Covid

Drittimpfung »ein Privileg«

Die Drittimpfung ist auf dem Weg. Foto: copyright (c) Flash90 2021

Premier Naftali Bennett sprach von einem »Privileg, das es in keinem anderen Land gibt«. Er forderte alle Israelis auf, sich den »Booster-Shot« abzuholen. Die Kampagne hatte am 31. Juli für über 60-Jährige begonnen und war erst in der vergangenen Woche auf über 30-Jährige ausgeweitet worden. Am Wochenbeginn hatten sich bereits mehr als zwei Millionen Einwohner des Nahoststaates die Spritze setzen lassen.

Seit Sonntag können sich die meisten Bürger die Auffrischspritze gegen Corona abholen. Die Regierung gab bekannt, dass die Drittimpfung für jeden ab zwölf Jahren erhältlich ist, wenn dessen zweite Impfung fünf Monate oder länger her ist. So versucht Israel, die Delta-Variante einzudämmen, die für den massiven Anstieg der Infektionen verantwortlich ist.

QUARANTÄNE Am Dienstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 10.947, die Positivrate der Tests bei 7,6 Prozent. Derzeit werden 1175 Menschen in Krankenhäusern behandelt, 719 von ihnen gelten als schwerkrank, 172 müssen künstlich beatmet werden. Bislang sind in Israel 7043 Menschen an den Folgen einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben, gab das Gesundheitsministerium an.

Der »grüne Pass« verfällt sechs Monate nach der Imfpung.

Eine Änderung für jene, die die Auffrischung erhalten haben, ist die Befreiung von der Quarantäne, sollten sie aus dem Ausland nach Israel zurückkommen. Die Regel gilt ab 3. September für Länder mit niedriger oder mittlerer Ansteckungsgefahr. Sie müssen sich lediglich für 24 Stunden in Quarantäne begeben, bis sie ein negatives Testergebnis erhalten haben. Derzeit gelten sieben Tage Heimisolation für Rückkehrer aus nahezu allen Ländern. Wenige Ausnahmen sind Länder, die derzeit eine niedrige Infektionsrate haben.

ZERTIFIKAT Der »grüne Pass«, der den Eintritt zu Veranstaltungen, Restaurants, Schwimmbädern und Ähnlichem ermöglicht, wird ein halbes Jahr nach der zweiten oder dritten Impfung ablaufen, gab das Gesundheitsministerium an. Vollständig Geimpfte und Genesene erhalten das Zertifikat. Diese Änderung tritt ab 1. Oktober in Kraft.

»Auch unter dem immensen Druck versuchen wir, eine ausgewogene und verantwortungsbewusste Politik zu machen, die den Wert des Lebens schätzt. Wir wissen aber auch, dass Restriktionen und Schließungen einen hohen Preis haben«, so Gesundheitsminister Nitzan Horowitz. »Wir müssen weiter schnell impfen.« Ob eine vierte Dosis benötigt werde, könne man derzeit noch nicht sagen.

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte gebilligt, die in israelischen Siedlungen im Westjordanland hergestellt werden

 09.07.2026

Umfrage

Erstmals vorn: Eisenkot überholt Netanjahu

Würde jetzt gewählt, käme Eisenkots Partei Jaschar demnach auf 23 Mandate. Wo liegen der Likud und die anderen Parteien?

 09.07.2026

Jerusalem

Israel bereitet sich auf mögliche neue Eskalation mit Iran vor

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz kommen zu Sicherheitsberatungen zusammen, die IDF erhöhen ihre Alarmbereitschaft

 09.07.2026

Sport

Teamgeist und Trikottausch

Nach der kriegsbedingten Verschiebung wird die 22. Makkabiade in Jerusalem zum Fest jüdischen Zusammenhalts. Mehr als 8000 Sportler aus aller Welt gehen in Israel an den Start

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nachrichten

Pillen, Wahlen, Gaza

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nahost

Reaktion auf Beschuss von Schiffen: USA greifen Ziele im Iran an und verschärfen Sanktionen

Die Luftschläge richten sich auch gegen die iranischen Revolutionsgarden

 08.07.2026 Aktualisiert

Sicherheit

Der NATO-Gipfel darf nicht zum Kniefall vor dem national-islamistischen Autokraten Erdoğan werden

Ein Kommentar von Ali Ertan Toprak

von Ali Ertan Toprak  08.07.2026

Interview

»Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der umstrittene Podcaster Ben Berndt schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Beitrag für Yad Vashem

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Die Bundesrepublik will sich künftig verstärkt an der Finanzierung beteiligen

 07.07.2026