Militär

Deal zu Präzisionsraketen

Raketenstart: IMI ist auf Präzisionswaffen spezialisiert, um Bodenziele unterschiedlicher Art ins Visier zu nehmen. Foto: IMI

Das Verteidigungsministerium verkündete am Montag, dass es hoch entwickelte Raketen produzieren lässt, die Hunderte von Millionen Schekeln kosten und jeden Ort im Nahen Osten erreichen können. Der Vertrag mit dem staatlichen Hersteller Israeli Military Industries (IMI) ist bereits unterzeichnet worden.

»Diese Präzisionsgeschosse erhöhen die Fähigkeiten der IDF beträchtlich und ermöglichen den exakten Beschuss in abgelegenen Gegenden mit sofortiger Verfügbarkeit und zu geringeren Kosten als andere Kampfsysteme«, heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums.

produktion Einige der Waffen seien bereits in Produktion gegangen, andere würden sich in der letzten Etappe der Forschung und Entwicklung befinden, erläuterte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman. »In einigen Jahren wird die israelische Armee jeden Punkt in dieser Region erreichen können, ob nah oder fern«, betonte er. Das System wird per Fernbedienung aktiviert. »Wir machen die Armee damit stärker und ausgeklügelter.«

Die Raketen, die eine Reichweite von 300 Kilometern haben werden, sollen die Luftwaffe IAF im Falle eines Angriffs auf die Flughäfen auf dem Boden unterstützen, gab die für den Deal verantwortliche Abteilung in der Armee, die Verwaltung für die Entwicklung von Waffen und technologischer Infrastruktur, an. Präzisionsgeschosse sollen demzufolge die Abhängigkeit der Bodentruppen von der IAF reduzieren und vor allem gegen die Bedrohung durch die schiitische Terrormiliz Hisbollah und deren Raketenarsenal eingesetzt werden.

Der Vorsitzende von IMI, Yitzhak Aharonovich, erklärte dazu, dass »die innovativen Raketensysteme, die die IDF erwirbt, die technologischen Fähigkeiten des Unternehmens demonstrieren«. Man sei auf Präzisionsraketen spezialisiert, um Bodenziele unterschiedlicher Art genau ins Visier zu nehmen.

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Nach den Wahlen

Streit um Regierungsbildung in Israel eskaliert

Israels amtierender Ministerpräsident Netanjahu fordert eine breite Koalition unter Einschluss der Rechtsextremisten. Oppositionspolitiker Eisenkot weist das Angebot umgehend als PR-Manöver zurück

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Jerusalem

Israels Präsident vergibt Auftrag zur Regierungsbildung

In Israel beginnt der Countdown zur Regierungsbildung. Präsident Herzog vergibt den Auftrag wahrscheinlich an den Oppositionspolitiker Eisenkot

 07.11.2026

Medizin

Eine neue Lunge und zur Genesung nur Paracetamol

In Israel ist erstmals eine Lungentransplantation mithilfe eines Operationsroboters gelungen. Für den Patienten bedeutet das eine deutlich schnellere Genesung

von Sabine Brandes  06.11.2026 Aktualisiert

Israel

Was sich mit Eisenkot ändern könnte

Eine Mehrheit der Abgeordneten empfiehlt Gadi Eisenkot für den Auftrag zur Regierungsbildung. Doch der Weg ins Amt ist steinig. Und wie weit könnte ein Kurswechsel unter ihm tatsächlich gehen?

von Sara Lemel  06.11.2026

Wahlen

Netanjahus Partner gehen von Bord

Die Charedim erklären sich für ungebunden und entziehen dem Rechtsblock ihre Unterstützung. Herausforderer Gadi Eisenkot hat deutlich mehr Empfehlungen hinter sich

von Sabine Brandes  05.11.2026

Israel

Herzog setzt Gespräche über Regierungsbildung fort

Erst Gespräche mit den kleinen Parteien, am Abend dann mit den stärksten in der neuen Knesset: Präsident Herzog sondiert die Möglichkeiten für eine neue Regierung

 05.11.2026