Terror

»Getötet, verbrannt, geköpft, vergewaltigt, verschleppt«

Foto: imago images/ZUMA Wire

Die Gewalt der Hamas-Terroristen gegen israelische Zivilisten ist nach Worten des israelischen Generalmajors Mickey Edelstein beispiellos in der Geschichte des Landes. Israel habe »noch nie einem solchen Feind« gegenübergestanden, sagte er am Mittwoch am Militärstützpunkt Glilot bei Ramat Gan vor Medien. Zuvor zeigte die Armee geladenen Journalisten ein 45-minütiges Video mit Ausschnitten von Körperkameras der Terroristen, Überwachungskameras und Aufnahmen der Ersthelfer.

Es sei eine »islamistische, dschihadistische Agenda, die auch für andere Organisationen steht; aber hier ist es ihnen gelungen, sie bis ins Extremste auszuführen«, sagte der General. Die »abscheulichen Terroristen« hätten ihre Opfer getötet, verbrannt, geköpft, abgeschlachtet, vor oder nach der Ermordung vergewaltigt, verschleppt. »Niemand hätte sich vorstellen können, dass etwas Vergleichbares im 21. Jahrhundert möglich ist«, so Edelstein.

Der Offizier kritisierte ausländische Medien für Versuche, die von der Hamas geplanten und durchgeführten Massaker gegen Zivilisten und Soldaten mit den israelischen Militärschlägen auf den Gazastreifen zu vergleichen. Die Presse müsse verantwortlich handeln und den Daten der israelischen Armee vertrauen. »Wer auf der Seite der Menschlichkeit steht, muss an unserer Seite stehen. In gewisser Weise kämpfen wir für die Welt - denn diese Bedrohung besteht auch für andere Orte«, so der Generalmajor.

In dem Videozusammenschnitt mit Material verschiedener Quellen, darunter auch der Täter selbst, zeigte die Armee Gewaltszenen, die sich am 7. Oktober in mehreren israelischen Ortschaften entlang der Grenze zum Gazastreifen ereigneten. Darunter waren auch Bilder verbrannter und verstümmelter Leichen und Leichenteile, Erschießungen und Entführungen.

Der israelische Armeesprecher Richard Hecht erklärte, man habe versucht, Journalisten die schwierigen Bilder »auf möglichst verdauliche Weise« zu zeigen, Man wolle deutlich machen, dass es sich bei dem Geschehen nicht um einen zufälligen Angriff, sondern um einen lange und detailliert geplanten strategischen Angriff der Hamas handele.

Nach israelischen Standards sei der Angriff »ein episches biblisches Ereignis«. An die Massaker des »schwarzen Schabbats« werde man sich noch lange erinnern.

Gesellschaft

Jüdisch-arabische Allianz als »Wendepunkt«

Bei der Großdemonstration gegen Gewalt und staatliches Versagen gingen am Samstag rund 40.000 Menschen in Tel Aviv auf die Straßen

von Sabine Brandes  01.02.2026

Nahost

Aus dem Leben eines Mossad-Spions im Iran

»Arash« googelte den israelischen Geheimdienst und wurde angeheuert. Kurz vor Beginn des Zwölf-Tage-Krieges wurde er ins Land geschleust

von Sabine Brandes  01.02.2026

Jerusalem

Tote Babys in illegaler Kita

In einer charedischen Kindertagesstätte starben zwei Kinder, mehr als 50 wurden verletzt. Wegen der angeordneten Autopsie kam es zu Ausschreitungen

von Sabine Brandes  01.02.2026

Reaktionen

»Außergewöhnliche Leistung des Staates Israel«

Freude und Erleichterung über Ran Gvilis Rückkehr

 01.02.2026

Registrierung abgelehnt

Ärzte ohne Grenzen soll Gazastreifen verlassen

Die Hilfsorganisation weigerte sich, israelischen Behörden eine Liste mit palästinensischen Ortskräften vorzulegen. Mit dem Schritt will Israel sicherstellen, dass Terroristen NGOs nicht unterwandern können

 01.02.2026

Gazastreifen

Grenzübergangs Rafah soll erst am Montag für Personenverkehr öffnen

Nach rund einem Jahr öffnet der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wieder – zunächst nur im »Probebetrieb«. Was das für Menschen in dem Küstenstreifen bedeutet

 01.02.2026

Sicherheit

Deutschland und Israel trainieren erstmals gemeinsam gegen Cyberangriffe

Deutschland und Israel proben gemeinsam die Abwehr schwerer Cyberangriffe. Denn Israel hat Erfahrungen, von denen Deutschland profitieren möchte

 31.01.2026

Nahost

USA genehmigen Milliarden-Rüstungsverkauf an Israel

Auch Saudi-Arabien wird von US-Firmen mit neuen Kriegsgütern beliefert

 31.01.2026

EU-Sanktionen

Israel bietet Hilfe bei Verfolgung von Revolutionsgarden an

Die Europäische Union hat die Elite-Einheit des Mullah-Regimes auf die Terrorliste gesetzt. Nach Ansicht des israelischen Botschafters dient das auch der inneren Sicherheit in Deutschland

 30.01.2026