Untersuchung

Drei Geiseln wohl durch israelischen Luftangriff getötet

Familienangehörige und Freunde trauern auf der Beerdigung von Ron Sherman im Dezember 2023 Foto: Copyright (c) Flash 90 2023

Am 14. Dezember bargen israelische Soldaten die Leichen der Hamas-Geiseln Ron Sherman, Nik Beizer und des Zivilisten Elia Toledano aus einem Terrortunnel in Dschabalia.

Neun Monate später ist klar: Die beiden Soldaten und der Zivilist wurden wohl durch die »Nebenwirkungen« eines Luftangriffs der israelischen Armee (IDF) im Gazastreifen getötet. Das bestätigt die IDF in einer Untersuchung, wie die Times of Israel berichtet.

Am 10. November 2024 griff die IDF einen Tunnel in Dschabalia an, in dem sich Ahmed Ghandour, der Kommandant der Hamas-Nordgaza-Brigade, versteckte. Die IDF erklärte: »Die Ergebnisse der Untersuchung deuten mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass die drei durch eine Nebenwirkung eines Luftangriffs der IDF während der Ermordung von Ghandour getötet wurden.« Eine genaue Bestimmung der Todesumstände sei jedoch genauso wenig möglich wie die genaue Bestimmung des Todeszeitpunkts.

Die Feststellung basiert auf den Fundorten der Leichen, den Ergebnissen der Luftangriffsuntersuchung, Geheimdienstinformationen und Berichten des Forensischen Instituts Abu Kabir. Zum Zeitpunkt des Angriffs hatte die IDF keine Hinweise darauf, dass sich Geiseln in der Nähe des Tunnels aufhielten.

Lesen Sie auch

Die Leichen von Sherman, Beizer und Toledano wurden am 14. Dezember 2024 in einem Tunnel in Dschabalia entdeckt und nach Israel überführt. Sherman und Beizer wurden von einem Stützpunkt nahe der Gaza-Grenze entführt, Toledano bei einem Rave in der Nähe des Kibbuz Re’im. Am 7. Oktober drangen tausende Terroristen aus Gaza nach Israel ein, töteten über 1.200 Menschen und nahmen 251 Geiseln. ja

Westjordanland

Zwei israelische Soldaten sterben bei Terroranschlag

Ron Yonatan Roytman (23) und Yuval Shai Svilem (20) erlagen ihren Verletzungen. Drei weitere IDF-Soldaten wurden in dem Feuergefecht verletzt

 23.10.2026

Terroranschlag bei Hebron

Netanjahu kündigt größte Militäraktion im Westjordanland seit 1967 an

»Die gesamte terroristische Infrastruktur wird aufgespürt und zerstört«, erklärt der Ministerpräsident am Anschlagsort im Westjordanland

 23.10.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Terroranschlag nahe Hebron: Was bislang bekannt ist

Bei dem Angriff starben zwei israelische Soldaten, drei wurden verletzt. Die Angreifer konnten getötet werden

 23.10.2026 Aktualisiert

Demokratie

Auf der Zielgeraden

Am 27. Oktober werden die Parteien anhand von Buchstaben auf den Wahlzetteln gewählt. Politische Notizen und Personalien

von Sabine Brandes  23.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 23.10.2026

Westjordanland

Israel macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Drei Menschen wurden bei dem Angriff auf einen Kontrollposten im Westjordanland verletzt, zwei getötet. Die Terroristen sollen der Hamas angehört haben

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026

Jerusalem

Zehntausende Israelis reisen für die Parlamentswahl aus dem Ausland an

Die Initiative Fly&Vote spielt eine große Rolle. Sie musste sich gegen eine Klage des Likud wehren

 23.10.2026

Westjordanland

Nach Terroranschlag: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

An einem IDF-Kontrollpunkt bei Hebron schossen zwei 27-jährige Palästinenser auf Menschen. Bei dem Anschlag wurden mehrere Menschen verletzt. Die beiden Attentäter wurden von Soldaten erschossen

 23.10.2026 Aktualisiert