Israel

Haifa will Straße nach Ukraine-Fußballer benennen

Haifa Foto: copyright (c) Flash90 2023

Die nordisraelische Küstenstadt Haifa will die Straße gegenüber dem russischen Konsulat nach einem gefallenen ukrainischen Fußballstar benennen - und sorgt damit, wie lokale Medien melden, für diplomatische Turbulenzen. Der Stadtrat beschloss Anfang Juni, die Straße nach Serhiy Balanchuk umzubenennen.

Er spielte in den späten 90er-Jahren für Maccabi Haifa und wurde 2022 bei Donezk getötet. Gegen die Maßnahme hat sich nicht nur das russische Konsulat mit einer Protestnote gewandt. Auch die Stadt Sankt Petersburg, zu der Haifa eine offizielle Partnerschaft unterhält, legte Protest ein.

Für die Aktion hat sich Berichten zufolge insbesondere Haifas Stadtrat Kirill Keretnik eingesetzt, der vor 13 Jahren aus der Ukraine nach Israel gekommen war und seine ganze Familie nachholte. Der bald nach dem russischen Überfall auf die Ukraine gestartete Straßen-Plan sah ursprünglich vor, die Straße nach Präsident Wolodymyr Selenskyj zu benennen. Dieser Vorschlag wurde aber fallen gelassen.

Demonstrationen Von den rund 280.000 Einwohnern Haifas sind fast ein Viertel russischsprachig. Allein im vergangenen Jahr habe die Stadt Tausende Personen aus Russland wie aus der Ukraine aufgenommen, die aufgrund des Krieges ihre Heimat verließen und nach Israel kamen. Immer wieder kam es zuletzt zu Demonstrationen vor dem russischen Konsulat.

Die Aktion in Haifa kollidiert mit der strikten Neutralitäts-Haltung der israelischen Regierung seit Kriegsbeginn. Auch wenn aus der Bevölkerung immer wieder deutliche Sympathien für die Ukraine zu hören sind, will Israel Moskau nicht verärgern. kna

Waffenstillstands- und Geiselbefreiungsabkommen

Netanjahu bezeichnet Phase 2 als »symbolisch«

Die USA starten den nächsten Schritt in Gaza, obwohl die Hamas die Waffen nicht niedergelegt und die letzte Geisel noch nicht überführt hat

von Sabine Brandes  15.01.2026

Iran

Israelische Experten rechnen mit Fortsetzung der Proteste

Das Mullah-Regime kann die Demonstrationen mit brutaler Gewalt bekämpfen, sei aber außerstande, die tiefergehenden Ursachen der Proteste zu beheben

 15.01.2026

Antisemitismus

Schriftstellerin Funk lebt lieber in Tel Aviv

Künstlerinnen und Künstler aus Israel klagen seit Langem über Schwierigkeiten in Deutschland

 15.01.2026

Naturgewalt

Erdbeben der Stärke 4,2 in Israel

Erstmals wurde das Warnsystem großflächig ausgelöst. Die Erschütterungen waren bis ins Zentrum spürbar

von Sabine Brandes  15.01.2026

Israel Affäre

Katargate hält Israel in Atem

Die Ermittlungen wegen vermeintlicher Zahlungen aus Doha an enge Berater des Premierministers ziehen immer weitere Kreise

von Sabine Brandes  15.01.2026

Israel

Viel Geld für wenig Bildung

Der Oberste Gerichtshof kritisiert die Vergabepraxis von Zahlungen an Schulen der Ultraorthodoxen

von Sabine Brandes  15.01.2026

Luftfahrt

Lufthansa streicht Nachtflüge zum Ben-Gurion-Flughafen

Die Maßnahme gilt zunächst bis Sonntag. Je nach Situation könnten jederzeit weitere Einschränkungen erfolgen

 15.01.2026

Nachrichten

Hamas, Iran, Urteil

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  14.01.2026

Medien

Berichte: Haaretz-Kolumnist hat mehrere Hunderttausend Dollar von Katar erhalten

Die Hintergründe

von Sabine Brandes  14.01.2026