Auszeichnung

Denken in großen Dimensionen

Preisverleihung im Jerusalem-Theater Foto: Milner/Genesis

Am Donnerstag ist in Jerusalem der »Genesis Prize« an Michael R. Bloomberg verliehen worden. Im Beisein von zahlreichen Ehrengästen nahm New Yorks ehemaliger Bürgermeister bei einer Zeremonie im Jerusalem-Theater den mit einer Million Dollar dotierten Preis entgegen. Das Preisgeld will Bloomberg dem Projekt »Genesis Generation Challenge« zur Verfügung stellen, ein globaler Wettbewerb zur Förderung von Forschungsprojekten in der ganzen Welt.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte bei seiner feierlichen Ansprache: »Der Genesis-Preis wird an herausragende Persönlichkeiten verliehen, die in besonderer Weise jüdische Tradition und jüdische Werte verkörpern.« Er verwies darauf, dass das Judentum sich dadurch auszeichne, das geistige Erbe zu schätzen und gleichzeitig nach neuen Ideen zu suchen.

innovation »Wir denken nicht nur an Herausforderungen, sondern gleichzeitig stets auch an Lösungen. Dies ist der Leitgedanke des Staates Israel. Auf diese Weise haben wir in den 66 Jahren seit unserer Staatsgründung Außergewöhnliches erreicht.« Netanjahu führte Innovationen in Technik und Wissenschaft an und sagte mit Blick auf den Preisträger: »Niemand verdient diese Auszeichnung mehr als Michael R. Bloomberg.«

In seiner Dankesrede entgegnete Bloomberg: »Freiheit, Gerechtigkeit, Ambition und Innovation – das sind die Prinzipien, von denen ich mich Zeit meines Lebens leiten ließ. Ich denke, es sind die gleichen Werte, die das jüdische Volk durch alle Widrigkeiten geführt hat – bis hin zur Gründung des Staates Israel.«

start-up-nation Sie seien Grund und Motor dafür, dass der jüdische Staat zu dem werden konnte, was er sei: eine der führenden Start-up-Nationen weltweit. An die zukünftigen Generationen und Preisträger appellierte er: »Denken Sie in großen Dimensionen. Nutzen Sie Ihre Chancen. Glauben Sie daran, dass das Morgen besser sein kann als das Heute – und lernen Sie verstehen, dass es Ihre Verantwortung ist, dies zu ermöglichen.«

Der Genesis-Preis wird jährlich von der Genesis Philanthropy Group verliehen und ehrt Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die in herausragender Weise jüdische Identität und den Dialog über jüdische Werte, Kultur, die jüdische Gemeinschaft und den Staat Israel fördern und dadurch Inspiration und Vorbild für nachfolgende Generationen sind. ja

www.genesisprize.org
www.genesis-generation.org

Knesset

Wem gehört die Wahl?

»Fly & Vote« will Israelis im Ausland zum Abstimmen nach Hause bringen. Der Likud droht der Initiative mit rechtlichen Schritten

von Sabine Brandes  26.08.2026

Nachrichten

Spion, Angst, Straße

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  26.08.2026

Jerusalem

Mann, der Nonne angriff, muss in Psychiatrie

Christen in Jerusalem werden immer wieder angefeindet. Nach einem Angriff auf eine Nonne im April kam ein Gericht nun aber zu dem Schluss, dass es sich nicht um eine religiös motivierte Tat handelte

 26.08.2026

Westjordanland

Knesset-Abgeordneter zerstört palästinensisches »Märtyrer«-Denkmal

Zvi Sukkot fuhr unter Armeeschutz nach Madama. Die IDF wirft dem Abgeordneten vor, sie getäuscht zu haben

 26.08.2026 Aktualisiert

Wissenschaft

Zwei israelische Unis unter den besten der Welt

Das Weizmann Institute of Science in Rehovot und die Hebräische Universität Jerusalem schafften es in die Top 100

 26.08.2026

Kommentar

Unpolitisch war gestern

Der ESC unterliegt künftig neuen Regeln für Krisenstaaten, Israel kann nach wie vor am Wettbewerb teilnehmen. Noch ist das keine Lex Israel. Aber der Eindruck entsteht

von Nicole Dreyfus  26.08.2026

Rehovot

Israelische Forscher melden Erfolg bei Krebsforschung

Forscher des Weizmann Institute of Science entdeckten gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern einen bislang unterschätzten Mechanismus bei der Entstehung genetischer Mutationen

 26.08.2026

Jerusalem

Netanjahu warnt vor Stimmenverlusten im rechten Lager

»Bei dieser Wahl zählt jede Stimme. Verschwenden Sie Ihre Stimme nicht an kleine Parteien«, sagt der Ministerpräsident. Den Grund für diese Warnung liefern die jüngsten Umfragen und die Geschichte

 26.08.2026

Nir Oz

Herzog: Sorgen der Bewohner an der Gaza-Grenze dürfen nicht unterschätzt werden

»Der Staat Israel ist hier, beobachtet, ist wachsam und verteidigt«, sagt der Präsident in einem der Kibbuzim, die am 7. Oktober 2023 attackiert wurden

 26.08.2026