Israel

Gericht verurteilt Islamisten-Führer

Scheich Raed Salah muste sich in der Vergangenheit immer wieder vor Gericht verantworten. Foto: imago

Ein israelisches Gericht hat Scheich Raed Salah, Führer der Islamischen Bewegung im Norden des Landes, wegen Aufstachelung zum Terrorismus zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Davon sollten elf Monate Untersuchungshaft abgezogen werden, hieß es am Montag in dem Urteil des Gerichts in Haifa.

Salah sei auch wegen Unterstützung illegaler Versammlungen schuldig gesprochen worden. Die Islamische Bewegung in Israel war 2015 verboten worden.

Tempelberg Salah habe nach einem tödlichen Anschlag auf zwei israelische Polizisten am Tempelberg in Jerusalem im Juli 2017 dazu aufgerufen, weitere Attacken dieser Art zu verüben, hieß es in der Anklage. Die Attentäter stammten aus Salahs Heimatstadt Umm al-Fahem im Norden Israels.

Der israelische Rundfunk berichtete, Salehs Anwalt wolle sowohl das Strafmaß als auch den Schuldspruch anfechten. Hunderte von Anhängern des radikalen Scheichs hätten vor dem Gericht protestiert.

Scheich Salah war in Vergangenheit schon mehrfach zu Haftstrafen verurteilt worden. Israel hatte ihm auch vorgeworfen, Geld für die islamistische Hamas-Bewegung zu sammeln. dpa

Krieg

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf

In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, »ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen«, kündigte der israelische Regierungschef an

 10.03.2026

Jerusalem

Israels Außenminister: Wir wollen keinen endlosen Krieg

Wann die Ziele im Krieg mit dem Iran erfüllt sind, wolle Israel mit den US-Partnern abstimmen, sagte Gideon Saar

 10.03.2026

Cyberkrieg

Vom Iran im Netz für tot erklärt

Hackerangriffe gegen Israel nehmen zu und Teheran verbreitet gezielt Falschmeldungen – auch über einzelne Personen

von Sabine Brandes  10.03.2026

Jerusalem

Wadephul macht Solidaritätsbesuch in Israel

Knapp eineinhalb Wochen nach Beginn der Angriffe auf den Iran reist der deutsche Außenminister nach Israel. Während eines Raketenalarms muss er Schutz in einem Bunker suchen

 10.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert - Sirenen heulen

Die 34. Angriffswelle erfolgt laut Angaben des Mullah-Regimes in Teheran mit präzisionsgelenkten ballistische Raketen

 10.03.2026

Tel Aviv

Zwischen Alltag und Angriffen: So erleben Israelis den Krieg

Mal Espresso, dann wieder Sirenengeheul: Die Menschen versuchen, sich ein Stück Normalität zu bewahren. Eindrücke aus einer Stadt zwischen Alltag und Ausnahmezustand

von Cindy Riechau  10.03.2026

Rettungskräfte am Einschlagsort in Yehud

Nahost

Zweiter Todesfall nach iranischem Streubombenangriff in Yehud

Bürgermeister Greenberg spricht den Familien der Opfer sein Beileid aus

 10.03.2026

Analyse

»Regimewechsel in absehbarer Zeit nicht sehr wahrscheinlich«

Iran-Experte Raz Zimmt: Israel und USA wollen iranisches Atomprogramm und Raketenpotenzial schwächen, Fähigkeit zum Wiederaufbau dauerhaft einschränken

 10.03.2026

Israel

Ärzte warnen: Kriegsstress kann Herzinfarkt auslösen

Zwei Kardiologen verweisen auf medizinische Daten, die nach dem 7. Oktober 2023 gesammelt wurden. In diesem Zeitraum hätten Krankenhäuser ungewöhnliche Entwicklungen registriert

 10.03.2026