Militär

Deal zu Präzisionsraketen

Raketenstart: IMI ist auf Präzisionswaffen spezialisiert, um Bodenziele unterschiedlicher Art ins Visier zu nehmen. Foto: IMI

Das Verteidigungsministerium verkündete am Montag, dass es hoch entwickelte Raketen produzieren lässt, die Hunderte von Millionen Schekeln kosten und jeden Ort im Nahen Osten erreichen können. Der Vertrag mit dem staatlichen Hersteller Israeli Military Industries (IMI) ist bereits unterzeichnet worden.

»Diese Präzisionsgeschosse erhöhen die Fähigkeiten der IDF beträchtlich und ermöglichen den exakten Beschuss in abgelegenen Gegenden mit sofortiger Verfügbarkeit und zu geringeren Kosten als andere Kampfsysteme«, heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums.

produktion Einige der Waffen seien bereits in Produktion gegangen, andere würden sich in der letzten Etappe der Forschung und Entwicklung befinden, erläuterte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman. »In einigen Jahren wird die israelische Armee jeden Punkt in dieser Region erreichen können, ob nah oder fern«, betonte er. Das System wird per Fernbedienung aktiviert. »Wir machen die Armee damit stärker und ausgeklügelter.«

Die Raketen, die eine Reichweite von 300 Kilometern haben werden, sollen die Luftwaffe IAF im Falle eines Angriffs auf die Flughäfen auf dem Boden unterstützen, gab die für den Deal verantwortliche Abteilung in der Armee, die Verwaltung für die Entwicklung von Waffen und technologischer Infrastruktur, an. Präzisionsgeschosse sollen demzufolge die Abhängigkeit der Bodentruppen von der IAF reduzieren und vor allem gegen die Bedrohung durch die schiitische Terrormiliz Hisbollah und deren Raketenarsenal eingesetzt werden.

Der Vorsitzende von IMI, Yitzhak Aharonovich, erklärte dazu, dass »die innovativen Raketensysteme, die die IDF erwirbt, die technologischen Fähigkeiten des Unternehmens demonstrieren«. Man sei auf Präzisionsraketen spezialisiert, um Bodenziele unterschiedlicher Art genau ins Visier zu nehmen.

Tel Aviv

Deutschlands neuer Botschafter in Israel stellt sich auf Instagram vor

Alexander Graf Lambsdorff übernimmt die deutsche Vertretung in Israel. In einer Videobotschaft betont der frühere Moskau-Botschafter die enge Zusammenarbeit beider Nationen

 24.07.2026

Wissenschaft

Israelische Forscher entdecken einzigartiges Immunsystem bei Seeanemonen

Die beteiligten Wissenschaftler hoffen, dass ihre Ergebnisse langfristig zum Schutz von Korallenriffen beitragen könnten

 24.07.2026

Jerusalem

Likud-Abgeordneter verärgert Netanjahu mit behauptetem Angriff auf Iran

Das Likud-Mitglied Moshe Saada sagte in einem Interview: »Jeder weiß, dass wir kurz vor einem Angriff auf den Iran stehen – vielleicht sogar schon an diesem Wochenende.«

 24.07.2026

Westjordanland

Drei Terrorangriffe binnen 24 Stunden: Ein Israeli getötet, mehrere verletzt

Bei einer Attacke nahe der Gilad Farm wird ein Israeli erschossen. Eines der Opfer eines anderen Terrorangriffs wird schwer verletzt und per Hubscgrauber in ein Krankenhaus gebracht

 24.07.2026

Meinung

Wenn der »Spiegel« mit der Hamas kuschelt

Die Hamas verkündet, einen Nachfolger für Yahya Sinwar gefunden zu haben. Für das große deutsche Nachrichtenmagazin Grund, eine Runde Sympathie und Mitgefühl zu spendieren

von Sophie Albers Ben Chamo  23.07.2026

Nachruf

»Haim Yavin. Hier enden unsere Sendungen«

Der israelische Protestkünstler Shoshke Engelmayer verabschiedet sich von einer TV-Legende seines Landes

 23.07.2026

Naher Osten

Trump: Atom-Deal nur bei saudischer Anerkennung Israels

Washington und Riad stehen kurz vor einem Atomabkommen zur zivilen Nutzung der Kernenergie. Doch jetzt hat Donald Trump eine neue Bedingung gestellt

 23.07.2026

Plädoyer

Dem Recht vertrauen

Ohne einen unabhängigen Obersten Gerichtshof ist nicht nur Israels Demokratie, sondern der jüdische Staat selbst in Gefahr

von Awi Blumenfeld  23.07.2026

Nachrichten

Geisel, Hamas, Charedim

Kurzmeldungen aus Israel

 22.07.2026