krankenhaus behandelt. Die Demonstranten forderten unter anderem die Implementierung des Plans »One Soul«, der eine Reform in der Behandlung von verwundeten ehemaligen Soldaten bringen soll. Der Plan, heißt es vonseiten der Regierung, wird »aus Budgetgründen« noch nicht umgesetzt.

Affen
Affenliebe im Zoo von Jerusalem: Nachdem eine von zwei schwangeren Java-Languren-Damen ein Baby bekommen hatte, übernahm die andere die Mutterpflichten. Der Tierpfleger war davon ausgegangen, dass die dunkelfarbige Äffin Liz die Mutter des Neuzugangs war, da nur sie Anzeichen einer Schwangerschaft gezeigt hatte. Doch die echte Mama sei das Languren-Äffchen Saffron mit dem goldgelben Fell gewesen, berichtete der Zoo anschließend. Eifersüchteleien gab es aber keine. Mittlerweile sind beide Affenbabys gesund und munter zur Welt gekommen, die Mamas wechseln sich bei den Aufgaben ab.

Geld
Der Computerchiphersteller Intel will weitere 600 Millionen US-Dollar in seine israelischen Betriebe investieren. Das verkündete Geschäftsführer Pat Gelsinger, als er Israel in der vergangenen Woche besuchte. Er kam auch mit Regierungsvertretern zusammen und sagte, er sehe »eine strahlende Zukunft für Intel und Israel für die nächsten Jahrzehnte«. Die neue Zusage kommt zwei Jahre nach der Bestätigung, dass Intel zehn Milliarden Dollar in eine Chipfabrik in der südlichen Stadt Kiriat Gat investieren will. Hier sollen 6000 neue Jobs geschaffen werden. In der israelischen Peripherie werden diese Arbeitsplätze dringend benötigt.

Posten
Amir Peretz, ehemaliger Vorsitzender der Arbeitspartei und Noch-Wirtschaftsminister, hat sich entschlossen, aus dem Rennen um den Präsidentenposten auszusteigen. Peretz ist seit Jahrzehnten in der israelischen Politik ein bekannter Name. Doch jetzt hat der 69-Jährige vor, in den Ruhestand zu gehen. Damit sind nur noch zwei Kandidaten im Rennen um das höchste Amt im Staat: Isaac Herzog, momentan Vorsitzender der Jewish Agency, und Miriam Peretz, Lehrerin und Aktivistin, deren beide Söhne in Kriegen der Armee gefallen sind. Herzog ist der Sohn von Israels sechstem Präsidenten Chaim Herzog. Die Amtszeit von Reuven Rivlin, derzeitiger Präsident, wird im Juli dieses Jahres enden. Das neue Staatsoberhaupt wird alle sieben Jahre in einer geheimen Wahl in der Knesset bestimmt.

Lampe
Eine Öllampe mit kuriosem Aussehen wurde von Archäologen in der Jerusalemer Davidstadt gefunden. Das Artefakt soll aus der Zeit der Zerstörung des Zweiten Tempels stammen und somit rund 2000 Jahre alt sein. Die Lampe aus Bronze zeigt ein halbes Gesicht oder eine Maske. Sie wurde wahrscheinlich als sogenannte Fundament-Gabe genutzt. In der Antike waren Glücksbringer, die ins Fundament von Bauten eingearbeitet wurden, üblich, um die Bewohner des neuen Gebäudes zu schützen. »Die Gabe dieser Lampe könnte auf die Bedeutsamkeit des Hauses hindeuten«, erläuterten die Archäologen Yuval Baruch und Ari Levy von der Altertumsbehörde.

Pass
Das Gesundheitsministerium hat die Gültigkeit des grünen Gesundheitspasses verlängert. Die Impfzertifikate sollen nun über das Jahr 2021 hinaus gelten. Sie werden an geimpfte Personen oder jene, die von Covid-19 genesen sind, ausgegeben. Grund dafür, so Gesundheitsminister Yuli Edelstein, sei die weiter sinkende Morbidität, »und die Tatsache, dass uns das Vakzin mindestens bis zum Ende des Jahres schützen wird«. Allerdings, gab er zu bedenken, wisse man noch nicht, inwieweit die Vakzine gegen die Varianten des Coronavirus aus verschiedenen Teilen der Erde wirken.

Nahost

Israelische Kampfjets fliegen bis an iranische Grenze – Sorge vor Eskalation vor der Wahl

Was passierte im Luftraum über Syrien und dem Irak und warum?

 22.10.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Alle Feinde Israels wollen, dass ich verliere«

Der israelische Ministerpräsident wirft Iran und verbündeten Gruppen vor, die bevorstehende Wahl beeinflussen zu wollen

 22.10.2026

Gaza/Jerusalem

Hamas droht mit neuem Angriff nach dem Muster des 7. Oktober

Die palästinensische Terrororganisation soll Israel über einen UN-Vermittler mit einem weiteren Massaker gedroht haben. Die Warnung bezieht sich auf mögliche Anschläge in Israel und im Ausland

 22.10.2026

Israel

Knessetwahl: Soldaten können bereits abstimmen

In weniger als einer Woche wählt Israel ein neues Parlament. Bereits jetzt dürfen Soldaten die Wahlkabinen betreten - diese werden ihnen bis in den Libanon und nach Syrien gebracht

 21.10.2026

New York/Gaza

Frühere Lehrerin aus Gaza warnt vor Judenhass an UNRWA-Schulen

Die Pädagogin sagt, die ideologische Indoktrinierung palästinensischer Kinder könne den Nährboden für ein weiteres Massaker wie das vom 7. Oktober 2023 schaffen

 21.10.2026

Jerusalem

Netanjahu nennt Sturz der iranischen Führung als Ziel

»Ich bin entschlossen, die Aufgabe zu Ende zu bringen«, sagt der israelische Regierungschef

 21.10.2026

Gaza

Israel tötet Hamas-Terroristen, der Shani Louk verschleppte

Tamer Mohammad Ibrahim al-Sabbagh war das letzte lebende Mitglied der Hamas-Zelle, die am 7. Oktober 2023 die deutsch-israelische Geisel entführte

 21.10.2026

Sicherheit

Nach Ausschreitungen: Israel rechnet mit vermehrter Einwanderung von Juden aus Frankreich

Die Hintergründe

 21.10.2026

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026