Moskau

Entscheidung über Verbot der Jewish Agency vertagt

Die Anwälte der Jewish Agency beim Betreten des Moskauer Bezirksgerichts Foto: IMAGO/SNA

Die Entscheidung über ein mögliches Ende der Aktivitäten der Jewish Agency for Israel (Sochnut) in Russland ist verschoben worden. Russischen Medienberichten von heute zufolge wird das zuständige Moskauer Gericht in einem Monat das Urteil zur Zukunft der Sochnut in Russland bekannt geben.

VORWÜRFE Das russische Justizministerium hatte dort vor einigen Wochen beantragt, den lokalen Ableger der Sochnut auflösen zu lassen. Begründet wurde dies mit der Behauptung, dass die Jewish Agency, die Juden in der Diaspora bei der Auswanderung nach Israel hilft, angeblich gegen Gesetze verstoßen habe, indem sie private Daten über russische Bürger sammele.

Laut Medienberichten haben die Anwälte der Jewish Agency um mehr Zeit gebeten, um nachzuweisen, dass die Aktivitäten der Organisation in Übereinstimmung mit den Richtlinien des russischen Justizministeriums erfolgt seien.

Richterin Olga Lipkina gab nun dem Antrag der Sochnut-Anwälte statt, die um einen Aufschub gebeten hatten. Sie lehnte jedoch den Antrag ab, ein außergerichtliches Vermittlungsverfahren anzustrengen. Das berichtete die »Jerusalem Post« unter Verweis auf russische Medien.

VERSTIMMUNGEN Das geplante Verbot hatte zu großen politischen Verstimmungen zwischen Moskau und Jerusalem geführt. Im Juli hatte Ministerpräsident Yair Lapid gesagt, die Schließung der Büros der Jewish Agency in Russland wäre »ein ernstes Ereignis, das die Beziehungen beeinträchtigen würde«.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass der Kreml Israel mit dem Vorgehen gegen die Jewish Agency von eine Parteinahme für die Ukraine abbringen will. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen das Land im Februar haben nach Auskunft der Sochnut mehr als 20.000 Juden Russland Richtung Israel verlassen. mth

Jerusalem

Bericht enthüllt Verbindungen zwischen Palästina-Aktivisten und Terroristen

Das israelische Diaspora-Ministerium hat eine Untersuchung veröffentlicht, die zeigen soll, wie israelfeindliche Aktivisten aus den USA die Nähe zu Terrororganisationen suchen

 04.08.2026

Rom

Weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom

Die Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah halten an. Doch gleichzeitig gehen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon weiter. Worum geht es dabei?

 04.08.2026

Gaza

Israel lehnt Abzug vor Entwaffnung der Hamas ab

Der vorgesehene israelische Truppenabzug und die Entwaffnung der Hamas sollen offenbar doch nicht parallel erfolgen. Das Board of Peace verändert die Bedingungen

 04.08.2026

Jerusalem

Herzog empfängt neuen deutschen Botschafter

Alexander Graf Lambsdorff hat die Nachfolge von Steffen Seibert als Botschafter in Israel offiziell angetreten. Jetzt war der neue Vertreter Deutschlands beim Präsidenten - dieser sprach dabei auch von »besonderen Beziehungen«

 04.08.2026

Israel

Sie wurde auf dem Nova-Festival ermordet: Junger Israeli tot am Grab seiner besten Freundin aufgefunden

»Auch die Freunde der Ermordeten sind Opfer dieser Tragödie«, sagt die Familie von Bar Bechor Asraf.

 04.08.2026

Israel

Präsident Herzog lobt Gaza-Friedensplan

In der israelischen Regierung gibt es Vorbehalte gegen den von US-Präsident Donald Trump entwickelten Plan. Das Staatsoberhaupt ist optimistischer

 03.08.2026

Jerusalem

Netanjahus Kehrtwende im Wahlkampf

Premier Netanjahu will sich offenbar von den Haredim distanzieren, um gemäßigte Likud-Wähler zurückzugewinnen

von Sabine Brandes  03.08.2026

Luftfahrt

Condor nimmt Israel-Flüge wieder auf

Der erste planmäßige Flug landete am Samstagabend am Flughafen Ben Gurion – mit vollständig ausgelasteter Maschine

 03.08.2026

Jerusalem

Katz bestreitet, Generalmajor im Live-Interview gefeuert zu haben

Der Verteidigungsminister spricht von einer »glatten Lüge und Teil einer politischen Kampagne gegen die Regierung«

 03.08.2026