Israel

»Der Iran hat einen großen Fehler gemacht – und er wird dafür bezahlen«

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Foto: POOL

Israel Regierungschef Benjamin Netanjahu hat nach dem iranischen Großangriff gegen den jüdischen Staat eine harte Reaktion angekündigt.

»Der Iran hat heute Abend einen großen Fehler gemacht – und er wird dafür bezahlen«, sagte Netanjahu dem israelischen Sicherheitskabinett nach Angaben seines Büros. Irans Angriff sei gescheitert.

Israel Armeechef Herzi Halevi kündigte ebenfalls harte Konsequenzen für den iranischen Raketenangriff an. »Wir werden entscheiden, wann wir den Preis fordern und unsere präzisen und überraschenden Angriffsfähigkeiten demonstrieren werden«, sagte der israelische Generalstabschef.

Dies geschehe auf Anweisung der Regierung. Wie genau ein Vergeltungsschlag aussehen könnte, teilte er nicht mit. Das US-Portal Axios nennt mit Berufung auf israelische Offizielle Ölraffinerien und iranische Luftverteidigungssysteme als mögliche Ziele.

Halevi zufolge hat Israel seine Fähigkeit gezeigt, den Erfolg seines Feindes zu verhindern. Grund sei das vorbildliche Verhalten der Zivilbevölkerung sowie seine starke Luftabwehr. Landesweit hatten Millionen Menschen gemäß den offiziellen Anweisungen Zuflucht in Bunkern und Schutzräumen gesucht.

»Die Mehrheit der ankommenden Raketen wurde von Israel und einer von den Vereinigten Staaten angeführten Verteidigungskoalition abgefangen«, teilte Israels Armeesprecher Daniel Hagari mit. »Es gab einige wenige Einschläge im Zentrum Israels, weitere im Süden Israels.«

Der Angriff des Iran sei eine schwere und gefährliche Eskalation. »Unsere Verteidigungs- und Angriffsfähigkeiten sind auf höchstem Niveau.« dpa

Bildung im Krieg

Israel lockert Abiturprüfungen wegen Kriegslage – Sonderregeln für den Norden

Die Maßnahmen schließen eine »flexiblere Berechnung« von schulischen Leistungen mit ein

 17.04.2026

Nahost

Details zur Waffenruhe zwischen Israel und Libanon veröffentlicht

Ein Sechs-Punkte-Plan soll zunächst zehn Tage lang für Ruhe sorgen. Die Einzelheiten

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Nahost

Trump verkündet zehntätige Waffenruhe im Libanon

Zuvor habe es Gespräche mit Israels Premier Netanjahu und Libanons Präsidenten Aoun gegeben

 16.04.2026 Aktualisiert

Hintergrund

Hickhack um Friedensgespräche - und eine zehntägige Feuerpause

Nachdem Präsident Trump direkte Verhandlungen erzwingen wollte, setzte er sich schließlich mit einem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah durch

von Sabine Brandes  16.04.2026

Kriminalität

Israel geht gegen kriminelle arabische Clans vor

Die israelische Polizei geht landesweit gegen vorwiegend arabische organisierte Verbrecherstrukturen vor

von Sabine Brandes  16.04.2026

Wetter

Hochsommer im April

Hitzewelle lässt Temperaturen in Israel auf bis zu 40 Grad steigen – Meteorologen sprechen von ungewöhnlich frühen Extremwerten

von Sabine Brandes  16.04.2026

Diplomatie

Libanons Präsident Aoun will nicht mit Netanjahu telefonieren

Eigentlich befinden sich Israel und der Libanon im Kriegszustand. Einige Zeichen deuten auf einen möglichen Durchbruch hin im Konflikt mit der Hisbollah. Aber Hürden bleiben

 16.04.2026

Studie

Israelische Forscher sehen Zusammenhang zwischen Corona-Infektion und Lungenkrebs

Das Spike-Protein des Coronavirus könnte nach Angaben der Autoren schädliche Prozesse im Lungengewebe auslösen

 16.04.2026

Gaza

Hamas bestätigt direkte Gespräche mit US-Vertreter

Erstmals seit der Waffenruhe sprechen Vertreter der Hamas und ein US-Berater direkt miteinander – doch die Fronten bleiben erwartungsgemäß verhärtet. Was fordert die palästinensische Terrororganisation, und was sind Israels Bedingungen?

 16.04.2026