Nahost

Erneut Huthi-Angriff auf Israel

Demonstranten skandieren Slogans und heben Sturmgewehre während einer Kundgebung gegen Israel und in Solidarität mit den Palästinensern in der von den Huthi kontrollierten Hauptstadt Sanaa am 3. Januar 2025. Foto: picture alliance / Middle East Images

Israel ist kurz vor der vereinbarten Waffenruhe im Gazastreifen nach Angaben der Armee erneut mit Raketen vom Jemen aus angegriffen worden. In Tel Aviv und anderen Teilen des Landes gab es Luftalarm und die Menschen eilten in Schutzräume. Die Huthi-Terrormiliz bestätigte den Angriff. Er habe dem Verteidigungsministerium in Tel Aviv gegolten. Kurze Zeit später meldete die israelische Armee einen zweiten Angriff aus dem Jemen. 

Beide Projektile seien abgefangen worden, teilte die Armee mit. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es nicht. Da die Raketen in großer Höhe abgeschossen werden, verteilen sich Trümmerteile auf ein großes Gebiet. So seien Teile der ersten Rakete in der Umgebung von Jerusalem eingeschlagen, berichtete die Zeitung »Times of Israel« berichtete. 

Die proiranische Huthi-Miliz beschießt Israel seit Monaten. Sie will damit nach eigenem Bekunden die Terrororganisation Hamas unterstützen, die gegen die israelische Armee kämpft und mit ihrem Überfall auf Israel vor mehr als 15 Monaten den Gaza-Krieg auslöste. Israel und westliche Verbündete bombardierten im Gegenzug wiederholt Ziele im Jemen.

Huthi wollen ab Sonntag die Angriffe einstellen

Die Huthi-Miliz will einem Sprecher zufolge mit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ihre Angriffe auf den jüdischen Staat einstellen. Ein hochrangiger Vertreter und Sprecher der proiranischen Miliz sagte dem Nachrichtensender Al-Dschasira, die Huthi unterstützten das angekündigte Abkommen zur Waffenruhe im Gazastreifen.

Auch die Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer würden eingestellt, vorausgesetzt Israel stelle seine »Aggressionen« gegen Gaza ein und die USA und Großbritannien stoppten ihre Angriffe auf Ziele im Jemen. dpa/ja

Jerusalem

Israels Parlament verabschiedet Rekordhaushalt

Die Zustimmung kam zustande, nachdem sich die ultraorthodoxen Parteien kurzfristig hinter den Haushaltsentwurf gestellt hatten

 30.03.2026

Jerusalem

Nach Kritik: Netanjahu gewährt Kardinal Zugang zur Grabeskirche

Der höchste katholische Vertreter wird an der Messe zum Palmsonntag gehindert. Israel begründet dies mit Sicherheitsbedenken, dennoch hagelt es Kritik. Nun schaltet sich der israelische Ministerpräsident ein

 30.03.2026

Nahost

Raketenangriff aus Iran und Libanon: Einschlag in Raffinerie bei Haifa, mehrere Verletzte

Über dem Bazan-Ölraffineriekomplex steigt dichter Rauch auf. Auch Wohnhäuser wurden getroffen

 30.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Wasserversorgung für Gaza: Israel widerspricht UNRWA

Die UNO-Unterorganisation nennt die Versorgung »eingeschränkt und verschmutzt«, während die Behörde COGAT von »falschen Narrativen« spricht und Zahlen vorlegt

 30.03.2026

Erklärung

Geplante Todesstrafe: Europäische Minister appellieren an Israel

Vier europäische Außenminister warnen: Eine Ausweitung der Todesstrafe in Israel könnte nicht nur Menschenrechte verletzen, sondern auch das Vertrauen in demokratische Prinzipien erschüttern

 30.03.2026

Atlanta/Tel Aviv

Nach Vorfall mit CNN-Team: IDF suspendieren Bataillon

Generalstabschef Eyal Zamir spricht von einem »schwerwiegenden ethischen Vorfall«, der nicht mit den Werten der Armee vereinbar sei

 30.03.2026

Jerusalem

Kirchenvertreter in Jerusalem am Zutritt zur Grabeskirche gehindert

Der höchste katholische Vertreter wurde am Palmsonntag daran gehindert, an der Messe teilzunehmen. Italien reagiert und will den israelischen Botschafter einberufen. Inzwischen hat die israelische Polizei ihr Vorgehen verteidigt

 29.03.2026 Aktualisiert

Iran-Krieg

Bereiten die USA eine Bodenoffensive vor?

US-Medien berichten über einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen. Teheran reagiert und droht »Bestrafung« an

 29.03.2026

Meinung

Deutsche Nahostpolitik: Es ist Zeit für einen Kurswechsel

Die wirtschaftliche Dynamik der Abraham-Abkommen ist längst sichtbar. Deutschland sollte diese Initiative nicht begleiten, sondern anführen, fordert der CEO von ELNET

von Carsten Ovens  29.03.2026