Fussball

»Der Gastgeber wird von den Fans gepusht«

Engagiert: Die israelische U21-Mannschaft (hier bei einem Spiel 2010) gilt als Hoffnung für den Fußball im jüdischen Staat. Foto: Reuters

Bei der Fußball-Europameisterschaft der Junioren (U21), die im Juni 2013 in Israel stattfindet, hat es der Gastgeber mit einer sehr starken Gruppe zu tun. Israel trifft in der Gruppe A auf England, Italien und Norwegen.

Das deutsche Team, das von Rainer Adrion betreut wird, muss sich in der Gruppe B mit Spanien, Russland und den Niederlanden auseinandersetzen. Das hat die Auslosung am gestrigen Mittwoch ergeben, die von den früheren israelischen Nationalspielern Avi Nimni und Eli Ohana in Tel Aviv vorgenommen wurde.

elite »England und Italien sind die absolute europäische Elite«, kommentierte Israels U21-Trainer Guy Luzon die Auslosung. »England hat ein fantastisches Team mit vielen Spielern aus der Premier League. Die meisten Spieler von uns spielen dagegen in Israel – das wird nicht einfach, aber es ist nicht unmöglich.« Englands Trainer Stuart Pearce hingegen sagte: »Wir sind mit dem Gastgeber in einer Gruppe, und wir haben mit Schweden 2009 gesehen, wie sehr der Gastgeber von den Fans gepusht wird.«

Auch Devis Mangia, Coach der italienischen Auswahl, will keine Siegesgewissheit versprühen: »England und Italien mögen vielleicht der Favorit sein, weil sie die größte Erfahrung haben. Aber Israel ist der Gastgeber, sie haben die Fans auf ihrer Seite.«

stadien Deutschland, das 2009 den Titel gewann, 2011 aber die Teilnahme am Turnier verpasste, gilt gleichfalls als Favorit. Die beiden Erstplatzierten von Gruppe A und B erreichen das Halbfinale. Die Spiele finden in vier Städten statt: Tel Aviv (Bloomfield-Stadion), Netanya (Netanya-Stadion), Petach Tikva (HaMoshava-Stadion) und Jerusalem (Teddy-Kollek-Stadion). Das Finale wird am 18. Juni ausgetragen. ja

Westjordanland

Smotrich will Hebron-Abkommen kündigen – Außenministerium widerspricht

Seit 1997 regelt die Vereinbarung die Teilung der Stadt. Jetzt will der Finanzminister daran rütteln.

von Sara Lemel  16.06.2026

Nahostkonflikt

Donald Trump lobt sich selbst - und tadelt Israel

Beim G7-Gipfel im französischen Evian holte der US-Präsident erneut zu einem rhetorischen Rundumschlag aus. Anstelle von Benjamin Netanjahu lobte er Syriens Präsident Ahmed Al-Scharaa

 16.06.2026

Diplomatie

Somaliland eröffnet Botschaft in Jerusalem

Es handelt sich bereits um die achte diplomatische Vertretung, die in der israelischen Hauptstadt eröffnet wurde

 16.06.2026

Interview

»Mir wurde immer wieder vorgeworfen, ich sei zu proisraelisch«

Der Schweizer Politiker und Ständerat Daniel Jositsch über seinen wahren Austritt aus der SP, postkoloniale Irrwege und den Antisemitismus innerhalb der Linken

von Nicole Dreyfus  16.06.2026

Nahost

Trotz des Iran-Abkommens: Hisbollah greift israelische Soldaten an

Nach Angaben der israelischen Streitkräfte feuerte die von Iran unterstützte Terrororganisation im Laufe des gestrigen Tages mehrere Geschosse auf IDF-Soldaten im Südlibanon

 16.06.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Wir haben den Staat Israel vor der Bedrohung einer atomaren Auslöschung gerettet«

»Wir wissen nicht, was in dem Abkommen steht«, sagt der israelische Ministerpräsident. Entscheidend sei, dass es von einer glaubwürdigen militärischen Drohkulisse begleitet werde

 16.06.2026

Karlsruhe

Bekennervideo aufgetaucht: Hamas plante konkreten Anschlag in Europa

Seit Herbst letzten Jahres hatte die Bundesanwaltschaft insgesamt neun Anhänger der Hamas festnehmen lassen

 16.06.2026

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026

Nahost

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon

Die geplante 60-tägige Waffenruhe zwischen den USA und Iran gelte auch für den Libanon, behauptet die Terror-Miliz. Doch eine Bestätigung gibt es dafür nicht

 15.06.2026