Jerusalem

Große Gala zum 90.

Es war ein Abend voller Liebe. Prominente aus Israel und aller Welt teilten mit Staatspräsident Schimon Peres die Freude über dessen 90. Geburtstag. Der eigentliche Jubeltag ist am 2. August, doch bereits seit Wochen feiert die Nation ihren obersten Repräsentanten, ehemaligen Premierminister und Nobelpreisträger. Am Dienstagabend – zum Auftakt der fünften »Presidential Conference« in Jerusalem – fand die große Gala mit viel Prominenz statt.

Gäste Das Publikum war gespickt mit Berühmtheiten aus Politik und Showbiz, darunter Barbra Streisand, die als Letzte auftrat, Avinu Malkeinu und People sang. »Es hat sich gelohnt, 90 Jahre darauf zu warten, Barbras Stimme zu hören«, sagte Peres. Ebenfalls voller guter Wünsche in Jerusalem waren Sharon Stone, Robert De Niro, Prinz Albert von Monaco und die Führungsriege der israelischen Politik, allen voran Premierminister Benjamin Netanjahu. Doch auch Glückwünsche von jungen Sängern, einem arabischen Jungen, der eine Herztransplantation überstanden hat, und viele Videobotschaften aus aller Welt, darunter von Bundeskanzlerin Angela Merkel, rührten Peres.

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton sprach von der Liebe, die er für den israelischen Präsidenten empfinde und von den vielen Verlusten, die beide gemeinsam erlebt haben. Der Jubilar reflektierte sein Leben, von den Anfängen in Polen, über die Ankunft in Israel bis zu seiner unvergleichlichen politischen Karriere. Dann sprach er von der »Liebe seines Lebens«, seiner Frau Sonia, und betete am Schluss »für den Frieden und die Zukunft, die vor uns liegt«. »U2«-Sänger Bono brachte es auf den Punkt: »Schimon Peres ist ein Geschenk für Israel und die Welt.«

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Wehrdienst oder Gefängnis: Armee stellt Chabad-Studenten vor die Wahl

Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Dutzende Männer aus der Chabad-Lubawitsch-Bewegung festgenommen, als sie aus New York zurückkehrten

 20.10.2026

Tel Aviv

Gloria Gaynor tritt in Israel auf

Nur wenige ausländische Musiker kommen derzeit nach Israel. Die »Queen of Disco« ist eine von ihnen. Was für ein Verhältnis hat sie zum jüdischen Staat?

 20.10.2026

Dubai

»Fly Dubai«-Kapitän schildert Axt-Angriff: »So wollte ich nicht sterben«

»Beim ersten Schlag dachte ich, dass etwas auf meinen Kopf gefallen wäre«, sagt Smit Machchhar drei Wochen nach dem Anfriff

 20.10.2026

Knessetwahl

Gantz zieht die Reißleine

Nach dem Absturz seiner Partei verzichtet der Ex-Generalstabschef auf eine Kandidatur – und wirbt erneut für eine große Einheitsregierung.

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Israels Armee verhängt Urlaubsstopp vor der Wahl

Die Hintergründe

 20.10.2026