Terror

Ex-Geisel Keith Siegel: »Terroristen traten mich, spuckten auf mich«

Als letzter der drei Israelis kam Keith Siegel am Samstagvormittag in Freiheit. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Terror

Ex-Geisel Keith Siegel: »Terroristen traten mich, spuckten auf mich«

Nach der Freilassung mehrerer Geiseln aus der Gewalt von Islamisten sickert immer mehr über ihre Zeit in Gaza an die Öffentlichkeit. Ein 65-Jähriger spricht von körperlicher und emotionaler Folter

 14.02.2025 16:25 Uhr

Ein vor zwei Wochen aus der Gewalt der Hamas freigelassener Mann hat über die »unvorstellbaren Bedingungen« seiner Geiselhaft im Gazastreifen gesprochen. Er sei ausgehungert und sowohl körperlich als auch emotional gefoltert worden, sagte der 65-jährige Keith Siegel in einer Videobotschaft, die das Forum der Geisel-Familien veröffentlichte. »Die Terroristen traten mich, spuckten auf mich und hielten mich fest ohne Wasser, ohne Licht und ohne Luft zum Atmen.« 

Siegel, der auch US-Bürger ist, bat US-Präsident Donald Trump darum, die Waffenruhe durchzusetzen und die verbliebenen, »hilflosen Geiseln in den dunklen, kalten Tunneln in Gaza« nach Hause zu bringen. Der US-Präsident sei der Grund, warum er lebend zurückgekommen sei.

Ehemalige Geisel Or Levy besucht »Platz der Geiseln«

Eine andere Hamas-Geisel, der vor knapp einer Woche freigelassene Or Levy, besuchte unterdes am Morgen den »Platz der Geiseln« in Tel Aviv, ein Treffpunkt der Unterstützer der in den Gazastreifen Verschleppten. »Ich habe darauf bestanden, zu kommen, trotz des Widerstands meiner Familie und der Ärzte«, sagte Levy laut einer vom Forum der Geisel-Familien verbreiteten Erklärung. Sein abgemagertes und blasses Aussehen hatte nach seiner Freilassung in Israel für Entsetzen gesorgt.

Der 34-Jährige hatte erst bei seiner Rückkehr nach Israel erfahren, dass seine Frau während des Hamas-Massakers am 7. Oktober 2023 getötet wurde. Levy habe ihr in der Geiselhaft im Geiste jeden Tag versprochen, für sie und ihren gemeinsamen Sohn stark zu bleiben, hieß es in der Erklärung weiter. Das Kind ist drei Jahre alt.

Die Mütter der kürzlich ebenfalls freigelassenen fünf Soldatinnen sagten israelischen Medien derweil, die Hamas habe die Israelinnen im Gazastreifen dazu gezwungen, sich Videos anzuschauen, die zeigen, wie die männlichen Geiseln gefoltert wurden. dpa

Nahost

Israels Armee würde »mit Macht« auf iranischen Angriff reagieren

Im Iran gehen Tausende gegen die Führung des Landes auf die Straße. US-Präsident Trump erwägt laut Berichten Militärschläge. Der Iran warnte deshalb auch Israel

 11.01.2026

Iran

Iranisches Regime droht mit Angriff auf US-Stützpunkte

Seit rund zwei Wochen gehen Menschen im Iran auf die Straße. US-Präsident Trump warnte Teheran vor Gewalt gegen die Protestierenden. Laut Berichten erwägt er Militärschläge. Das Mullah-Regime warnt

 11.01.2026

Waffenruhe

Israelische Armee bereitet Offensive auf Gaza-Stadt vor

Sollte sich die Hamas nicht freiwillig entwaffnen, will die Armee den Angriff noch im März beginnen

 11.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  10.01.2026

Knesset

In den Startlöchern

Israels Parteien bereiten sich auf die Wahl vor

von Sabine Brandes  10.01.2026

Nachrichten

Wetter, Katargate, Bevölkerung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  10.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Gesellschaft

»Habaita« – das Wort des Jahres in Israel

Ein simpler hebräischer Ausdruck aus drei Silben bezeichnet das Gefühl eines ganzen Landes

von Sabine Brandes  10.01.2026