Yad Vashem

»Die Welt muss handeln«

Vor der Chabad-Synagoge in Poway Foto: dpa

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat sich am Sonntag »entsetzt und traurig« über den Angriff auf eine Synagoge in Kalifornien geäußert.

»Yad Vashem verurteilt die Tat des antisemitischen Rechtsradikalen in diesem Gotteshaus«, hieß es in einer Stellungnahme von Yad Vashem. Vor dem Holocaust-Gedenktag am Donnerstag in Israel sei es besonders wichtig, vor den Gefahren eines ungebremsten Antisemitismus zu warnen.

Attentat Ein Mann hatte am Samstag in einer Synagoge der orthodoxen Chabad-Bewegung in Poway nördlich der Stadt San Diego das Feuer eröffnet. Dabei wurden eine Frau getötet und drei weitere Menschen verletzt, darunter ein Mädchen.

»Wir machen uns auch Sorgen über verschiedene Formen der Hetze in den Medien – Zeitungen sowie digitalen und sozialen Medien«, teilte Yad Vashem mit. »Die Welt muss handeln, um solche Formen der Hassrede durch Anführer und Privatleute zu bekämpfen.«

Anstieg Avner Shalev, Vorsitzender von Yad Vashem, sagte am Sonntag: »Wir haben in den vergangenen Monaten einen besorgniserregenden Wiederanstieg antisemitischer Angriffe beobachtet.« Auf jedem Kontinent gebe es Gewalt gegen Juden, »nur weil sie Juden sind«.

Staatschefs in aller Welt müssten »ihre Stimme erheben und Antisemitismus in allen seinen Formen verurteilen«, forderte er. »In unserer Weltgemeinschaft nach dem Holocaust ist kein Raum für Antisemitismus oder jede andere Form des Rassismus oder des Fremdenhasses.«  dpa

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