Yad Vashem

»Die Welt muss handeln«

Vor der Chabad-Synagoge in Poway Foto: dpa

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat sich am Sonntag »entsetzt und traurig« über den Angriff auf eine Synagoge in Kalifornien geäußert.

»Yad Vashem verurteilt die Tat des antisemitischen Rechtsradikalen in diesem Gotteshaus«, hieß es in einer Stellungnahme von Yad Vashem. Vor dem Holocaust-Gedenktag am Donnerstag in Israel sei es besonders wichtig, vor den Gefahren eines ungebremsten Antisemitismus zu warnen.

Attentat Ein Mann hatte am Samstag in einer Synagoge der orthodoxen Chabad-Bewegung in Poway nördlich der Stadt San Diego das Feuer eröffnet. Dabei wurden eine Frau getötet und drei weitere Menschen verletzt, darunter ein Mädchen.

»Wir machen uns auch Sorgen über verschiedene Formen der Hetze in den Medien – Zeitungen sowie digitalen und sozialen Medien«, teilte Yad Vashem mit. »Die Welt muss handeln, um solche Formen der Hassrede durch Anführer und Privatleute zu bekämpfen.«

Anstieg Avner Shalev, Vorsitzender von Yad Vashem, sagte am Sonntag: »Wir haben in den vergangenen Monaten einen besorgniserregenden Wiederanstieg antisemitischer Angriffe beobachtet.« Auf jedem Kontinent gebe es Gewalt gegen Juden, »nur weil sie Juden sind«.

Staatschefs in aller Welt müssten »ihre Stimme erheben und Antisemitismus in allen seinen Formen verurteilen«, forderte er. »In unserer Weltgemeinschaft nach dem Holocaust ist kein Raum für Antisemitismus oder jede andere Form des Rassismus oder des Fremdenhasses.«  dpa

Emmanuel Macron spricht vor der UN-Vollversammlung

Vereinte Nationen

Jerusalem nennt Macrons Behauptung zur Hamas »absurd«

Der französische Präsident behauptet vor der Vollversammlung, die Terrororganisation sei im Westjordanland nie aktiv gewesen. Tatsächlich verübt sie dort regelmäßig Anschläge

von Sabine Brandes  23.09.2026

Jerusalem

Israel startet Kampagne gegen Voreingenommenheit der UN

Ein Video zeigt Papageien bei der UNO-Vollversammlung, die »Beschuldigt Israel!« durch den Versammlungssaal schreien

 23.09.2026

Jerusalem

Lucien Lazare gestorben

Der Historiker und Pädagoge schloss sich während der deutschen Besatzung Frankreichs dem Widerstand an. In Israel gehörte er zur Kommission von Yad Vashem

 23.09.2026

Jerusalem

Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung

Fast drei Jahre nach dem beispiellosen Hamas-Massaker am 7. Oktober droht Israels Verteidigungsminister mit drastischen Folgen, sollte erneut ein Israeli verschleppt werden

 23.09.2026

Israelische Zeitungen

Wahlergebnisse

»Sieg der Extreme«

Nach dem AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern wächst in Israel die Aufmerksamkeit für Deutschlands politische Verschiebung

von Sabine Brandes  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026

Umfrage

Mehrheit sieht keine Chance für friedliche Zwei-Staaten-Lösung

Eine friedliche Koexistenz ist für eine Mehrheit der Israelis und eine noch größere Mehrheit der Palästinenser im Westjordanland und in Ostjerusalem derzeit nicht vorstellbar

 22.09.2026

Alei Zahav

Terroranschlag im Westjordanland: Vater rettet seinem Sohn das Leben und stirbt

»Papa, ich möchte dir für 16 gemeinsame Jahre danken. Danke, dass du mir zugerufen hast, als der Terrorist kam«, sagte der 16-Jährige Yoav bei der Beerdigung seines Vaters

 22.09.2026