Terror

Hamas droht mit Ermordung von Geiseln

Hamas-Terroristen Mitte Januar in Gaza Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Hamas droht mit der Tötung von Geiseln, falls die israelische Armee die Kämpfe im Gazastreifen wieder aufnehmen sollte. »Jegliche Eskalation der Aggression« gegen das palästinensische Volk werde zur Tötung einer Reihe der Entführten führen, sagte der Sprecher der palästinensischen Terrororganisation Abu Obeida in einer Videoansprache.

Hamas-Terroristen im Gazastreifen halten nach israelischen Informationen noch 24 Geiseln und 35 Leichen von Verschleppten im Gazastreifen fest. Unter den noch lebenden Entführten ist israelischen Angaben zufolge auch ein junger Soldat, der neben der israelischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Zudem werden ein Thailänder sowie die Leichen mehrerer weiterer Ausländer festgehalten.

Die bisher freigelassenen Geiseln haben von Hunger, Misshandlungen und brutaler Folter in der Gewalt der Hamas und anderer Islamisten berichtet. Die Familien der Entführten befürchten, dass die Zeit für die noch lebenden Geiseln bald abläuft.

»Keine so gute Alternative«

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sagte in Washington D.C., er hoffe, die Situation werde in Verhandlungen gelöst werden können. »Falls der Dialog nicht funktioniert, dann ist die Alternative für die Hamas keine so gute Alternative«, sagte er zu Reportern.

Witkoff deutete dabei ein mögliches gemeinsames Vorgehen der USA und Israels gegen die Hamas an, sollte die Terrorgruppe nicht alle Geiseln freilassen. »Ich denke, es werden einige Maßnahmen ergriffen«, sagte Witkoff vor dem Weißen Haus. »Das könnte gemeinsam mit den Israelis geschehen.«

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Die Hamas habe die Möglichkeit, »vernünftig zu handeln, das Richtige zu tun und dann zu gehen«, fügte Witkoff hinzu. Die Terrororganisation werde den Gazastreifen nicht länger regieren.

Mehere Optionen

Nach Informationen der »Washington Post« waren kürzlich bei Gesprächen zwischen Vertretern der USA und der Hamas in Katar mehrere Optionen erörtert worden, darunter eine zweimonatige Verlängerung der Waffenruhe und eine Wiederaufnahme der humanitären Hilfe für den Gazastreifen im Gegenzug für die Freilassung lebender Geiseln.

Die US-Regierung hat direkte Gespräche mit der Hamas über die Geiseln bestätigt. Frühere US-Regierungen hatten direkte Gespräche mit Terrororganisationen offiziell stets vermieden.

Am vergangenen Wochenende war die erste Phase einer Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas ohne Ergebnis ausgelaufen. Israel hatte daraufhin gedroht, ohne Freilassung weiterer Geiseln werde der Krieg im Gazastreifen gegen den Terror der Hamas von Neuem beginnen. dpa

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