Flugverkehr

EL AL fürchtet Einbußen

Ben Gurion Airport: Fluggast mit Maske Foto: Flash 90

Flugverkehr

EL AL fürchtet Einbußen

Coronavirus wirkt sich auf die Wirtschaft aus

von Sabine Brandes  20.02.2020 12:43 Uhr

Die Auswirkungen des Coronavirus werden immer deutlicher spürbar – nicht nur in Sachen Gesundheit. Auch die Wirtschaft ist betroffen. Sogar umfassender und schneller, als von vielen Experten zuvor angenommen. Die Fluglinie EL AL befindet sich nach eigener Auskunft in einer Krise.

In einer E-Mail an Angestellte schrieb Geschäftsführer Gonen Ussishkin: »Dies ist eine schwierige Zeit für die Luftfahrtbranche und EL AL. Es ist möglich, dass wir gezwungen sind, dramatische Schritte einzuleiten und schmerzhafte Entscheidungen zu treffen.« Zuvor hatte das Unternehmen die Tel Aviver Börse (TASE) informiert, dass die Krise nicht selbstverschuldet sei, sondern durch den Ausbruch des Virus und die neuen, strikteren Regeln des Gesundheitsministeriums zustande kam.

QUARANTÄNE Seit einigen Tagen müssen auch Israelis, die aus Thailand, Hongkong, Singapur und Macau zurückkehren, in 14-tägige Quarantäne. Bereits zuvor hatte EL AL Flüge nach China komplett eingestellt und die nach Bangkok um die Hälfte reduziert. Doch nicht nur Routen in den Fernen Osten sind betroffen. Wie Fluglinien in der ganzen Welt, sieht auch EL AL zunehmende Stornierungen und weniger Buchungen.

»Wir befinden uns mitten in einem globalen Ereignis, und es ist noch zu früh, die Auswirkungen vorauszusagen. Klar ist jedoch, dass es schwere Zeiten für den Luftverkehr und EL AL sind.« Man werde alles tun, um diese Tage zu überstehen, »mit Verantwortung, Transparenz, Geduld und der Sorge um unsere Passagiere«.

SONDERFLUG Währenddessen hat sich das Sheba Medical Center in Tel Hashomer darauf vorbereitet, die israelischen Passagiere des Kreuzfahrtschiffes aufzunehmen, die wochenlang vor der Küste Japans in Quarantäne lagen. Die Israelis sind mit einem Sonderflug ins Land zurückgeflogen worden. Drei der 15 waren positiv auf das Virus getestet worden und werden derzeit in japanischen Krankenhäusern behandelt.

Die verbleibenden sind auf dem Campus des Krankenhauses auf der Isolierstation. Elhanan Bar-On, Leiter der Notfallmedizin im Sheba, erklärt: »Die Experten unseres medizinischen Zentrums sind gut vorbereitet, um mit allen nationalen oder medizinischen Notfällen umzugehen. Damit sind wir in der Lage, unsere Staatsangehörigen auf professionelle Art und Weise zu behandeln.«

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026

Umfrage

Mehrheit sieht keine Chance für friedliche Zwei-Staaten-Lösung

Eine friedliche Koexistenz ist für eine Mehrheit der Israelis und eine noch größere Mehrheit der Palästinenser im Westjordanland und in Ostjerusalem derzeit nicht vorstellbar

 22.09.2026

Alei Zahav

Terroranschlag im Westjordanland: Vater rettet seinem Sohn das Leben und stirbt

»Papa, ich möchte dir für 16 gemeinsame Jahre danken. Danke, dass du mir zugerufen hast, als der Terrorist kam«, sagte der 16-Jährige Yoav bei der Beerdigung seines Vaters

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Jerusalem

Ein toter Israeli bei Terroranschlag im Westjordanland

Kurz vor Beginn von Jom Kippur kommt es zu zwei Terroranschlägen im von Israel besetzten Westjordanland. Ein israelischer Zivilist und einer der angreifenden Palästinenser werden getötet

 20.09.2026

Jerusalem

Präsident Herzog begnadigt verurteilten Ex-Soldaten Elor Asaria

Israels Präsident lässt einen Strafregistereintrag des ehemaligen Soldaten löschen, der 2016 einen am Boden liegenden, palästinensischen Attentäter tötete. Die israelische Armee war laut Berichten dagegen

 20.09.2026

Kommentar

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz der Linkspartei mit radikalen Muslimen - und vermisst das Berlin, in dem sie aufgewachsen ist

von Dorothea Schupelius  20.09.2026

Es braucht eine Brandmauer gegen die Linkspartei

Wenn Rassismus von rechts für Regierungsverantwortung disqualifiziert – warum sollte Antisemitismus von links weniger schwer wiegen?

von Nelly Eliasberg  20.09.2026 Aktualisiert