Forschung

Glücksbringer 13 ins All geschossen

Der Satellit auf seinem Weg in die Umlaufbahn der Erde. Foto: Sprecher-Büro israel. Verteidigungsministerium

Ofek ist Hebräisch und heißt Horizont. Dorthin wurde der gleichnamige israelische Satellit in der Nacht geschossen. Das israelische Verteidigungsministerium und das Unternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) haben den Nachrichtensatelliten »Ofek 13« erfolgreich gestartet. Er begann nun, die Erde zu umkreisen. Die Zahl 13 gilt im Judentum als Glücksbringer.

UMLAUFBAHN Der Start erfolgte um 2.10 Uhr auf einem Testgelände in Zentralisrael mit einer Trägerrakete, dem sogenannten »Shavit«-Werfer. »Der Satellit trat erfolgreich in die Umlaufbahn der Erde ein, hat mit der Datenübertragung begonnen und bereits eine erste Reihe von Inspektionen abgeschlossen«, gab das Ministerium an. Bevor der volle Betrieb aufgenommen wird, müssten noch einige Untersuchungen durchgeführt werden.

Ofek 13 wurde anhand der Erfahrungen des Verteidigungsministeriums und von IAI bei der Produktion früherer Satelliten der »Ofek«-Serie entwickelt, die im Jahr 1988 gestartet wurde.

»Israel ist eines der wenigen Länder auf der Welt, die über derartige Fähigkeiten verfügen.«

verteidigungsminister yoav gallant

Die Raumfahrt- und Satellitenverwaltung des Ministeriums leitete die Produktion. Auch die Geheimdienstabteilung der IDF und die Luftwaffe waren eingebunden, denn »sobald der Satellit als voll einsatzfähig gilt, wird ihn das Verteidigungsministerium an die Geheimdiensteinheit 9900 für den operativen Einsatz übergeben«, heißt es in der Erklärung.

Verteidigungsminister Yoav Galant, der beim Start anwesend war, sagte, der erfolgreiche Start des Satelliten sei ein weiteres wichtiges Beispiel für die bahnbrechende Innovation des israelischen Verteidigungsinstituts. »Israel hat seine vielfältigen Weltraumfähigkeiten bereits viele Male unter Beweis gestellt und ist eines der wenigen Länder auf der Welt, die über solche Fähigkeiten verfügen – Fähigkeiten, die wir weiterentwickeln und stärken.«

WELTRAUMMACHT »Der Start positioniert uns als regionale und internationale Weltraummacht«, fügte der Leiter der Einheit 9900, Erez Askal, hinzu, und der Präsident von IAI, Boaz Levy, hob hervor, dass »der heute gestartete Satellit Ofek 13 ein weiterer Beweis für die Macht des IAI als Israels Weltraumheimat ist.« Es sei ein bedeutender Beitrag zum israelischen Verteidigungsapparat.

Ofek 13 sei der fortschrittlichste Satellit seiner Art mit einzigartigen Möglichkeiten der Radarbeobachtung, der bei jedem Wetter und bei allen Sichtbedingungen Informationen sammeln könne und so die strategische Intelligenz verbessern werde. Levy ist sicher: »Von nun an wird Israel bahnbrechende Geheimdienstfähigkeiten erlangen«.

Israel

Eizenkot liegt vor Netanjahu, doch Mehrheit bleibt außer Reichweite

In dieser Situation könnten besonders die kleineren Parteien und die arabischen Listen entscheidenden Einfluss auf die Regierungsbildung gewinnen

 21.10.2026

New York/Gaza

Frühere Lehrerin aus Gaza warnt vor Judenhass an UNRWA-Schulen

Die Pädagogin sagt, die ideologische Indoktrinierung palästinensischer Kinder könne den Nährboden für ein weiteres Massaker wie das vom 7. Oktober 2023 schaffen

von Imanuel Marcus  21.10.2026

Jerusalem

Netanjahu hält an Sturz des Teheraner Regimes fest

»Ich bin entschlossen, die Aufgabe zu Ende zu bringen«, sagt der israelische Regierungschef

von Imanuel Marcus  21.10.2026

Gaza

Israel tötet Hamas-Terroristen, der Shani Louk verschleppte

Tamer Mohammad Ibrahim al-Sabbagh war das letzte lebende Mitglied der Hamas-Zelle, die am 7. Oktober 2023 die deutsch-israelische Geisel entführte

 21.10.2026

Sicherheit

Nach Ausschreitungen: Israel rechnet mit vermehrter Einwanderung von Juden aus Frankreich

Die Hintergründe

 21.10.2026

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Israels Premier Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026