Terrorismus

Ein Toter bei Anschlägen in Jerusalem

Attentat im Jerusalemer Viertel Schmuel Hanavi Foto: Flash 90

Ein Palästinenser hat am Montag im Jerusalemer Viertel Schmuel Hanavi mit einem Traktor einen Bus gerammt und einen Passanten überfahren. Bei dem Terroranschlag wurde der Fußgänger getötet. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie die »Times of Israel« berichtete. Israelische Sicherheitskräfte erschossen den Angreifer.

Am Nachmittag kam es zu einem weiteren Zwischenfall: Laut einem Bericht von »Channel 10« hat ein Mann von einem Motorrad aus in der Nähe der Hebräischen Universität am Scopusberg das Feuer auf eine Busstation eröffnet. Ein 20 Jahre alter Soldat wurde dabei schwer verletzt.

Suche Sicherheitskräfte suchten am Nachmittag noch nach dem Angreifer vom Scopusberg. Der Jerusalemer Polizeichef Yossi Fariente sagte, der Mann sei schwarz gekleidet gewesen und habe mehrere Schüsse abgegeben. Höchstwahrscheinlich handele es sich um einen Terroranschlag. Die Polizei in der israelischen Hauptstadt ist in höchster Alarmbereitschaft.

Der Fahrer des Traktors stammte laut Berichten aus Ost-Jerusalem. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen handelte es sich möglicherweise um einen Racheakt. Vor zwei Wochen soll das Haus seines Cousins in Ost-Jerusalem durch israelische Sicherheitskräfte zerstört worden sein. Laut »Haaretz« sagte Jerusalems Polizeichef Fariente: »Wir haben ein solches Ereignis erwartet.«

Im Juli 2008 waren drei Menschen getötet und Dutzende verletzt worden, als ein Palästinenser aus Ost-Jerusalem auf der zentralen Jaffa-Straße in West-Jerusalem absichtlich mit einem Bulldozer einen Bus gerammt hatte.

Hintergrund

UNRWA: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Israel-Lobby

Eine neue Studie der linksparteinahen Stiftung präsentiert jüdische und pro-israelische Organisationen in Deutschland pauschal als Sprachrohre der Regierung in Jerusalem

von Michael Thaidigsmann  06.07.2026

Jerusalem

Erleichte Zulassung eingewanderter Psychologen

Im Ausland ausgebildete Psychologen sollen künftig schneller in Israel praktizieren können. Hintergrund ist auch die Krise der mentalen Gesundheit seit dem 7. Oktober

 06.07.2026

Unabhängige Medien

Angriff auf Israels größten Nachrichtensender

Ein maskierter Mann hat in der Nacht mit einem Backstein die Eingangstür des Kanals 12 zertrümmert. Journalisten warnen schon länger vor wachsender politischer Gewalt und zunehmender Hetze

von Sabine Brandes  06.07.2026

Jerusalem

Steht Israel vor einer Verfassungskrise?

Die Regierung will eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes nicht anerkennen. Kulturminister Zohar erwartet jedoch, dass sich der Premier dem Urteil beugen wird. Die Hintergründe

von Sabine Brandes  06.07.2026

Tel Aviv

Sasha Troufanov und Sapir Cohen: Emotionale Hochzeit zweier ehemaliger Geiseln in Israel

»Ihr wart die ganze Zeit an unserer Seite. Vielen Dank. Ich liebe euch«, sagte der Bräutigam unter der Chuppa. Unter den Gästen war auch Israels Präsident Isaac Herzog

 06.07.2026

Jerusalem

Netanjahu widerspricht Vance: Israel hat »sehr viele Freunde«

Zuvor hatte US-Vizepräsident JD Vance behauptet, dass die USA der einzige internationale Verbündete Israels seien. Der israelische Präsident entgegnete, dass die internationalen Beziehungen des Landes deutlich besser seien, als es der öffentliche Eindruck vermuten lasse

 06.07.2026

Jerusalem

Israel stellt Unterstützungs-Programm für Überlebende des Nova-Festivals bereit

60 Millionen Schekel will die israelische Regierung investieren, damit Betroffene bis mindestens 2028 kontinuierlich betreut und rehabilitiert werden

 06.07.2026

Gesundheit

Rezept gegen die Pillen

Neue Vorschriften sollen den Missbrauch opioidhaltiger Medikamente eindämmen. Israel führt weltweit beim Pro-Kopf-Konsum

von Sabine Brandes  05.07.2026

Ehemalige Geiseln

Wenn aus Ketten Freudentänze werden

Hennafeier von Eliya Cohen und Ziv Abud: Das Paar feiert seine Liebe und bereitet sich auf die Hochzeit im August vor

von Sabine Brandes  03.07.2026