Israel

Demonstrationen nach Gruppenvergewaltigung von 16-Jähriger

»Du hast keine Schuld« und »Nein heiß nein« – Demonstration in Jerusalem Foto: Flash90

Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 16-Jährigen durch rund 30 Männer sind in ganz Israel Menschen zur Unterstützung des Mädchens auf die Straßen gegangen.

Medienberichten zufolge gab es am Donnerstagabend Veranstaltungen an mehr als 30 Orten im ganzen Land mit tausenden Teilnehmern. Sie riefen Sprüche wie »Du bist nicht allein«.

Entsetzen Die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung in der Küstenstadt Eilat hat in Israel Zorn und Entsetzen ausgelöst. Nach Medienberichten soll die 16-Jährige dort mit einer Freundin im Urlaub gewesen sein: Gemeinsam mit Bekannten der Freundin hätten die beiden Alkohol getrunken.

Als die 16-Jährige in einem Hotelzimmer zur Toilette gegangen sei, soll es dort Ende vergangener Woche zu der Vergewaltigung gekommen sein. Die genauen Umstände waren unklar. Mehrere Tatverdächtige sollen festgenommen worden sein. Die Rede ist auch von Videoaufnahmen des Vorfalls.

Sonderkommission Die Polizei bildete den Berichten zufolge eine Sonderkommission. Nähere Angaben machte sie aber bislang nicht. Die Nachrichtenseite »ynet« zitierte die Anwältin eines Tatverdächtigen mit der Behauptung, die Jugendliche habe »die Männer herbeigerufen«.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu nannte den Fall »erschütternd« und ein »Verbrechen gegen die Menschlichkeit«. Er forderte ein hartes Vorgehen gegen die mutmaßlichen Täter. dpa

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  26.02.2026

Aliya

»Ich habe gewonnen«: Auschwitz-Überlebende (96) wandert nach Israel aus

Charlotte Roth will mehr Zeit mit ihrer Familie bringen, die zum größten Teil aus den USA nach Israel eingewandert ist

 26.02.2026

Jerusalem

Todesstrafe-Gesetz soll »abgeschwächt« werden

Klauseln könnten gegen internationales Recht verstoßen und werden von Experten als potenziell verfassungswidrig eingestuft

von Sabine Brandes  26.02.2026

Porträt

Kein Neuland

Mit dem Diplomaten und ehemaligen FDP-Bundestagsabgeordneten Alexander Graf Lambsdorff soll ein Israel-Kenner der nächste Botschafter in Tel Aviv werden. Was ist von ihm zu erwarten?

von Joshua Schultheis  26.02.2026

Sport

Tel Aviv rüstet sich für Marathon: Umfangreiche Straßensperrungen angekündigt

Der erste Startschuss fällt schon um 5:30 Uhr

 26.02.2026

»Pay for Slay«

Terror-Renten: Autonomiebehörde zahlte mehr als 130 Mio. Euro

Dem israelischen Sicherheitskabinett zufolge wurden sogar Gehälter von Lehrern gekürzt, um die Zahlungen aufrechtzuerhalten

 26.02.2026

Israel

Auf frischer Tat gerettet

Eine Raubgrabung fördert 2000 Jahre alte Geschichte zutage und führt zu einer antiken Steinwerkstatt

von Sabine Brandes  25.02.2026

Wirtschaft

»Tropfenwunder« zu verkaufen

Das Bewässerungsunternehmen »Netafim« ist eine der größten Erfolgsgeschichten des Landes. Nun soll es offenbar von einem chinesischen Investor übernommen werden

von Sabine Brandes  25.02.2026

Analyse

Die Uhr tickt

Zwischen Abschreckung, Drohgebärden und Überlastung: Warum die Krise zwischen den USA und dem Iran für den jüdischen Staat brandgefährlich ist

von Sabine Brandes  25.02.2026