Legehennen

»Ein großer Sieg für die Tiere«

Zehn Millionen Hennen legen Eier in Israel. Foto: Flash90

Legehennen dürfen in Israel zukünftig nicht mehr in Käfigen gehalten werden. Die neue Gesetzgebung sieht zwar erst das Jahr 2037 für die komplette Abschaffung vor, aber schon jetzt dürfen keine neuen mehr eingesetzt werden. Das beschloss jüngst der Knesset-Bildungsausschuss.

Landwirtschaftsminister Oded Forer bezog sich auf einen früheren Verordnungsentwurf, der Tierschützer verärgerte, weil er »Abschnitte« anstelle von Käfigen zuließ, und sagte, dass die Abschaffung der Käfige für ihn seit seiner Amtszeit als Minister eine Priorität gewesen sei. »Die neuen Vorschriften gelten ohne Schlupflöcher.« Der Schritt wird Israels Gesetzgebung an die anderer 18 Länder anpassen, die derartige Käfige bereits gänzlich verboten haben.

gesundheit Rund zehn Millionen Hennen legen derzeit Eier in Israel, und etwa 93 Prozent von ihnen tun dies in engen Käfigen, die in dieser Form in 39 anderen Ländern bereits untersagt sind, so die Tierschutzorganisation »Animals Now«. Jede Henne habe dabei weniger Platz als ein DIN-A4-Blatt. »Es ist ein großer Sieg für die Tiere und die Gesundheit der israelischen Öffentlichkeit.«

Der Schritt wird Israels Gesetzgebung an die anderer 18 Länder anpassen, die derartige Käfige bereits gänzlich verboten haben.

Bei Untersuchungen seien in käfiglosen Ställen weniger Salmonellen gefunden worden, so Animals Now. Trotz des Vorlaufs werden viele Käfige voraussichtlich vor Ablauf der Frist im Rahmen einer Agrarreform entsorgt, da die Landwirte Anspruch auf finanzielle Unterstützung für den Bau neuer Ställe haben, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium.

gewohnheiten Hühnerställe ohne Käfige sind immer noch extrem mit Vögeln gefüllt, ermöglichen den Hühnern jedoch, sich zu bewegen und einige ihrer natürlichen Gewohnheiten auszuüben – wie das Picken am Boden, Staubbäder zum Schutz vor Parasiten zu nehmen und mit den Flügeln zu schlagen. Außerdem gibt das Gesetz Ventilations-, Licht- und Hygieneverhältnisse vor.

Forer ist froh, dass ihm das Recht zugefallen ist, »eine so notwendige Veränderung in der Eierlegeindustrie einzuleiten«. »Wir vom Ministerium für Landwirtschaft arbeiten daran, die Agrarindustrie, einschließlich der Eierlegeindustrie in Israel ins 21. Jahrhundert zu bringen.«

Nahost

Rubio: »Die Operation Gewaltiger Zorn ist abgeschlossen«

»Jetzt widmen wir uns dem Projekt Freiheit«, betont der amerikanische Außenminister

 05.05.2026

Archäologie

Rätsel um antikes Baby-Massengrab

Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben Knochenreste aus der Perserzeit gefunden, die in Tel Aseka bestattet wurden. Etwa 70 Prozent stammen von Kindern unter zwei Jahren

von Sabine Brandes  05.05.2026

Berlin

Deutschland und Israel demonstrieren Einigkeit in Iran-Frage

Die Außenminister Deutschlands und Israels zeigen einen engen Schulterschluss gegen den Iran - reden aber auch kritisch miteinander

von Ulrich Steinkohl  05.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert

Israel

Bnei Menasche in Israel gelandet

Insgesamt sollen rund 6000 Inder Alija machen

von Sabine Brandes  05.05.2026

USA

Antisemitische Empörungswelle gegen Sesamstraße

Nach einem Post zum Monat des jüdisch-amerikanischen Erbes überschlagen sich die hasserfüllten Kommentare

von Sabine Brandes  05.05.2026

Israel

Feiern zu Lag BaOmer am Berg Meron eingeschränkt

An Lag BaOmer gedenken Juden des Aufstands gegen Rom. Zehntausende pilgern traditionell zum Berg Meron in Nordisrael. Kriegsbedingt dürfen dieses Jahr nur 600 kommen – doch Tausende umgehen die Sperren

 05.05.2026

Tel Aviv

Jonathan Pollard will in die Politik

Der frühere Spion sagt, Israel brauche eine neue politische Richtung und eine entschlossenere Führung

 05.05.2026

Teheran

US-Geheimdienste: Irans Atomprogramm wurde kaum gebremst

Offenbar bleibt das Teheraner Regime weiterhin nur ein Jahr davon entfernt, eine Nuklearwaffe herstellen zu können. Diese Bewertung galt bereits nach den Militärschlägen im Sommer 2025

 05.05.2026