Vermisst!

»Die UNRWA hat ihn verschleppt«

Der junge DJ wurde von Terroristen ermordet. Foto: Sabine Brandes

Vermisst!

»Die UNRWA hat ihn verschleppt«

Yonathan Samerano wurde am 7. Oktober von Hamas-Terroristen ermordet. Sein Leichnam ist noch immer in Gaza

von Sabine Brandes  03.04.2025 10:20 Uhr

Yonathan Samerano, ein junger Israeli aus Tel Aviv, liebte Musik über alles. Als DJ war er oft der Mittelpunkt von Partys. Yonathan ging auch am 6. Oktober mit seinem Freund Maor Gratzyani zum Tanzen auf den Nova-Rave. Das wurde den beiden zum Verhängnis. Die Hamas tötete hier mehr als 360 Menschen, darunter auch Maor.

Yonathan schaffte es, in den Kibbuz Be’eri zu fliehen, doch er wurde dort von Terroristen ermordet. Aufnahmen einer Überwachungskamera, die drei Tage später in Telegram veröffentlicht wurden, zeigen seine Entführung: Ein UNRWA-Mitarbeiter und ein anderer Palästinenser zerren den Körper des 21-Jährigen in ein Auto und fahren in Richtung Gaza. Später wurde der Kidnapper als Faisal Ali Mussalem al-Naami identifiziert, ein Sozialarbeiter des Hilfswerkes UNRWA.

»Yonathan war nicht im Krieg. Seine einzigen Waffen waren sein Lächeln, seine Fröhlichkeit und sein Charme.«

Seitdem klagt Yonathans Mutter Ayelet Samerano an. Anfang März wandte sie sich an den UN-Menschenrechtsrat und warf ihm vor, israelische Opfer zu ignorieren und das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge zu verteidigen. Im August 2024 reiste sie zu einer Veranstaltung in die Schweiz, an der UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini teilnahm. »Sie sind kein Mensch«, sagte sie zu ihm. »Mein Leben wurde zerstört – und Sie sind dafür verantwortlich.«

»Die Generation meines Sohnes kümmert sich nicht um Religion. Sie scheren sich nicht um sexuelle Orientierung und Ethnie. Sie wollen einfach ein friedliches und glückliches Leben führen«, so die verzweifelte Mutter. »Yonathan war nicht im Krieg. Seine einzigen Waffen waren sein Lächeln, seine Fröhlichkeit und sein Charme. Yonathan war voller Leben. Immer lächelnd und zu Scherzen aufgelegt. Er tat alles mit Freude«, erzählt sie über ihren Sohn und fleht: »Ich will ihn zurück!«

Ein Plakat mit dem hübschen Gesicht von Yonathan sieht man dort, wo er einst zur Schule ging, am Gymnasia Ha’Iwrit in Tel Aviv. Es hängt schon lange dort, seit fast anderthalb Jahren. Und es wird so lange dort bleiben, bis Yonathan endlich wieder zu Hause ist – und seine Mutter ihren Sohn beerdigen kann.

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Jerusalem

Ein toter Israeli bei Terroranschlag im Westjordanland

Kurz vor Beginn von Jom Kippur kommt es zu zwei Terroranschlägen im von Israel besetzten Westjordanland. Ein israelischer Zivilist und einer der angreifenden Palästinenser werden getötet

 20.09.2026

Jerusalem

Präsident Herzog begnadigt verurteilten Ex-Soldaten Elor Asaria

Israels Präsident lässt einen Strafregistereintrag des ehemaligen Soldaten löschen, der 2016 einen am Boden liegenden, palästinensischen Attentäter tötete. Die israelische Armee war laut Berichten dagegen

 20.09.2026

Kommentar

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz der Linkspartei mit radikalen Muslimen - und vermisst das Berlin, in dem sie aufgewachsen ist

von Dorothea Schupelius  20.09.2026

Es braucht eine Brandmauer gegen die Linkspartei

Wenn Rassismus von rechts für Regierungsverantwortung disqualifiziert – warum sollte Antisemitismus von links weniger schwer wiegen?

von Nelly Eliasberg  20.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Berliner Linke nennen Hamas-Massaker »Widerstand«

In einer Sitzung wurde die Forderung nach einer »vollen politischen und materiellen Unterstützung des palästinensischen Widerstands in all seinen Formen« erhoben. Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs

 19.09.2026 Aktualisiert

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Jerusalem

NGO Monitor: Umbenennungen sollen Sanktionen gegen Terror-Verbindungen umgehen

Betroffen sind vor allem Organisationen, denen Verbindungen zur Hamas oder zur PFLP vorgeworfen werden. Was bedeutet dies für die Wirksamkeit von Sanktionssystemen?

 18.09.2026

Social Media

Nach weltweiten viralen Song: Hasswelle gegen israelische Band Temper City

Der Song der israelischen Band wird zum Welthit – bis die Herkunft der Musiker bekannt wird. Dann beginnt im Netz der Boykott

von Sabine Brandes  18.09.2026