Nahost-Diplomatie

Gaza: Vermittler streben mehrjährige Waffenruhe an

Israelische Truppen im Gazastreifen im April Foto: IMAGO/Xinhua

In den Sondierungen über einen neuerlichen Waffenstillstand im Gazastreifen haben die Regierungen Ägyptens und Katars einen Vorschlag gemacht. Das berichtete die BBC am Dienstag unter Verweis auf namentlich nicht genannte »palästinensische Offizielle«.

Dem Bericht zufolge soll nun eine Waffenruhe für einen Zeitraum von fünf bis sieben Jahren vereinbart werden. Im Gegenzug sollen alle noch in der Gewalt der Hamas und anderer Terrorgruppen in Gaza befindlichen israelischen Geiseln freikommen und gleichzeitig weitere palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. Das israelische Militär soll sich gemäß dem Plan vollständig aus Gaza zurückziehen.

Die Regierung in Jerusalem hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Plan geäußert. Laut BBC soll heute eine Hamas-Delegation zu Konsultationen in Kairo eintreffen. Ein zweimonatiger Waffenstillstand für Gaza, der am 19. Januar in Kraft getreten war, brach Mitte März zusammen. Seitdem finden in der seit 2007 von der Hamas beherrschten palästinensischen Enklave wieder heftige Kämpfe statt.

Israel hat als Kriegsziele die vollständige Zerstörung der Hamas sowie die Befreiung aller Geiseln aus ihrer Gewalt ausgegeben. Einem Bericht der »Times of Israel« zufolge machen die israelischen Streitkräfte zwar Fortschritte, insbesondere im südlichen Gazastreifen. Die Hamas sei von einem Zusammenbruch aber noch weit entfernt. mth


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