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Gruppe, Gelder, Fotos

Die Bank of Israel hat einen neuen Chef. Der Ökonom Amir Yaron wurde von Präsident Reuven Rivlin zum Vorsitzenden ernannt. Foto: Flash90

Gruppe
»Secret Tel Aviv« ist mittlerweile gar nicht mehr geheim. Die englischsprachige Facebook-Gruppe, die von Restaurant-Tipps über freie Wohnungen bis zu gebrauchten Fahrrädern so ziemlich alles veröffentlicht, ist bei Hunderttausenden beliebt. Jetzt hat sie noch ein neues Mitglied: Mark Zuckerberg ist der Gruppe beigetreten. Zuerst dachten viele, das Profil sei nicht echt, doch sie wurden schnell eines Besseren belehrt. Der Facebook-Gründer schrieb: »Hey, ich freue mich, auf diese Weise mit Tel Aviv verbunden zu sein. Mein letzter Besuch ist wirklich zu lange her. Danke, dass ihr diese Gemeinschaft gegründet habt.« Auf die Frage eines Mitglieds, ob Zuckerberg denn auch das Hummus in der Stadt mag, antwortete der prompt: »Jeder mag Hummus.«

Gelder
Die Ministerien müssen sparen. Insgesamt 22 Milliarden Schekel (etwa 5,2 Milliarden Euro) werden von den verschiedenen Ressorts abgezweigt. Das beschloss das Kabinett am Wochenbeginn. Um mehr Geld für Gehälter bei der Polizei und in Gefängnissen zu haben, hatte das Finanzministerium darum gebeten, zusätzliche Inspektoren für Bauarbeiten einstellen zu können sowie Finanzspritzen an den geschundenen Süden zu überweisen und den Musikwettbewerb Eurovision auszurichten. Die Kürzungen sollen innerhalb von 20 Jahren umgesetzt werden. Dennoch ging die Entscheidung nicht ohne heftige Debatte vonstatten. Erst nach vielen Protesten aus den Ressorts sprach Premierminister Benjamin Netanjahu ein Machtwort und erklärte die Kürzungen für beschlossene Sache.

Hilfe
Ein lokaler palästinensischer Polizeichef ist vom Dienst suspendiert worden. Der Grund: Er hatte israelischen Soldaten geholfen, einen Reifen zu wechseln. Ahmad Abu al-Rub hatte spontan angehalten, als der Jeep der Israelis auf einer Straße im Westjordanland mit einem Platten liegen geblieben war. Das Fahrzeug blockierte die Weiterfahrt für andere Fahrzeuge. Bilder von der Hilfsaktion gingen durch die sozialen Netzwerke, doch nicht jeder klickte auf »Like«. Viele Palästinenser waren erzürnt, weil ein Beamter »den Besatzern hilft«. Die Palästinensische Autonomiebehörde kooperiert zwar in Sachen Sicherheit mit Israel, doch drohte sie oft – vor allem in jüngster Zeit –, diese aufzukündigen. Bislang hat sie ihre Drohung allerdings noch nie in die Tat umgesetzt.

Bank
Die Bank of Israel hat einen neuen Chef. Der Ökonom Amir Yaron wurde von Präsident Reuven Rivlin zum Vorsitzenden ernannt. Yaron erklärte, es sei eine große Ehre, diesen Posten zu halten. »In den vergangenen Jahren haben ihn die besten Wirtschaftsexperten innegehabt.« Er sei sich der großen Verantwortung bewusst, die damit einhergehe, und wolle alles in seiner Macht Stehende tun, damit die israelische Wirtschaft weiterwachse, um die gesamte Bevölkerung davon profitieren zu lassen. »Ich freue mich, nach den Jahren in den USA, in denen ich meine akademische Karriere verfolgt habe, nun nach Israel zurückzukehren. Ich sehe diese Position als Höhepunkt meines Berufslebens an.« Yaron ist derzeit noch Professor für Finanzen und Banking an der University of Pennsylvania.

Fotos
Mehr als 28.000 Fotos aus öffentlichen und privaten Archiven Israels sind jetzt auf Wikimedia Commons für jedermann zugänglich. Die Media-Sharing-Plattform, die zu Wikipedia gehört, veröffentlichte die Bilder, nachdem geklärt war, dass das Urheberrecht verjährt ist. Zu den Schätzen gehören Fotos der jüdischen Siedlungen vor der Staatsgründung, etwa eine Zeremonie der ersten Kampfpiloten von 1939 oder Tora-Unterricht im Freien von 1920 in Jerusalem. Wikimedia hatte für das Projekt spezielle Suchwerkzeuge eingerichtet, die in den ursprünglichen Archiven nach Bildern suchen konnten, deren Rechte erloschen sind. Die Bilder, alle aus den Jahren vor 1947, sind jetzt zusammen mit den bildbezogenen Daten (Metadaten) frei und kostenlos zugänglich.

Beerdigung
Ein muslimischer Mann wird auf einem jüdischen Friedhof beerdigt. Das entschied der aschkenasische Oberrabbiner von Jerusalem, Arie Stern. Verschiedene Verwaltungen muslimischer Friedhöfe hatten sich geweigert, Ala’a Qarasch beizusetzen, ebenso gab es keine Zeremonie in einer Moschee für ihn. Der Grund ist die Vermutung der islamischen Behörden, dass er Grundbesitz in Jerusalem an Juden verkauft habe. Dadurch verliere er seine Zugehörigkeit zum Islam und werde als »Verräter« behandelt, entschied der Mufti von Jerusalem, Ekrima Said Sabri. Qarasch war bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Als Stern von den Schwierigkeiten der Familie hörte, bot er eine Lösung an. Auf dem Har-HaMenuchot-Friedhof gibt es einen Abschnitt, in dem Menschen ohne religiöse Zugehörigkeit beerdigt werden.

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