Brüssel

Gilad Erdan warnt EU vor BDS-Bewegung

Gilad Erdan, Israels Minister für Öffentliche Sicherheit Foto: Flash 90

Israels Sicherheitsminister Gilad Erdan hat die EU und ihre Mitgliedstaaten vor der israelkritischen Boykottbewegung BDS gewarnt. »Ich fordere die westlichen Länder auf, sich nicht an den antisemitischen Lügen der BDS zu beteiligen«, sagte Erdan am Mittwoch im Europaparlament in Brüssel.

Dort hatte er zuvor den Bericht über die Organisation BDS (»Boycott, Divestment and Sanctions«) vorgestellt. Darin werden Beispiele für eine antisemitische Rhetorik der Bewegung genannt. Dem Bericht liegt die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) zugrunde, die auch die EU anerkennt.

Abgeordnete Die Vorstellung des Berichts im EU-Parlament wurde vom europäischen jüdischen Verband EJA organisiert. Anwesend waren auch Rabbi Menachem Margolin, die EU-Beauftragte gegen Antisemitismus, Katharina von Schnurbein, sowie einige EU-Abgeordnete.

Am Donnerstag soll der Bericht in Berlin mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, diskutiert werden. In Deutschland prüfen Medienberichten zufolge Verfassungsschützer von Bund und mehreren Ländern, ob die BDS-Bewegung als verfassungsfeindlich eingestuft werden muss.  kna

Nahost

Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Iran-Kriegs ein

Israel ist laut Netanjahu mit Blick auf die Region »auf jedes Szenario vorbereitet«. Ein Drohnenangriff auf ein Atomkraftwerk in den Emiraten schürt die Sorge vor einer neuen Eskalation

 17.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

Haaretz berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Wirtschaft

Energiezentrum in Nahost

Die Gasfelder im östlichen Mittelmeer könnten für mehr Stabilität in der Region sorgen – gäbe es keine kriegsbedingten Ausfälle

von Sabine Brandes  17.05.2026

Eurovision Song Contest

Flaggen, Glitzer und Herzchen für Noam

Tausende feiern das ESC-Finale am Strand von Tel Aviv – mit Tanz, Drag Queens, spontanen »Michelle«-Gesängen und Jubel über Israels zweiten Platz

von Sabine Brandes  17.05.2026

Zoo

Eine Elefantin als Ehrenbürgerin

Trauer und Neubeginn: Israels berühmtestes Wildtier ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Ihr ehemaliges Zuhause, der »Ramat Gan Safari Park«, zieht bald nach Tel Aviv

von Sabine Brandes  17.05.2026

Nahost

Stille Wende im Krieg: Emirate und Saudi-Arabien griffen Iran an

Nach Irans Angriffen wiederholten die Golfstaaten das Mantra vom Recht auf Selbstverteidigung. Jetzt wird bekannt, dass zwei von ihnen auch zurückschlugen - und eine wichtige Schwelle überschritten

von Johannes Sadek, Weedah Hamzah  17.05.2026

Gazastreifen

Israel tötet Hamas-Militärchef

Iss al-Did al-Haddad gilt als letzter Drahtzieher der Massaker vom 7. Oktober

 17.05.2026

Meinung

Ein Mutmacher in trüben Zeiten

Die Abstimmung für Noam Bettan beim Eurovision Song Contest zeigt, dass sich die Bürger nicht so einfach von israelfeindlicher Propaganda beeinflussen lassen

von Daniel Killy  17.05.2026

Eurovision Song Contest

Als die Zuschauer abstimmten, rutschte Israel deutlich nach oben

Das Zuschauervoting mit einer Abstimmung für Israels Ansehen zu verwechseln, wäre ein Fehler. Aber es sagt etwas über ESC-Fans

von Martin Krauss  17.05.2026