Jom Haazmaut

Die Party beginnt

Offizielle Zeremonie zum Jom Haazmaut auf dem Herzlberg Foto: Flash 90

Am Montagabend begannen in Israel die Feiern zum 66. Unabhängigkeitstag des Staates. In einer Videobotschaft sendete der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman seine Glückwünsche für die Feierlichkeiten auch in Deutschland.

Gleichzeitig wies Hadas-Handelsman auf das 50-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel am 12. Mai 1965 hin: »Unsere Botschaft hier in Deutschland steckt schon mitten in den Vorbereitungen auf das Jubiläumsjahr«, so Hades-Handelsman.

Seit dem letzten Unabhängigkeitstag sei »eine Menge passiert in Israel, innenpolitisch und außenpolitisch. Im Februar gab es ganz besondere Regierungskonsultationen in Jerusalem. Da saßen fast die kompletten Kabinette beider Länder an einem Tisch. Die Ergebnisse bringen die deutsch-israelische Zusammenarbeit weiter voran«, sagte Hadas-Handelsman.

Frauen Der Botschafter wies auch auf die offizielle Zeremonie zum Jom Haazmaut auf dem Herzlberg in Jerusalem hin. In diesem Jahr würden die Fackeln zum ersten Mal nur von Frauen angezündet. Diese hätten in verschiedenen Bereichen wie Sport, Wissenschaft oder Kultur einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Staates und der Gesellschaft geleistet, betonte Hadas-Handelsman. Junge und ältere, religiöse und säkulare, jüdische und arabische Frauen bildeten ein »einzigartiges Mosaik der pluralistischen israelischen Gesellschaft«.

Unter der Schirmherrschaft von Hadas-Handelsman und Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, werden auch in diesem Jahr wieder Israeltage in vielen deutschen Städten gefeiert. Dabei können sich Besucher über das Land und seine Situation informieren und den 66. Unabhängigkeitstag Israels mit Musik, Tanz und kulinarischen Köstlichkeiten zelebrieren. ja

Link zur Videobotschaft von Yakov Hadas-Handelsman: www.youtube.com/watch?v=5IGilzmi4NU

Link zum 50. Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen: http://embassies.gov.il/berlin/Relations/50yearsIsraelGermany/Pages/default.aspx

Link zum Israel-Tag: www.i-like-israel.de/israeltag-2014

Westjordanland

Schin-Bet-Chef streitet mit Rechtsradikalen

David Zini fordert von Ministerin Orit Strock eine klare Verurteilung jüdischer Siedlergewalt – und droht mit der Rückkehr zur Verwaltungshaft

von Sabine Brandes  06.10.2026

Jahrestag

Israel warnt vor Angriffen auf Juden am 7. Oktober

Am 7. Oktober jährt sich das Massaker von Hamas-Terroristen in Israel. Bei dem Überfall 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet. Israel warnt nun Israelis im Ausland und Juden weltweit vor Angriffen

 06.10.2026

Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht zum Jahrestag des 7. Oktobers den Geiselplatz in Tel Aviv und erhält die Medaille der Stadt

von Sabine Brandes  06.10.2026

Grausamer Plan

Der Professor, der Massenmörder werden wollte

Der Akademiker plante, Hunderte Araber zu töten und viele Unterstützer zu gewinnen. Die Bar-Ilan-Universität zeigt sich »zutiefst entsetzt«

von Sabine Brandes  06.10.2026

Gaza

Hamas: Sinwars »rechte Hand« überlebt israelischen Angriff

Bei einem israelischen Luftangriff in dem Palästinensergebiet sollen am Wochenende mehrere Menschen getötet worden sein. Israel zielte auf den ranghöchsten Hamas-Führer in dem Küstenstreifen ab – doch der hat wohl überlebt

 06.10.2026

Be’eri

»Ich musste ihre Geschichte erzählen«

Dafna Gerstner hat die Hamas-Massaker überlebt und wagt einen vorsichtigen Blick in die Zukunft

von Geneviève Hesse  06.10.2026

Geiseln

Überlebt

505 Tage war Omer Shem Tov in der Gewalt der Hamas in Gaza. Seine Schilderungen zeigen, wie leicht es sich all jene machen, die bei der Bewertung des Krieges die perfide Taktik der Terroristen ausblenden

von Sabine Brandes  06.10.2026

Interview

»Wir haben Angst, dass Shani und Carolin vergessen werden«

Sonja Bohl-Dencker und Ricarda Louk leben seit dem 7. Oktober mit einer unvorstellbaren Wunde – dem Tod ihrer Töchter, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden

von Sophie Albers Ben Chamo  06.10.2026

7. Oktober

»Ich hatte keine Ahnung, wie sehr wir gehasst wurden«

Unsere Autorin ist an der Grenze zu Gaza aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Hier beschreibt sie, wie das Hamas-Massaker ihr Leben verändert hat – und was es mit ihr macht, dass sie und ihr Land plötzlich weltweit als genozidal verleumdet werden

von Adi Kaslasy-Way  06.10.2026