Nachrichten

Flüge, Dank, Kommission

An Arkia flight in Tel Aviv. December 14, 2024. Photo by Yossi Aloni FLASH90 Foto: Flash 90

Flüge
Die israelische Fluggesellschaft Arkia hat den Fortbestand ihrer neuen Route nach New York bis mindestens Oktober bestätigt. Außerdem werde man in Zukunft zusätzliche Ziele in Europa anfliegen, so das Unternehmen. Man gehe davon aus, dass Israelis während der Hochsaison im Frühjahr und Sommer wieder verstärkt Auslandsreisen buchen werden. »Wir sehen, dass die israelischen Touristen allmählich wieder dazu zurückkehren, nicht nur last minute, sondern auch langfristig Urlaube zu planen«, verkündete Arkia-Geschäftsführer Oz Berlowitz bei einer Pressekonferenz in Tel Aviv. »Wir leben in einer Realität, in der der Krieg zurückkehren kann. Aber wir haben gezeigt, dass israelische Fluggesellschaften auch dann weiterarbeiten, wenn ausländische Fluggesellschaften ihren Betrieb einstellen.«

Dank
Wenige Stunden nachdem der Kibbuz Nir Oz die Identifizierung der Leiche von Shiri Bibas bekannt gegeben hat, die einen Tag nach der verheerenden Nachricht, dass ihre Kinder Ariel und Kfir in Gefangenschaft ermordet wurden, aus Gaza zurückgebracht wurde, bedankte sich Yarden Bibas, der Witwer und Vater der Kinder, bei treuen Unterstützern seiner Familie in den sozialen Medien. In einem Facebook-Post, verziert mit orangefarbenen Herzen, schrieb Bibas an die »Damaged Dad – Surviving Together«-Community, die der zerrissenen Familie in all den Monaten besonders beigestanden hat: Diese Gruppe sei »eine Gemeinschaft gütiger und engagierter Menschen, die bereit sind, auf jede erdenkliche Weise zu helfen! Vielen Dank an jeden Einzelnen von Ihnen. Ich weiß das sehr zu schätzen. Das ist nicht selbstverständlich!«

Kommission
Der Oberste Gerichtshof hat der Regierung eine weitere Frist bis zum 11. Mai eingeräumt, um sich zur Einrichtung einer staatlichen Untersuchungskommission zu den Massakern vom 7. Oktober 2023 zu äußern. Die Richter entsprachen damit Premier Benjamin Netanjahu und setzten sich über die Position von Generalstaatsanwalt Gali Baharav-Miara hinweg. Die Entscheidung wurde notwendig, nachdem ehemalige Abgeordnete, Hinterbliebene und Geisel-Familien im vergangenen Juni in einer Petition die Einsetzung einer Untersuchungskommission gefordert haben. In einer gemeinsamen Erklärung empörten sie sich nun über die neuerliche Frist: »Jeder Tag, an dem keine staatliche Untersuchungskommission eingesetzt wird, ist ein Tag, an dem die Aufdeckung der Wahrheit aufgeschoben und noch schwieriger wird.«

Ausstellung
Im Terminal 3 des Ben-Gurion-Flughafens wurde eine neue Ausstellung mit dem Titel »The Eternity of Israel« (Israels Ewigkeit) eröffnet, die bis Januar 2026 zu sehen sein wird. Reisende können nun auf dem Weg zur Abflughalle die Geschichte Israels anhand archäologischer Funde erkunden. Es sei eine Show über die »Geschichte der Stärke, der Herausforderungen, Umwälzungen und Wiederauferstehung des Volkes Israel, die sich über Tausende von Jahren erstreckt und die Kraft der Erneuerung des Volkes veranschaulicht«, heißt es in einer Meldung der Altertumsbehörde.

Aufnahmen
Die israelische Armee hat Aufnahmen ihres großen Luftangriffs auf Beirut vom 27. September 2024 veröffentlicht, bei dem Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah und weitere hochrangige Vertreter der islamistischen Terrormiliz im Libanon getötet wurden. Die Videos wurden publik gemacht, nachdem Nasrallah am Sonntag in der libanesischen Hauptstadt beerdigt worden war. Kampfjets der israelischen Luftwaffe hatten 82 schwere Bomben auf das unterirdische Hauptquartier in der Hisbollah-Hochburg Dahiyeh abgeworfen.

Auftritt
Der Sänger und Schauspieler Idan Amedi ist für sein erstes großes Konzert auf die Bühne zurückgekehrt. Nachdem er im vergangenen Jahr während eines Reservisten-Einsatzes in Gaza schwer verwundet worden war, präsentierte der Sänger vor 8000 Leuten in Jerusalem seine neue Single »Superman«. Ein Song über Amedis Erinnerungen an Alexei, Akiva, Gavriel und Eliran, seine Kameraden, die in Gaza getötet wurden. Amedi, der vor allem durch seine Rolle in der erfolgreichen Streamingserie Fauda international bekannt wurde, war am 8. Januar 2024 bei einer Explosion schwer verletzt worden, als er in der Reserve des Combat Engineering Corps in Gaza diente. Bei dem Vorfall, der offenbar versehentlich von Soldaten verursacht wurde, starben sechs Soldaten, mehrere andere, darunter Amedi, wurden schwer verletzt.

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