Israel

Flughafen bleibt weitgehend geschlossen

Parkende EL-AL-Flugzeuge auf dem Ben-Gurion-Flughafen in Israel (Archivbild von 2018) Foto: Flash 90

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus hält Israel vorerst an einer weitgehenden Schließung des Flughafens Ben Gurion bei Tel Aviv fest. Das Corona-Kabinett beschloss am Dienstagabend zwar, Reisebeschränkungen für Israelis aufzuheben. Zugleich setzte es aber eine Obergrenze von 3000 Einreisen pro Tag fest. Verkehrsministerin Miri Regev kündigte unmittelbar danach eine Absenkung auf 1000 pro Tag an. Die Zahl soll schrittweise steigen.

Über Ausreisegenehmigungen für Ungeimpfte soll ein spezielles Komitee befinden. Über die Erlaubnis von Einreisen für Ausländer entscheidet weiterhin ein Gremium unter Leitung des Innenministeriums. Ausländern war es bereits zuvor nur in Ausnahmefällen möglich, nach Israel einzureisen.

Der internationale Luftverkehr läuft in Israel fast ausschließlich über den Ben-Gurion-Flughafen. Er ist am 26. Januar nahezu komplett geschlossen worden. Die Regierung wollte damit ein Einschleppen weiterer Coronavirus-Mutanten verhindern, die für hohe Infektionszahlen verantwortlich gemacht wurden. Tausende Israelis waren im Ausland gestrandet und kamen nur schwerlich über sogenannte Rettungsflüge wieder ins Land. Am 23. März wird in Israel gewählt.

Geimpfte sind von Quarantäneregeln ausgenommen, müssen aber wie Ungeimpfte vor dem Flug und nach der Landung einen negativen Test vorweisen. Um eine Quarantäne in einem zugewiesenen Hotel zu vermeiden, testen die Behörden Berichten zufolge seit Montag in einem Pilotprojekt auf freiwilliger Basis elektronische Armbänder, mit denen die Einhaltung der häuslichen Quarantäne überwacht werden soll. dpa

Jerusalem

Netanjahu: Siedlergewalt geht von »150 jugendlichen Straftätern« aus

Der Ministerpräsident verurteilt Selbstjustiz im Westjordanland, betont aber auch, dass »99 Prozent« der Siedler gesetzestreue Bürger seien

 13.07.2026

Jerusalem

Knesset-Ausschuss billigt Gesetz zur Aussetzung von Einberufung für Haredim

Nach dem Gesetzentwurf würden zehntausende Haredim, die bereits als Wehrdienstverweigerer gelten, bis mindestens Ende November vor einer Festnahme geschützt

 13.07.2026

Gaza

Enthülltes Sinwar-Dokument: Hamas-Chef hielt israelischen Atomschlag für möglich

Der damalige Hamas-Anführer Yahya Sinwar rechnete bereits mehr als ein Jahr vor dem Terrorüberfall vom 7. Oktober 2023 mit einer extremen militärischen Reaktion Israels

 13.07.2026

Brüssel

EU: Außenminister beraten über mögliche Israel-Sanktionen

Bei ihrem letzten regulären Treffen vor der Sommerpause beraten die Außenminister der EU-Staaten über Strafmaßnahmen wegen Israels Siedlungspolitik. Zudem geht es auch um Russland und den Iran

 12.07.2026

Jerusalem

Wahl in Israel am 27. Oktober erwartet

Der Termin für die Wahl der Knesset steht Berichten zufolge fest

 12.07.2026

Justiz

Verfassungskrise und Anarchie?

Die Regierung ignoriert ein Urteil des Obersten Gerichtshofs

von Sabine Brandes  12.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  13.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026