Geiseln in Gaza

Fünf thailändische Gastarbeiter frei, weitere noch in der Gewalt der Hamas

Bipin Joshi Foto: privat

Geiseln in Gaza

Fünf thailändische Gastarbeiter frei, weitere noch in der Gewalt der Hamas

Am Donnerstag ließ die Terrororganisation Hamas fünf der acht thailändischen Geiseln in Gaza frei

 30.01.2025 18:24 Uhr Aktualisiert

»Es wurde bestätigt, dass mein Sohn nicht gestorben ist. Danke Gott«, ruft Wiwwaeo Sriaoun aus, als sie die Nachricht von der Freilassung ihres Sohnes aus der Gewalt der Hamas erhält. »Ich werde ihn umarmen, wenn ich ihn sehe. Ich möchte sehen, ob es ihm gesundheitlich gut geht, ich mache mir Sorgen um seine Gesundheit«, fügt sie schluchzend hinzu.

Fast 500 Tage lang wurde Watchara Sriaoun als Geisel gehalten. Am Donnerstag kamen er und vier weitere Thailänder nun frei. Drei weitere Staatsangehörige des südostasiatischen Königreiches sowie ein Nepalese und ein Tansanier sind aber weiter in der Gewalt von Terrorgruppen in Gaza.

Bipin Joshi war im Rahmen des landwirtschaftlichen Studienprogramms »Learn and Earn« im Kibbuz Alumim, nur wenige Kilometer vom Gazastreifen entfernt, als die Hamas am 7. Oktober 2023 ihren Überfall durchführte. Joshi war in einem Luftschutzbunker versteckt, als er von Terroristen entdeckt und verschleppt wurde. Der 23-Jährige stammt aus einem Dorf im Westen Nepals. Bislang ist unklar, wann er freikommen soll.

Die meisten der ausländischen Gastarbeiter, die von der Hamas gekidnappt wurden, sind bereits seit November 2023 wieder frei. Damals wurden 23 Thailänder und ein Philippiner aus der Gewalt der Terroristen entlassen.

Lesen Sie auch

Neben Bipin Joshi befindet sich auch Joshua Loitu Mollel, ein Student der Landwirtschaft aus Tansania, der wie Joshi im Kibbuz Alumim arbeitete, noch in Gaza. Ob er noch lebt, ist unklar. Ein zweiter Tansanier starb bereits am 7. Oktober 2023 im Kugelhagel der Hamas-Terroristen.

Die Freilassung der nicht-israelischen Geisel war Gegenstand eines separaten Abkommens mit der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad.

Die thailändische Botschafterin in Israel, Pannabha Chandraramya, sagte vor der Freilassung der Fünf, man gehe von sechs noch lebenden und zwei toten thailändische Geiseln aus. Sie seien zwischen 28 und 42 Jahre alt, so die Diplomatin. Alle waren am 7. Oktober 2023 als Landarbeiter in Kibbuzim nahe des Gazastreifens beschäftigt gewesen. mth

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  26.10.2026

26. Knesset

Nur noch ein Tag: Umfrage zu Israels Richtungswahl

Das Israel Democracy Institute befragte die Israelis zu ihren politischen Wünschen. Scheitert die Mehrheitsbildung, wollen die Israelis erneut wählen

von Sabine Brandes  26.10.2026

Korruptionsprozess

Der Milliardär und der Premier

Der australische Superreiche James Packer soll Benjamin Netanjahu mit Luxus versorgt haben und kaufte eine Villa nebenan – nun floss mehr als eine Millionen Dollar an den Anwalt des israelischen Ministerpräsidenten

von Sabine Brandes  26.10.2026

Ben-Gurion-Universität

Israelische Studenten entwerfen Konzepte für kleine Atomkraftwerke

Sieht so die Zukunft der Energiegewinnung aus?

 26.10.2026

Jerusalem

Herzog: Trumps Einmischung in Wahlkampf hat keinen Einfluss auf Regierungsbildung

»Ich glaube nicht, dass der Präsident der Vereinigten Staaten oder irgendjemand sonst in meinen Ermessensspielraum eingreifen kann«, sagt das israelische Staatsoberhaupt

 26.10.2026

Jerusalem

Armeechef Zamir soll Befehle von Premier Netanjahu verweigert haben

Der Ministerpräsident soll eine bislang nicht näher beschriebene Militäraktion angeordnet haben, die nach Einschätzung von Sicherheitsvertretern eine neue Konfrontation mit dem Iran auslösen könnte

 26.10.2026

Wahl in Israel

Trump wirbt erneut für Netanjahu

»Wenn ihr zur Wahl geht, denkt bitte daran, dass Bibi ein herausragender Kriegsministerpräsident gewesen ist!«, schreibt Trump auf seinem sozialen Medium Truth Social

 26.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 25.10.2026 Aktualisiert

Knessetwahl

Die Israel-Wahl in Zahlen

Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte, mehr als 12.000 Wahllokale und 450 Millionen Stimmzettel: Der Zentrale Wahlausschuss nennt Details zur Abstimmung am Dienstag

 25.10.2026