Jerusalem

Gideon Saar wird Mitglied im Sicherheitskabinett

Gideon Saar ist Chef der Partei »Neue Hoffnung«. Foto: copyright (c) Flash90 2023

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seinen früheren Rivalen Gideon Saar zum Mitglied seines Sicherheitskabinetts ernannt. Das Gremium ist unter anderem für wichtige Entscheidungen im Gaza-Krieg und im Konflikt mit der Hisbollah zuständig. Der Vorsitzende der Partei »Neue Hoffnung« werde im Kabinett Minister ohne Geschäftsbereich.

Das gab Netanjahu bei einem Auftritt mit Saar bekannt. »Es ist kein Geheimnis, dass wir in der Vergangenheit Meinungsverschiedenheiten hatten, aber seit dem 7. Oktober haben wir den Groll der Vergangenheit hinter uns gelassen«, sagte Netanjahu. 

Saar galt lange als parteiinterner Rivale Netanjahus in der Regierungspartei Likud. 2019 war er bei Wahlen für den Parteivorsitz gegen Netanjahu angetreten, unterlag aber. Im Jahr darauf verließ Saar die Likud-Partei und gründete eine eigene Partei. In den Regierungen unter den Netanjahu-Gegnern Naftali Bennett und Yair Lapid war Saar Justizminister. 

Saar werden Ambitionen auf das Amt des Verteidigungsministers im Kabinett nachgesagt. Zwischen dem derzeitigen Verteidigungsminister Yoav Gallant und Netanjahu knirscht es schon seit geraumer Zeit. 

Unter dem Eindruck des Massakers der Hamas vom 7. Oktober 2023 und des nachfolgenden Gaza-Kriegs hatte Saar sich als Teil eines Bündnisses zunächst der rechtsreligiösen Regierung von Netanjahu angeschlossen. Im März erklärte er jedoch seinen Rücktritt, weil Netanjahu ihn nicht zum aktiven Mitglied des Kriegskabinetts gemacht hatte. 

Der ehemalige Verteidigungsminister Benny Gantz trat nach dem 7. Oktober wie Saar ebenfalls der Regierung von Netanjahu bei. Nach massiven Meinungsverschiedenheiten kündigte er im Juni seinen Ausstieg an. Danach löste Netanjahu das Kriegskabinett auf. dpa/ja

Tel Aviv

Neues deutsches U-Boot in Israel eingetroffen

Die »INS Drakon« ist das sechste U-Boot der israelischen Flotte

 25.09.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Eisenkot will nicht mit arabischen Parteien koalieren

Der Vorsitzende der Yashar-Partei sagt, wolle mit »jeder zionistischen Partei« zusammenarbeiten. Vier Grundsätze müssten jedoch akzeptiert werden

 25.09.2026

Gaza

Zwei IDF-Reservisten bei Drohnenexplosion getötet

Der tödliche Vorfall ereignete sich an einem Militärposten im nördlichen Gazastreifen

 25.09.2026

Terror-Infrastruktur

Tunnelschacht und Waffen im Westjordanland entdeckt

Ermittler nahmen vier Personen fest, die sich am Fundort befanden. Sie wurden zur weiteren Befragung mitgenommen

 25.09.2026 Aktualisiert

Dokumentation

»Völkermord: Die größte Lüge des Jahrhunderts«

Die Rede von Israels Premier Benjamin Netanjahus vor der UNO-Vollversammlung im Wortlaut

 25.09.2026

Bildung

Handys weg!

In Tel Avivs Schulen müssen Mobiltelefone künftig im Schließfach bleiben

von Sabine Brandes  24.09.2026

Politische Einflussnahme

»Katargate« bringt Netanjahu und sein engstes Umfeld unter Druck

Neue, brisante Informationen zur Affäre um mutmaßliche Verbindungen zwischen Mitarbeitern des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Katar könnten weitreichende Folgen haben

 24.09.2026

Tel Aviv

Fall eines Grenzpostens erleichterte Hamas-Angriff auf Be’eri

Einer Untersuchung zufolge war die Einheit nicht auf einen groß angelegten Überraschungsangriff vorbereitet

 24.09.2026

Jerusalem

Wahlausschuss schließt arabische Parteien und Kandidaten von Israels Wahl aus

Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein Artikel des Kandidaten Abu Shehadeh. Darin bezeichnete er den Hamas-Angriff vom 7. Oktober als »ein wichtiges historisches Ereignis in militärischer, politischer und strategischer Hinsicht«

 24.09.2026