Neuseeland/Israel

Diplomatische Krise beigelegt

Wellington, die Hauptstadt von Neuseeland Foto: obs/Sarah Mertin/Karawane Reisen

Nach Beilegung einer diplomatischen Krise zwischen beiden Ländern kehrt Israels Botschafter wieder nach Neuseeland zurück. Stephen Goodman, Präsident des New Zealand Jewish Council, begrüßte die Entwicklung.

Viele Juden in Neuseeland seien verstört darüber gewesen, dass Neuseeland im Dezember 2016 als damals eines der zehn nicht ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats dessen Resolution 2334 unterstützt hatte, sagte Goodman der Jewish Telegraphic Agency. Die Resolution bestreite die historische und anhaltende jüdische Verbindung mit Jerusalem, widerspreche früheren UN-Resolutionen und verweise auf die nicht zu verteidigenden Waffenstillstandslinien von 1949.

Siedlungspolitik In der Resolution 2334 forderte der UN-Sicherheitsrat Israel erstmals seit 1979 auf, die Siedlungspolitik im Westjordanland zu stoppen. Die USA unter ihrem scheidenden Präsidenten Barack Obama hatten bei der Abstimmung auf ihr Vetorecht im UN-Sicherheitsrat verzichtet.

Jerusalem hatte im Februar 2017 seine diplomatischen Beziehungen zu Neuseeland und Senegal zurückgestuft, weil beide die Resolution mit unterstützt hatten. Laut einer Mitteilung der israelischen Regierung sagte der neuseeländische Ministerpräsident Bill English in einem Telefongespräch mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, er bedauere den Schaden, der den Beziehungen zwischen Neuseeland und Israel durch die Unterstützung der Resolution entstanden sei. »Wir begrüßen die Rückkehr des israelischen Botschafters nach Wellington«, sagte English laut Netanjahu.

English wiederum betonte, Neuseeland unterstütze nach wie vor die Resolution 2334. Er habe sich nicht bei Netanjahu entschuldigt. »Die Resolution ist Ausdruck langfristiger und internationaler Politik, und wir stehen zu unseren Positionen. Worüber wir unser Bedauern zum Ausdruck gebracht haben, war die Tatsache, dass es unsere Beziehung zu Israel erheblich gestört hat«, sagte er laut »New Zealand Herald«.

Handelsbeziehungen Auch Stephen Goodman sagte: »Wir sind froh, das hinter uns zu lassen.« Als kleine liberale Demokratien hätten Israel und Neuseeland viel gemeinsam. Neuseeland könne auch in Bezug auf die Handelsbeziehungen stark von einer tiefen Freundschaft mit Israel profitieren, sagte der Präsident des New Zealand Jewish Council. ag

Teheran/Tel Aviv

Israel greift Chameneis unterirdischen Bunker an

Ein Bunker im Herzen Teherans, genutzt von Irans Elite - jetzt war er Ziel eines israelischen Angriffs. Damit will Israel laut eigenen Angaben Irans Führung und deren Fähigkeiten weiter schwächen

 06.03.2026

Jerusalem

Ministerin will Sanktionen gegen israelische Justiz von Trump

Die Leiterin des Umweltressorts, Idit Silman, wendet sich auf X an den US-Präsidenten

von Sabine Brandes  06.03.2026

Alltag

Die Sache mit dem Duschen im Krieg

Die Webseite »canishower.com« will berechnen, wann das Risiko eines Raketenalarms gering genug ist, das Wasser aufzudrehen

von Sabine Brandes  06.03.2026

Nord-Israel

»Wir lassen uns nicht unterkriegen«

Lior Shelef ist Tourguide im Norden Israels. Doch jetzt hat er wieder die Uniform angezogen und beschützt als Chef des Sicherheitsteams seinen Kibbuz und seine Familie

 06.03.2026

Interview

»Wir haben die Lufthoheit«

Oberstleutnant (Reserve) Oren Leshem über die Erfolge der israelischen Luftwaffe, die Herausforderung für die Piloten und die Ziele im Iran-Krieg

von Detlef David Kauschke  06.03.2026

Sicherheit

Israel sieht erhöhte Anschlagsgefahr für seine Bürger im Ausland

Tausende Israelis sind derzeit im Ausland gestrandet. In den vergangenen Tagen sollen bereits Anschläge auf israelische Staatsbürger verhindert worden sein. Das Land spricht deshalb nun Warnungen aus

 06.03.2026

Israel

Schulen bleiben geschlossen

Während Schüler online unterrichtet werden, dürfen Unternehmen wieder Präsenzarbeit zuzulassen – unter einer Bedingung

 06.03.2026

Tel Aviv

»Michelle«: Israel stellt seinen Eurovision-Song 2026 vor

Das von Noam Bettan gesungene Lied kann man nun auch hören

 06.03.2026

Jerusalem

Israel Katz: Entscheidung für Tötung Khameneis fiel im November

Der Zeitplan für die Operation sei beschleunigt worden, nachdem landesweite Anti-Regime-Proteste im Iran den strategischen Rahmen verändert hätten, sagt Israels Verteidigungsminister

 06.03.2026