Brüssel

Gilad Erdan warnt EU vor BDS-Bewegung

Gilad Erdan, Israels Minister für Öffentliche Sicherheit Foto: Flash 90

Israels Sicherheitsminister Gilad Erdan hat die EU und ihre Mitgliedstaaten vor der israelkritischen Boykottbewegung BDS gewarnt. »Ich fordere die westlichen Länder auf, sich nicht an den antisemitischen Lügen der BDS zu beteiligen«, sagte Erdan am Mittwoch im Europaparlament in Brüssel.

Dort hatte er zuvor den Bericht über die Organisation BDS (»Boycott, Divestment and Sanctions«) vorgestellt. Darin werden Beispiele für eine antisemitische Rhetorik der Bewegung genannt. Dem Bericht liegt die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) zugrunde, die auch die EU anerkennt.

Abgeordnete Die Vorstellung des Berichts im EU-Parlament wurde vom europäischen jüdischen Verband EJA organisiert. Anwesend waren auch Rabbi Menachem Margolin, die EU-Beauftragte gegen Antisemitismus, Katharina von Schnurbein, sowie einige EU-Abgeordnete.

Am Donnerstag soll der Bericht in Berlin mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, diskutiert werden. In Deutschland prüfen Medienberichten zufolge Verfassungsschützer von Bund und mehreren Ländern, ob die BDS-Bewegung als verfassungsfeindlich eingestuft werden muss.  kna

Passagiere am Flydubai-Schalter am Ben-Gurion-Flughafen Tel Aviv, 30. September

Vereitelter Terroranschlag

Flydubai-Passagiere wollen auf Hunderte Millionen klagen

Nach dem versuchten Anschlag an Bord des Fluges nach Tel Aviv bereiten Israelis Klagen gegen die Airline und möglicherweise mehrere Staaten vor

von Sabine Brandes  11.10.2026

Gesellschaft

Hamas-Massaker überschattet Israels Wahlkampf

Die meisten Israelis sehen den 7. Oktober als wichtigen Faktor für ihre Wahlentscheidung. Umfragen zeigen, dass weder Netanjahus Lager noch die Opposition die Mehrheit erhält

von Sabine Brandes  11.10.2026

Frachtschiffe vor Anker in der Straße von Hormus bei Bandar Abbas (Iran)

Nahost

Bericht: Iran kann noch immer Raketen und Drohnen produzieren

Teheran soll demnach weiterhin gut ausgestattet mit Raketen sein und schnell nachproduzieren können. Die USA sollen zudem Israel gedrängt haben, Iran erneut anzugreifen – alleine

 11.10.2026

Nahost

Der Lieberman-Plan

Soll das Westjordanland neu verwaltet werden?

von Sabine Brandes  10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026