Militär

Deal zu Präzisionsraketen

Raketenstart: IMI ist auf Präzisionswaffen spezialisiert, um Bodenziele unterschiedlicher Art ins Visier zu nehmen. Foto: IMI

Das Verteidigungsministerium verkündete am Montag, dass es hoch entwickelte Raketen produzieren lässt, die Hunderte von Millionen Schekeln kosten und jeden Ort im Nahen Osten erreichen können. Der Vertrag mit dem staatlichen Hersteller Israeli Military Industries (IMI) ist bereits unterzeichnet worden.

»Diese Präzisionsgeschosse erhöhen die Fähigkeiten der IDF beträchtlich und ermöglichen den exakten Beschuss in abgelegenen Gegenden mit sofortiger Verfügbarkeit und zu geringeren Kosten als andere Kampfsysteme«, heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums.

produktion Einige der Waffen seien bereits in Produktion gegangen, andere würden sich in der letzten Etappe der Forschung und Entwicklung befinden, erläuterte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman. »In einigen Jahren wird die israelische Armee jeden Punkt in dieser Region erreichen können, ob nah oder fern«, betonte er. Das System wird per Fernbedienung aktiviert. »Wir machen die Armee damit stärker und ausgeklügelter.«

Die Raketen, die eine Reichweite von 300 Kilometern haben werden, sollen die Luftwaffe IAF im Falle eines Angriffs auf die Flughäfen auf dem Boden unterstützen, gab die für den Deal verantwortliche Abteilung in der Armee, die Verwaltung für die Entwicklung von Waffen und technologischer Infrastruktur, an. Präzisionsgeschosse sollen demzufolge die Abhängigkeit der Bodentruppen von der IAF reduzieren und vor allem gegen die Bedrohung durch die schiitische Terrormiliz Hisbollah und deren Raketenarsenal eingesetzt werden.

Der Vorsitzende von IMI, Yitzhak Aharonovich, erklärte dazu, dass »die innovativen Raketensysteme, die die IDF erwirbt, die technologischen Fähigkeiten des Unternehmens demonstrieren«. Man sei auf Präzisionsraketen spezialisiert, um Bodenziele unterschiedlicher Art genau ins Visier zu nehmen.

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Verteidigung

Israelisches Startup will »Iron Dome gegen Drohnenschwärme« bauen

Israel hat einen hochmodernen Schutz gegen Raketen, doch Drohnen haben die Kriegsführung grundlegend verändert.

 10.07.2026

Maccabia

Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

Für die Schweizer Delegation ist klar, das Spiel ist wichtig, aber neue Freundschaften sind wichtiger

von Nicole Dreyfus  10.07.2026

Opfer der Hamas

Yarden Bibas pflanzt mit Mike Huckabee Baum für seine Familie

Die Ex-Geisel und der US-Botschafter wollen damit die Erinnerung an Kfir, Ariel und Shiri wachhalten, die von Terroristen ermordet wurden

 10.07.2026

Negev

Netanjahu und Armeechef: Israel ist jederzeit zu neuem Militäreinsatz gegen Iran bereit

»Der Krieg ist nicht vorbei«, sagt der israelische Ministerpräsident. »Neben alten Herausforderungen entstehen ständig neue«

 10.07.2026

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026