Israel

Frauen und Kinder gehen bei Geiselfreilassungen vor

Bilder der Geiseln an einer Wand in Jerusalem Foto: copyright (c) Flash90 2023

Bei der Freilassung weiterer Geiseln aus den Händen der palästinensischen Terrororganisation Hamas haben für Israel Frauen und Kinder Priorität. Das sagte Israels Regierungssprecherin Tal Heinrich dem US-Sender CNN. »Und wir wollen nicht, dass Familien getrennt werden bei diesen Schüben, in diesen Geiselgruppen, die freigelassen werden«, sagte sie.

Israel könne allerdings stets nur hoffen, dass »mehr Familien, oder das, was von ihnen übrig ist, wiedervereint werden«, so Heinrich. Schließlich kontrolliere die Hamas die Listen mit den Namen von Geiseln, die sie als Nächstes freilassen könnten. »Sie entscheiden, wer rauskommt und wer nicht.«

Unter den zehn Geiseln, die »potenziell, hoffentlich« Dienstag freikommen könnten, seien ihrer Kenntnis nach auch zwei Frauen mit US-Staatsbürgerschaft, so die Regierungssprecherin.

Geiseln gegen Häftlinge

Israel werde für jeweils zehn freigelassene Israelis die humanitäre Feuerpause um einen Tag verlängern, sagte Heinrich weiter.

Die Feuerpause ist unter den bislang geltenden Bedingungen um zunächst zwei Tage bis Donnerstag verlängert worden. Im Zuge der von Katar, Ägypten und den USA ausgehandelten Vereinbarung kamen bislang 69 Geiseln frei, unter ihnen zehn deutsche Doppelstaatsbürger.

Im Gegenzug wurden seit Freitag 150 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen. Außerdem wurden im Zuge der Vereinbarung mehr humanitäre Hilfsgüter in den Gazastreifen geliefert. dpa

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Oppositionspoker: Lapid will Eisenkot ins Team holen, Gantz kritisiert Bündnis

Das Bündnis »Gemeinsam« will mehr Parteien ins Boot holen, um die Chancen für einen Sieg gegen Benjamin Netanjahus Likud zu erhöhen

 29.04.2026

Aschkelon

Charedi-Extremisten stürmen Haus des Chefs der Militärpolizei

Gegner der Wehrpflicht auch für Ultraorthodoxe haben die Familie des IDF-Offiziers bedroht. Eine gefährliche »rote Linie« sei überschritten, sagt die Armee

 29.04.2026

Jerusalem

Haben die Raketenlieferungen nach Deutschland Israel gefährdet?

In Israel ist eine Diskussion über die Frage entbrannt, ob es richtig war, inmitten iranischer Raketenangriffe Arrow-Abfangraketen zu exportieren

 29.04.2026

Israel

Herzog setzt sich für Deal in Netanjahu-Prozess ein

US-Präsident Trump drängt darauf, dass der in einem Korruptionsverfahren angeklagte israelische Regierungschef Netanjahu begnadigt wird. Israels Präsident Herzog strebt eine Einigung an.

 28.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert

Israel

Gefängnis fürs Grillen

Mehr Strafen für Verstöße gegen »religiöse Disziplin«

von Sabine Brandes  28.04.2026

Nahost

Sa’ar: Israel hat »keine territorialen Ambitionen im Libanon«

Israels rechtsextremer Finanzminister Smotrich hat kürzlich gefordert, Israels neue Grenze im Norden müsse ein Fluss im Libanon sein. Israels Außenminister widerspricht.

 28.04.2026

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026