Militär

Deal zu Präzisionsraketen

Raketenstart: IMI ist auf Präzisionswaffen spezialisiert, um Bodenziele unterschiedlicher Art ins Visier zu nehmen. Foto: IMI

Das Verteidigungsministerium verkündete am Montag, dass es hoch entwickelte Raketen produzieren lässt, die Hunderte von Millionen Schekeln kosten und jeden Ort im Nahen Osten erreichen können. Der Vertrag mit dem staatlichen Hersteller Israeli Military Industries (IMI) ist bereits unterzeichnet worden.

»Diese Präzisionsgeschosse erhöhen die Fähigkeiten der IDF beträchtlich und ermöglichen den exakten Beschuss in abgelegenen Gegenden mit sofortiger Verfügbarkeit und zu geringeren Kosten als andere Kampfsysteme«, heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums.

produktion Einige der Waffen seien bereits in Produktion gegangen, andere würden sich in der letzten Etappe der Forschung und Entwicklung befinden, erläuterte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman. »In einigen Jahren wird die israelische Armee jeden Punkt in dieser Region erreichen können, ob nah oder fern«, betonte er. Das System wird per Fernbedienung aktiviert. »Wir machen die Armee damit stärker und ausgeklügelter.«

Die Raketen, die eine Reichweite von 300 Kilometern haben werden, sollen die Luftwaffe IAF im Falle eines Angriffs auf die Flughäfen auf dem Boden unterstützen, gab die für den Deal verantwortliche Abteilung in der Armee, die Verwaltung für die Entwicklung von Waffen und technologischer Infrastruktur, an. Präzisionsgeschosse sollen demzufolge die Abhängigkeit der Bodentruppen von der IAF reduzieren und vor allem gegen die Bedrohung durch die schiitische Terrormiliz Hisbollah und deren Raketenarsenal eingesetzt werden.

Der Vorsitzende von IMI, Yitzhak Aharonovich, erklärte dazu, dass »die innovativen Raketensysteme, die die IDF erwirbt, die technologischen Fähigkeiten des Unternehmens demonstrieren«. Man sei auf Präzisionsraketen spezialisiert, um Bodenziele unterschiedlicher Art genau ins Visier zu nehmen.

Nahost

Israel will erstmals Attentäter ausweisen

Den beiden arabischen Israelis wurde die Staatsbürgerschaft entzogen, sie sollen in den Gazastreifen abgeschoben werden

 10.02.2026

Eurovision Song Contest

Israels ESC-Song steht fest

In Israel wurde der Song, mit dem Noam Bettan in Wien antreten wird, ausgewählt. Vorjahreskandidatin Yubval Raphael hat ihn getextet

 10.02.2026

Reisen

Condor fliegt wieder von Frankfurt nach Israel

Die deutsche Fluggesellschaft nimmt die Strecke ab Mai 2026 nach langer Pause wieder in ihr Angebot auf

von Sabine Brandes  10.02.2026

Gaza

Indonesien will erste Truppen für Stabilisierungstruppe entsenden

Schon in den kommenden Wochen könnten Tausende Soldaten entsandt werden

 10.02.2026

Wissenschaft

Israelische Forscher testen Krebstherapie gegen Alzheimer

Grundlage ist die sogenannte CAR-T-Zelltherapie, die bislang vor allem bei Leukämie eingesetzt wird

 10.02.2026

Untersuchungskommission

Ex-Verteidigungsminister Gallant nennt Netanjahu »Lügner«

Der israelische Premier beschuldigt die Sicherheitskräfte für das Versagen vor dem Massaker der Hamas

von Sabine Brandes  09.02.2026

Iran

Mullah-Regime droht Tel Aviv mit »Raketenhagel«

Ein Poster einer riesigen Karte der israelischen Metropole mit rot markierten »Angriffszielen« taucht in Teheran auf

von Sabine Brandes  09.02.2026

Wirtschaft

El Al droht historische Geldstrafe wegen hoher Preise

Die Fluggesellschaft soll als Quasi-Monopolist während des Krieges gegen die Hamas überhöhte Preise gefordert haben

von Sabine Brandes  09.02.2026

Luftfahrt

El Al erweitert Streckennetz in Asien und Europa

Die israelische Airline bietet jetzt unter anderem Direktflüge nach Vietnam, Südkorea und auf die Philippinen an

 09.02.2026