Israel

Großer Andrang in Taba

Schlangestehen am Grenzübergang Foto: Flash90

Tausende Israelis haben zu Beginn der Pessach-Zwischentage darauf gewartet, die Grenze zum Sinai zu passieren. Laut der israelischen Tageszeitung »Haaretz« trafen am vergangenen Sonntag Tausende Pessach-Urlauber am israelisch-ägyptischen Grenzübergang Taba südlich von Eilat ein. An der Grenzabfertigung bildeten sich bei der Ausreise aus Israel lange Schlangen. Auch bei der Einreise nach Israel kam es zu langen Wartezeiten.

Grund dafür sind die begrenzten Öffnungszeiten: Vor der Pandemie war der Übergang 24 Stunden geöffnet. 2020 war er zeitweise geschlossen, 2021 wurde er acht Stunden mit einer Obergrenze von 300 Reisenden pro Tag geöffnet. 2022 wurde die Öffnungszeit auf zwölf Stunden pro Tag, von 8 bis 20 Uhr, ausgedehnt. Wegen Personalmangels können die Öffnungszeiten nicht darüber hinaus verlängert werden, hieß es seitens der israelischen Flughafenbehörde (IAA), die auch die israelischen Landübergänge betreibt.

Wegen Personalmangels können die Öffnungszeiten an der Grenze nicht verlängert werden.

Nach IAA-Angaben waren am Sonntag mehr als 5.000 Menschen am Grenzübergang nach Ägypten erwartet worden. Es wurde zusätzliches Personal eingesetzt. »Beide Seiten des Grenzübergangs waren den ganzen Vormittag überfüllt«, berichtete die Behörde und empfahl Reisenden, in den Mittagsstunden am Grenzübergang anzukommen.

NACHFRAGE Es wird erwartet, dass der Andrang anhält. Im März hatte die IAA eine erhöhte Nachfrage nach Urlaub im Sinai während der Pessach-Feiertage vermeldet und auf erwartete Verkehrsstaus an Israels Südgrenze hingewiesen. Die Behörde gehe davon aus, dass die Zahl der Israelis, die in dieser Woche die Grenze überqueren, mindestens die Zahl von 2019 erreichen wird, als rund 35.000 Israelis in den Sinai reisten.

Der Verkehr über die Grenze hat sich am Montag deutlich entspannt, doch müssen Urlauber, die kommendes Wochenende nach Israel zurückkehren, mit weiteren Staus rechnen. ksh

Vorwurf

»Kult-Rabbi« aus Meron verhaftet

Ein Gemeindeführer der Breslov-chassidischen Bewegung soll seine Autorität für sexuelle Übergriffe missbraucht haben

von Sabine Brandes  08.05.2026

Gesellschaft

Regierung will Rückkehrrecht ändern

Entsprechend des Entwurfs sollen künftig nur noch orthodoxe Übertritte zum Judentum anerkannt werden

von Sabine Brandes  08.05.2026

Tel Aviv

Erster Hantavirus-Fall in Israel registriert

Die betroffene Person soll sich vor mehreren Monaten während eines Aufenthalts in Osteuropa angesteckt haben

 08.05.2026

Jerusalem

Bennett verklagt Ministerin und Fernsehsender wegen Behauptungen über psychische Erkrankung

Der Oppositionspolitiker fordert laut israelischen Medienberichten Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Schekel (0,59 Millionen Euro)

 08.05.2026

Jerusalem/Washington D.C./Ankara

Israel und USA wollen neue Gaza-Flottille stoppen, bitten Türkei um Hilfe

Konkret geht es demnach um 15 Boote, die sich in türkischen Häfen befinden und Teil der sogenannten »Global Sumud Flotilla« werden sollen

 08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Tel Aviv

Sirenen und Schlagzeilen

Unsere Israel-Korrespondentin Sabine Brandes über das Arbeiten im Ausnahmezustand

von Sabine Brandes  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Essay

Brandbeschleuniger Hass auf Israel: Der Gesetzgeber darf nicht länger wegschauen

Wer auf unseren Straßen »Tod Israel« ruft, kann bislang in der Regel ohne strafrechtliche Konsequenzen bleiben. Das zermürbt die Demokratie

von Volker Beck  07.05.2026