Jerusalem

Festnahme nach Facebook-Aufruf zu Mord an Netanjahu

Israels Premier Benjamin Netanjahu Foto: imago

Die israelische Polizei hat nach einem Aufruf zum Mord an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf Facebook einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann bleibe bis Donnerstag in Haft, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Netanjahu hatte am Montag Ermittlungen der Polizei gefordert, nachdem auf einem Facebook-Profil mit dem Namen »Zvika Sabag« auf Hebräisch zu lesen war: »Polizei Israel, macht euch bereit, um den Verkehr für die Beerdigungen von Benjamin, Sara und Yair Netanjahu zu leiten.«

profil Sara ist die Frau des Regierungschefs, Yair sein älterer Sohn. Das Profilbild zeigte das Gesicht Netanjahus vor einer Schlinge. Unter dem Profilnamen stand: »Hasst mit tödlichem Hass Benjamin, Sara und Yair Netanjahu und jeden, der mit ihnen kooperiert.«

Israel befindet sich in einer politischen Krise. Im September haben die Bürger ein neues Parlament gewählt. Es war bereits die zweite Wahl innerhalb von rund fünf Monaten.

Aktuell hat Ex-Militärchef Benny Gantz vom oppositionellen Mitte-Bündnis Blau-Weiß den Auftrag zur Regierungsbildung. Zuvor war Netanjahu, dem in drei Fällen eine Korruptionsanklage droht, bei dem Versuch gescheitert, eine Koalition zu bilden.  dpa

Israel

Auf frischer Tat gerettet

Eine Raubgrabung fördert 2000 Jahre alte Geschichte zutage und führt zu einer antiken Steinwerkstatt

von Sabine Brandes  25.02.2026

Wirtschaft

»Tropfenwunder« zu verkaufen

Das Bewässerungsunternehmen »Netafim« ist eine der größten Erfolgsgeschichten des Landes. Nun soll es offenbar von einem chinesischen Investor übernommen werden

von Sabine Brandes  25.02.2026

Analyse

Die Uhr tickt

Zwischen Abschreckung, Drohgebärden und Überlastung: Warum die Krise zwischen den USA und dem Iran für den jüdischen Staat brandgefährlich ist

von Sabine Brandes  25.02.2026

Kairo

PLO-Funktionär weist Forderung nach Entwaffnung der Hamas zurück

Scharf wandte sich der PLO-Politiker auch gegen Forderungen nach Reformen der Palästinensischen Autonomiebehörde. Die Pay-for-Slay-Politik will er weiterführen

 25.02.2026

Tel Aviv

Wegen Eskalation mit Iran: Ishay Ribo streicht US-Tour

Der israelische Künstler war schon am Flughafen Ben-Gurion, als er sich zur Absage entschied

 25.02.2026

Botschafter in Tel Aviv

Auch Lambsdorff will in Israel Hebräisch lernen

Im Sommer soll der Diplomat Steffen Seibert als Deutschlands Botschafter in Tel Aviv ablösen. Jetzt verrät Alexander Graf Lambsdorff, warum er sich auf die neue Aufgabe freut

 25.02.2026

Tel Aviv

Klimawandel unter der Stadt: Kampf gegen steigende Grundwasserstände

»Das Problem ist nicht so akut wie eine iranische Rakete«, sagt ein Experte. »Wir haben Zeit, uns vorzubereiten. Wenn wir sie nicht nutzen, werden wir Schwierigkeiten bekommen.«

 25.02.2026

Staatsbesuch

Modi will strategische Partnerschaft in Israel verbessern

Modis dicht gedrängtes Programm führt den indischen Premier vom Flughafen direkt zu politischen und wirtschaftlichen Terminen in Jerusalem. Eine Rede vor der Knesset ist vorgesehen

 25.02.2026

Nahost

Deutschland warnt Bürger in Israel

Angesichts eines möglichen US-Angriffs auf den Iran mit Folgen auch für Israel hat das Auswärtige Amt Deutsche vor Ort zu Sicherheitsmaßnahmen aufgerufen

 24.02.2026