Jerusalem

Ehrenmedaille von Präsident Herzog für Zypries und Lauder

Israels Präsident Isaac Herzog Foto: copyright (c) Flash90 2024

Die SPD-Politikerin Brigitte Zypries erhält die Ehrenmedaille des israelischen Präsidenten Isaac Herzog. Gemeinsam mit der früheren Ministerin würdigt das israelische Staatsoberhaupt sieben weitere »Schlüsselfiguren, die sich weltweit für das Wohlergehen Israels und des jüdischen Volkes einsetzen«, teilte das Präsidialamt am Montag mit. Die Auszeichnung gelte ihrem unerschütterlichen Engagement für Israel und ihrer außergewöhnlichen Unterstützung des jüdischen Volkes.

Die ehemalige Wirtschafts- und Justizministerin Zypries sei seit langem eine wichtige politische Persönlichkeit und Präsidentin der Gesellschaft für Israelisch-Deutsche Zusammenarbeit. Sie habe wesentlich zur Stärkung der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel sowie zwischen Israel und Europa beigetragen und sich dafür eingesetzt, den Ruf Israels in Europa »angesichts von Antisemitismus und antiisraelischen Boykotten zu verteidigen«.

Das vergangene Jahr bezeichnete Herzog als das schwierigste seit der Gründung Israels. Es habe die Widerstandsfähigkeit der Nation und des jüdischen Volkes auf die Probe gestellt, so der Präsident laut seinem Büro im Gespräch mit den Preisträgern.

Lesen Sie auch

»Vielfältiges und schönes Gesicht«

Gleichzeitig habe es »das vielfältige und schöne Gesicht der israelischen Gesellschaft gezeigt und bewiesen, (…) dass wir großartige Freunde und Unterstützer in der Welt haben, die an unserer Seite gegen Antisemitismus kämpfen, den Namen Israels in den Medien verteidigen und seit langem für den Platz Israels unter den Nationen kämpfen«.

Es ist laut Mitteilung das erste Mal, dass die auf eine Initiative des früheren Präsidenten Schimon Peres seit 2012 verliehene Auszeichnung gemeinsam an eine Gruppe jüdischer und nichtjüdischer Führungspersönlichkeiten aus dem Ausland geht.

Ebenfalls ausgezeichnet werden demnach der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder (USA), Maurice Levy (Frankreich), Malcolm Hoenlein (USA), Julie Platt (USA), Frank Lowy (Australien/Israel), Trevor Chinn (Großbritannien) und Mark Leibler (Australien). kna

Tel Aviv/Gaza/Brüssel

Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Die EU hilft bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten und der Überwachung des Rafah-Grenzübergangs. Beide EU-Missionen können nun aus Sicht Israels bis 2027 weitergehen

von Cindy Riechau  12.08.2026

Eskalation

Israelisches Ministerium droht mit Schließung heiliger Stätten

Kein Geld, kein Service: Weil ein Haushaltsstopp auch den Betrieb heiliger Stätten betrifft, droht das zuständige Religionsministerium in Israel mit Schließungen - wenige Wochen vor den höchsten Feiertagen

von Andrea Krogmann  12.08.2026

Nahost

Abbas zu Gesprächen mit Erdoğan in Ankara

Der Palästinenserpräsident will sich zwei Tage in der Türkei aufhalten. Israels Finanzminister Smotrich fordert Netanjahu auf, Abbas die Rückkehr zu verweigern

 12.08.2026

UNO

Kein Rückzug aus Siedlungen

»Wir werden nirgendwo hingehen. Die jüdischen Gemeinden werden in Judäa und Samaria bleiben«, sagt Israels UNO-Botschafter Danny Danon

 12.08.2026

Jerusalem/Caracas

Israel und Venezuela nähern sich nach 17 Jahren wieder an

Beide Staaten verständigen sich auf die Wiederaufnahme konsularischer Kontakte und die Einrichtung eines offiziellen Koordinierungskanals

 12.08.2026

Westjordanland

Israels Armee verurteilt illegale Siedlerposten innerhalb palästinensischer Dörfer

Die IDF bezeichneten die jüngsten Vorgänge in dem Gebiet als »illegal, verwerflich und inakzeptabel«. Aber tun sie etwas dagegen?

 12.08.2026

Kommentar

UNRWA: Fakten statt Tabus

Warum Kritik am Palästinenserhilfswerk auf Schweigen und Ablehnung stößt

von Duki Dror  12.08.2026

Medien

Geglaubt und geteilt

»Antisemitismus«, definierte Adorno, sei »das Gerücht über Juden«. Was ist dann dessen Verbreitung? Die ARD muss sich einer längst fälligen Debatte stellen

von Esther Schapira  11.08.2026

Social Media

Shirin David, Bill Kaulitz und die Wassermelonen-Jünger

Bei der Rapperin reicht ein »Free Palestine« für die Verbündeten, bei dem Sänger ein »Tel Aviv! Love!« für die Gegner. Ein Kommentar

von Pola Sarah Nathusius  11.08.2026