Jerusalem/Stockholm

Ende der diplomatischen Eiszeit

Yair Lapid Foto: Flash 90

Israel und Schweden haben nach israelischen Angaben eine sieben Jahre andauernde diplomatische Eiszeit beendet. Schweden hatte 2014 Palästina als Staat anerkannt. Aus Protest dagegen beorderte die israelische Regierung damals ihren Botschafter aus Stockholm zurück.

Er habe mit Schwedens Außenministerin Ann Linde gesprochen, schrieb Israels Außenminister Yair Lapid am Montag auf Twitter. Dieses erste Telefongespräch von Außenministern beider Länder seit 2014 symbolisiere die Wiederbelebung der Beziehungen auf dieser Ebene.

Bekenntnis Er schätze die Aussage von Linde »bezüglich Schwedens starkem und solidem Bekenntnis zur Sicherheit Israels und ihre Anerkennung (...) von Israel als der Heimat des jüdischen Volkes«, schrieb Lapid weiter. Er freue sich auf die verstärkte Zusammenarbeit mit Schweden bei bilateralen und multilateralen Themen.

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Als erstes westeuropäisches Land hatte Schweden 2014 offiziell einen Staat Palästina anerkannt. Die damalige schwedische Außenministerin Margot Wallström sagte, mit dieser Entscheidung wolle Stockholm den Friedensprozess unterstützen. 

Israel hatte 1967 während des Sechstagekriegs unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Die Vereinten Nationen stufen die Gebiete als besetzt ein. Aus dem damals ebenfalls eroberten Gazastreifen ist Israel abgezogen. Die Palästinenser fordern die Gebiete für einen unabhängigen Staat mit der Hauptstadt Ost-Jerusalem. Israel, die USA, Deutschland und andere westliche Staaten vertreten die Linie, dass ein souveränes Palästina erst zum Abschluss von Friedensverhandlungen mit Israel anerkannt werden kann. dpa/ja

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