Israel

Geiselfamilien marschieren auf Jerusalem

Die Familien der Geiseln machen seit dem 7. Oktober immer wieder ihren Sorgen und ihrem Ärger Luft Foto: Forum für Geisel- und Vermisstenfamilien

Um ihren Forderungen nach einem Abkommen zur Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen israelischen Geiseln Nachdruck zu verleihen, haben Dutzende Angehörige einen Marsch auf Jerusalem begonnen. »Wir hoffen, dass dies der erste Schritt für ihre Rückführung ist«, sagte ein Sprecher der Familien vor Beginn des Marsches.

Vertreter der Familien riefen die Bevölkerung auf, sich an dem viertägigen Marsch zu beteiligen. »Niemand darf zurückgelassen werden«, forderten mehrere Angehörige, die die Geiseln ermutigten, »durchzuhalten«.

Ronen Neutra, Vater eines 22-jährigen entführten Soldaten, machte das israelische Kriegskabinett dafür verantwortlich, sicherzustellen, »dass alle Geiseln, lebendig und ermordet, in einem Geiseldeal eingeschlossen sind«. Ein solches Abkommen sei möglich.

Die Familien begannen ihren Marsch vom Gelände des Supernova-Musik-Festivals im südisraelischen Kibbutz Re’im. Bei dem Überfall der Hamas-Terroristen auf das Festival am 7. Oktober wurden mindestens 360 Menschen getötet und weitere in den Gazastreifen verschleppt. Die Ankunft in Jerusalem ist für Samstag geplant. kna

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